Ethereum-Gründer Vitalik Buterin boykottiert Coindesk-Konferenz

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin boykottiert Coindesk-Konferenz

Vitalik Buterin ruft zum Boykott gegen die anstehende Consensus 2018-Konferenz von Coindesk auf. Nach der Meinung des Ethereum-Mitgründers unterstütze die Plattform Scams. Außerdem zweifelte er die Qualität ihrer Berichterstattung an.

Die englischsprachige Plattform Coindesk ist für viele Krypto-Interessierte im englischsprachigen Raum eine Anlaufstelle, wenn es um Neuigkeiten bei Blockchain und Bitcoin geht. Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, positionierte sich in einer Reihe von Tweets nun entschieden gegen Coindesk. Seine Kritik galt vor allem der „schrecklichen Berichterstattung“ über EIP 999 sowie ihre stark kommerzialisierte Ausrichtung und die Unterstützung von Scams. Hier die Übersetzung der Tweets:

Disclaimer: Wie immer wurde zur besseren Lesbarkeit recht frei übersetzt – Vitaliks Englisch ist doch recht technisch. Die originalen Posts könnt ihr hier nachlesen.

1. Coindesk ist rücksichtslos mitschuldig, indem sie Giveaway-Scams unterstützen. Schaut euch den letzten Artikel über OMG an, in dem sie direkt auf einen Giveaway-Scam verlinken.

2. Ihre Berichterstattung über EIP 999 war schrecklich. Sie haben einen reißerischen Artikel geschrieben, in dem sie behaupteten, dass sich die Chain splitten würde, als eigentlich nur klar war, dass EIP 999 *sehr weit* davon entfernt war, akzeptiert zu werden […]. Als sich @peter_szilagyi beschwerte, dass sein Kommentar nicht erschien, obwohl ihn der Autor nach seiner Meinung gefragt hatte, war die Antwort des Autors, dass der Artikel bereits veröffentlicht worden war, als sie die Antwort bekamen. Ernsthaft, ist euch Schnelligkeit so viel wichtiger als Genauigkeit?

3. Ihre Richtlinien zur Berichterstattung sind darauf ausgelegt, dich mit Gotchas [eine Art Falle im Programmierbereich] hereinzulegen. Wusstet ihr, dass, wenn man ihnen eine Antwort schickt und explizit sagt, dass Teile der Nachricht vertraulich sind, sie trotzdem nicht so behandelt werden? (Außer man lässt sich auf ein Spiel von Anfragen und Genehmigungen ein).

4. Und übrigens kostet die Konferenz 2.000-3.000 US-Dollar. Ich persönlich weigere mich, so etwas zu unterstützen.

Charles Hoskinson von Cardano schließt sich Coindesk-Boykott an

Kurz darauf verkündete auch Charles Hoskinson von Cardano seinen Boykott von Coindesk:

„Willkommen beim Boykott. Ich werde auch nicht erscheinen.“

Auf eine Nachfrage eines anderen Twitter-Users, warum er nicht die Möglichkeit bei der Konferenz nutze, um Coindesk zu konfrontieren, schloss er sich Vitalik Buterins letztem Tweet an:

„Weil es ein 3.000 US-Dollar-Ticket-Event legitimieren würde, das behauptet, die wichtigste Konferenz überhaupt zu sein. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass das Konferenz-Modell komplett ausgelaufen ist. Meetups und YouTube sind sehr viel effektiver.“


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Buterin schloss sich der Meinung von Hoskinson nicht gänzlich an. Er gab zu Bedenken, dass Konferenzen sinnvoll seien, um Menschen aus aller Welt unter demselben Thema zu vereinen. Auch kleinere akademische Konferenzen seien sinnvoll. Außer Buterin und Hoskinson verkündete auch OmiseGo ihren Boykott der Konferenz.

Die Konferenz findet dennoch statt. Eventuell werden wir berichten. Passend zu Vitalik Buterin hier unser Comic der Woche:

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BTC-ECHO

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