Euro Banking Association: KYC-Compliance durch Blockchain-Technologien

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Die Euro Banking Association (EBA) bekennt sich in einer Studie klar zur Distributed-Ledger-Technologie (DLT). Die unter Bitcoin liegende Blockchain-Technologie sei demnach insbesondere dafür geeignet, die Compliance im Bereich KYC zu verbessern.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Andre Winterberg

Bitcoin wird nach wie vor oft „nur“ mit Währungen assoziiert. Doch dass die darunter liegende Technologie noch viel mehr Potential hat, erkennen immer mehr Unternehmen. So auch die „Arbeitsgruppe Kryptotechnologien“ der EBA. Sie stellte am Montag, dem 23. Oktober, einen neuen Bericht mit Namen „Cryptotechnologies: improving regulatory compliance“ vor. Darin untersucht die Arbeitsgruppe verschiedene Anwendungsfelder der DLT für das Finanzwesen.

DLT kann mehr als „nur“ Bitcoin

Im Besonderen gehen die Autoren des Papers auf die Bedeutung der DLT für die Verbesserung der Compliance-Prozesse ein. In einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, heißt es:

„Der Einsatz von Kryptotechnologien wie z. B. Distributed Ledger Technology (DLT) für RegTech birgt erhebliches Potenzial für die Verbesserung der Compliance-Prozesse.“


Dabei fassen die Autoren insbesondere die Compliance mit KYC-Regularien ins Auge. Darin geht es, unter anderem bei Bitcoin-Börsen, darum, sicherzustellen, dass man seine Kunden kennt.

KYC durch DLT?

Derzeitige KYC-Prozesse seien häufig träge und redundant, heißt es in der Pressemitteilung. Dies gehe mit hohen Kosten und unzufriedenen Kunden einher. DLT könnten die behäbigen Prozesse, bei denen Kunden ihre personenbezogenen Daten für jede Art der Dienstleistung neu einreichen müssen, vereinfachen. Dazu José Vicente, Leiter der Arbeitsgruppe:

„Wenn jede Abteilung eine gemeinsame Sicht auf die KYC-Attribute hat, müssen Kunden die KYC-Dokumentation nicht mehr für jede zusätzliche Dienstleistung erneut einreichen. DLT-basierter Datenaustausch könnte sogar auf mehrere Finanzinstitute ausgedehnt werden.“

Dies könnten Finanzinstitute dafür nutzen, ihre Effizienz und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Gerade Bitcoin-Börsen würden davon profitieren. Auch die Aufsichtsbehörden dürften Vicente zufolge von DLT profitieren:

„DLT-basierte Reporting-Systeme können von Anfang an vorschriftskonform gestaltet werden und dazu beitragen, diese Reportings effizienter und fehlersicher zu gestalten, was sowohl den Finanzinstituten als auch den Regulierungsbehörden zugute kommt.“

Vorstellung im Rahmen der Sibos-Konferenz

Die Arbeitsgruppe ist der Euro Banking Association angegliedert. Die EBA ist ein Verband von mehr als 160 überwiegend europäischen Banken und eigenen Angaben zufolge auf Innovationen im europäischen Zahlungsverkehr spezialisiert.

Das Papier stellte die Arbeitsgruppe im Rahmen der bis zum 25. Oktober 2018 andauernden Sibos-Konferenz in Sydney vor. Unter der Schirmherrschaft des belgischen Transaktionsdienstes SWIFT findet die Konferenz einmal im Jahr an unterschiedlichen Standorten statt.

BTC-ECHO


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