Europäische Zentralbank: Digitale Währungen sind instabil

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © artjazz, Fotolia

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“Auch wenn virtuelle Währungen nicht in Euro bewertet werden, haben sie das Potential die Geldpolitik, die Preisstabilität und die reibungslose Funktionalität der Zahlungssysteme in der Eurozone zu beeinflussen.”

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

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Die europäische Zentralbank (EZB) knüpft damit an einem vorangegangenen Bericht aus dem Jahre 2012 an. In dem Bericht hatte die EZB einen generellen Überblick über digitale Währungen gegeben und das Potential sowie die Risiken der virtuellen Währungen genauer analysiert.
Die EZB, die als Überwachungsorgan der Zentralbanken inderEurozone dient, merkte in dem Bericht an, dass digitale Währungen zukünftig die Zentralbank in ihrer Funktion beeinflussen könnte. Aufgrund der niedrigen Akzeptanz ging die EZB aber nicht weiter auf die möglichen “Gefahren” der digitalen Währungen ein.Im dem Bericht steht geschrieben:

“Auch wenn virtuelle Währungen nicht in Euro bewertet werden, haben sie das Potential die Geldpolitik, die Preisstabilität und die reibungslose Funktionalität der Zahlungssysteme in der Eurozone zu beeinflussen.”

Diese Sichtweise spiegelt auch den Bericht der Bank of England wieder. In dem Bericht vom September räumte die Bank ein, dass Bitcoin bei einer wachsenden Akzeptanz Einfluss auf die Steuerung des Währungssystems bekommen könnte und die Bank damit stark beeinträchtigen würde. Letzten Monat sagte die Bank of England, dass die Technologie das Potential habe, die Funktionalität der Zentralbanken von Grund auf zu ändern.

Störung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs

Die EZB hat mehrere Bereiche aufgelistet in denen digitale Währungen zukünftig einen großen Einfluss erlangen könnten. Besonders aber können digitale Währungen wie Bitcoin in den Bereichen gedeihen, in denen das herkömmliche Überweisungssystem Mängel aufweist.

Der Autor des Berichts verweist vor allem auf die Kostenstruktur von Bitcoin, die die digitale Währung für Inlands- und vor allem aber Auslandsüberweisungen sehr attraktiv macht:

“…es gibt noch großen Spielraum für Verbesserungen, besonders in dem Feld der Überweisungen und da haben digitale Währungen das Potential einen besseren Service als traditionelle Anbieter wie Banken zu bieten.”

Die EZB geht davon aus, dass der nicht vorhandene zentrale Schutz der Nutzer ein erhebliches Hindernis für die flächendeckende Akzeptanz der digitalen Währungen ist.

Der gesamte Bericht ist hier nachzulesen:

Virtual Currency Schemes – A Further Analysis

 

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von Stan Higgins via CoinDesk

Image Source: Fotolia

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