Eurozone: Keine eigene Kryptowährung

Quelle: shutterstock.com-Euro sign at European Central Bank headquarters in Frankfurt

Eurozone: Keine eigene Kryptowährung

Carl-Ludwig Thiele, ein Vorstandsmitglied der Bundesbank, einer der größten Banken Europas, hat bestätigt, dass die Eurozone keine digitale Währung in Betracht zieht.

Er sagte:

„Digitales Zentralbankgeld analog zu Bargeld ist derzeit nicht in Planung.“

Diese Aussage widerspricht einem früheren Statement des Bundesbankchefs Jens Weidmann, wonach eine mit Bitcoin vergleichbare digitale Währung die europäischen Bürger potenziell schützen könnte. Thiele warnte die Anleger ebenfalls davor, dass erhebliche Verluste möglich seien. Er erklärte:

„Wir sehen einen rasanten Wertzuwachs, der gleichzeitig das Risiko schneller Verluste mit sich bringt.“

Regulierung?

Die Europäische Zentralbank hatte bereits vorgeschlagen, digitale Währungen (wie Bitcoin) zu regulieren. Dies steht im Gegensatz zu anderen Aussagen, in denen es hieß, die Regierung sei nicht in der Lage, Kryptowährungen zu regulieren. Der BaFin-Präsident Felix Hufeld sagte, dass die Aufsichtsbehörden bei Kryptowährungen “am Ball bleiben” müssten und zu diesem Thema noch viel zu lernen hätten.

„Wir arbeiten alle daran, das Thema zu verstehen und unser Know-how auszubauen.“

Einige hochkarätige Persönlichkeiten (wie der Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz hingegen) vertreten die Meinung, dass z. B. die Kryptowährung Bitcoin verboten werden sollte.

Trotz der Ablehnung des Konzepts in der Eurozone erwägen andere Länder immer noch staatliche Kryptowährungen. Russland und Dubai haben beide begonnen, auf verstaatlichte digitale Währungen hinzuarbeiten.

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