Ethereum: Vitalik Buterin über die „Classic“ Blockchain

Ethereum: Vitalik Buterin über die „Classic“ Blockchain

Ethereum Gründer Vitalik Buterin äußerte sich erneut über die Stellung der Ethereum Foundation zum Ethereum Protokoll. Die Non-Profit-Organisation soll die Version der Blockchain unterstützen, die den Hard Fork durchlaufen hat.



Der Hard Fork ermöglichte es Investoren ihre entwendeten Anlagen aus der sogenannten The DAO zu nehmen. BTC-Echo berichtete über den Zusammenbruch der dezentralen autononomen Organisation.

Die Ethereum Foundation (ehemals Ethereum Stiftung) wurde im Juni 2014 gegründet und ist eine schweizer Organisation. Im letzten Monat war die Foundation relativ still, der Zusammenbruch der DAO musste überwunden werden. Das Projekt war eine kurze Zeit lang das prominenteste Beispiel für Ethereum und hielt in der Hochzeit 160 Mio. US-$ Kapital in Form von Ether, der digitalen Kryptowährung der Ethereum Plattform.

Bezogen auf die Statements die von der Foundation herausgebracht worden sind gab es bislang Unsicherheit darüber ob nun die geforkte Version der Blockchain, oder auch die Ethereum Classic Version weiter unterstützt werden. Ethereum Classic enthält weiterhin den originalen Transaktionsverlauf.

Im Allgemeinen hat die Organisation beschlossen bei der Community zu bleiben die den Hard Fork gewählt hat, welche vor ungefähr einer Woche durchgeführt wurde. Nichtsdestotrotz gab sie auch an die Entwicklung alternativer Ethereum Projekte nicht behindern zu wollen. Darunter eben auch Ethereum Classic.

Buterin schrieb:

„Wir begreifen, dass der Ethereum Code dazu benutzt werden kann andere Blockchains mit den selben Consensus Regeln zu erschaffen, darunter Testnetze, Konsortium oder private Chains, Klone und Abspaltungen, und wir haben uns nie gegen solche anderen Versionen gestellt.“

Buterin nutzte den Rest der Ankündigung dazu zu erklären wie technisch versierte Nutzer ihre Clients formatieren können um sie für die gewünschte Version der Ethereum Blockchain einsatzfähig zu machen.

Weiterhin ermutigte Buterin das Ethereum Classic Team dazu einen zusätzlichen Hard Fork für ihre Blockchain zu machen, um sich vor „Replay Angriffen“ zu schützen, wobei Währungseinheiten an neue Accounts geschickt würden.

Zur Redaktionszeit waren die Reaktionen auf den Post relativ gemischt. Die Nutzer sahen sich in Lager gespalten die auch das größere Ökosystem in den Tagen davor gesehen hat.

Beispielsweise haben auf reddit viele die Stellungnahme der Foundation als klärende Worte aufgenommen. Andere wiederum bekräftigten, dass Ethereum Classic unterstützt werden solle, da diese Version der Blockchain für die ursprünglichen Werte von Ethereum stehe.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Pete Rizzo via coindesk.com

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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  • Ethereum-homestead-background-21: © ethereum.org

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