EU investiert 5 Millionen Euro in Forschungsprojekt zu Blockchain-Überwachung

Max Kops

von Max Kops

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Ein Zusammenschluss aus Regierungsorganen, Gesetzgebern und Forschern arbeitet gemeinsam an einem neuen, EU-weiten Projekt zur Erforschung von Überwachungstechniken über die Blockchain.

Insgesamt fünf Millionen Euro wurden dazu von der EU veranschlagt. Die Initiative unter dem Kürzel TITANIUM (“Tools for the Investigation of Transactions in Underground Markets”), also Werkzeuge zur Überwachung von Transaktionen in “Untergrund-Märkten”, soll das Projekt für insgesamt drei Jahre durchführen.

Neben der rein finanziellen Unterstützung der EU, wird das Projekt um zahlreiche Partner ergänzt: Interpol, die Innenministerien aus Spanien und Österreich, Finnlands nationale Ermittlungsbehörde und die Universität London sowie weitere sind als Partner ebenfalls Teil des Projekts.

Ransomware-Attacken sollen in die Entscheidung eingeflossen seien

In Statements der Projektfinanzierer wurde zuletzt vor allem Bezug auf Ransomware-Attacken genommen, die die Motivation zu Nachverfolgungen von Blockchain-Transaktionen erhöht haben dürfte.

Dennoch versprach man sich bei der Verfolgung an Bestimmungen zu halten und die Privatsphäre der Nutzer nicht zu verletzen.

“Das Konsortium wird juristische und ethische Voraussetungen analysieren und Guidelines für die Speicherung und Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen ohne Verletzung der Privatsphäre im Zusammenhang mit Kriminalermittlungen aufstellen.”,

erklärt Ross King, Senior Scientist der Austrian Institute of Technology GmbH (AIT), die zum Projektteam gehört.

Dass die EU ein solches Projekt durchführt – oder zumindest finanziell ins Leben ruft – dürfte eher weniger überraschend sein, betrachtet man die vergangenen Bestreben der Regulatoren im Hinblick auf die Blockchain.

Die Ransomware-Vorfälle dürften dafür letztlich der finale Auslöser gewesen sein, um die bestehenden Interessen in die Tat umzusetzen und Rahmenbedingungen für Ermittlungen in einem dafür bisher unbekannten Universum zu schaffen.

Sollten Regierungen sich bei Kryptowährungen aus dem Spiel halten?

Zwar favorisieren viele Nutzer von Kryptowährungen die geringe Regulierung jener. Da Kryptowährungen dem Nutzer die volle Verantwortung über seine Vermögen überlassen, hat er zwar einen viel größeren Spielraum als in staatlichen Geldsystemen, muss dafür aber ebenfalls in Kauf nehmen, dass Verbrecher schwerer bestraft werden können. Der Eingriffsbereich der Behörden liegt zwar außerhalb der Blockchain selbst, dennoch können Verbrecher gemäß geltenden Strafvorschriften haftbar gemacht werden, sind sie einmal entdeckt.

Eine andere Sichtweise, wäre die “Code is Law” Perspektive – also grundsätzlich keine Eingriffe von Staaten zu dulden und alle Verantwortlichkeiten der Technik selbst zu überlassen.

Englischer Originalbeitrag  via CoinDesk

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