EuGH entscheidet über Bitcoin Mehrwertsteuer

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Europäischer Gerichtshof

Quelle: Twin Towers - European Court of Justice, Luxembourg von Dan via flickr (CC)

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Am Donnerstag wird die lang erwartete Entscheidung getroffen, ob der Bitcoin Handel in Europa in Zukunft mehrwertsteuerpflichtig wird.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

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Die Entscheidung markiert das Ende einer Reise die mit der Frage begann, ob Dienste, die Handel mit Bitcoin betreiben zukünftig Mehrwertsteuer zahlen sollen oder nicht. Die Untersuchungen wurden eingeleitet nachdem der Schwede David Hedqvist eine Klarstellung verlangt hat, wie Bitcoin zukünftig versteuert werden solle. Hedqvist plant eine neue Bitcoin-Börse zu eröffnen.


Ein schwedisches Gericht urteilte später darüber, dass solche Aktivitäten von der Mehrwertsteuer ausgenommen würden – eine Entscheidung die später von der Skatterverket, der schwedischen Steuerbehörde, angefochten wurde. Letztendlich wurde der Europäische Gerichtshof um Hilfe gebeten.

Auch wenn das Gericht noch diese letzte Entscheidung treffen muss, so zeichnet es sich ab, dass zugunsten einer Ausnahme gestimmt wird. Im Juli empfahl Generalanwalt Juliane Kokott, dass der Bitcoin Handel von der Mehrwertsteuerpflicht auszunehmen sei. Industrievertreter und die Community begrüßten diesen Schritt zu diesem Zeitpunkt.

Laut einigen Beobachtern könnte sich die Entscheidung weit über die spezifischen Fragen ausdehnen und möglicherweise Einfluss auf europäische Bitcoin Nutzer und Industrievertreter haben.

“Um die Antworten auf die Fragen bezüglich Börsendiensten zu geben, wird der Europäische Gerichtshof überlegen zunächst klarzustellen was so eine Börse eigentlich macht und wie die zugrundeliegenden Anlagen klassifiziert werden”, sagte Steueranwalt Roger Van de Berg & McKenzie dem Bitcoin Magazine kürzlich in einem Interview.

“Als solches muss er die ebenfalls untersuchen wie Virtuelle Währungen mit der Mehrwertsteuer behandelt werden und danach entscheiden ob der Bitcoin selbst ein Gegenstand einer Mehrwertsteuer ist oder nicht”, fuhr er fort. “Sollte das passieren haben wir eine klare Antwort vom EGH wo der Bitcoin für Mehrwertsteuerzwecke innerhalb der EU steht.”

UPDATE: 22.10.2015 11:30h: Der EuGH hat sich gegen eine Mehrwertsteuer für Bitcoin entschieden

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk.com

Image Source: sprklg (Quartier Européen Nord, Kirchberg) via flickr.com


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