Ethereum: ETH-Developer diskutieren Hard Forks im Drei-Monats-Rhythmus

Quelle: Shutterstock

Ethereum: ETH-Developer diskutieren Hard Forks im Drei-Monats-Rhythmus

Ethereum (ETH): Im Meeting der Core-Developer kam die Frage nach der Häufigkeit von Hard Forks auf. Im Vorfeld gab es unter den Entwicklern seit Längerem verschiedene Ansichten darüber, ob kleinere Updates im dreimonatigen Rhythmus durchführbar und sinnvoll seien. Moderator Tim Beiko stellte die Frage nun wieder zur Diskussion.

Die Core-Entwickler von Ethereum diskutierten in ihrem Live-Meeting am 12. April über die Erhöhung der Update-Frequenz auf drei Monate bei gleichzeitiger Verringerung des Umfangs der Softwareanpassungen. Obwohl es im Team gemischte Ansichten gab, beschäftigt das Thema die ETH-Developer schon länger.

Tim Beiko setzte sich bereits auf dem Dialogforum Ethereum Magicians am 15. März mit den Vor- und Nachteilen kleinerer und häufigerer Hard Forks auseinander. Im Team von Ethereum diskutieren die Entwickler die Frage bereits seit einigen Wochen. Aktuell finden die Netzwerkanpassungen alle sechs Monate statt.

Der Vorteil: Aktuelle und flexible Anpassungen

Häufigere Hard Forks bieten die Möglichkeit, Anpassungen schnell und flexibel durchzuführen. Das Team kann kurzfristig reagieren und Risiken sowie Änderungen im Protokoll isoliert bearbeiten. Die Deployment-Dauer für Updates, die mehrere Hard Forks benötigen, nimmt ebenfalls ab.

Dadurch, dass weniger EIPs (Ethereum Improvement Proposal), also Verbesserungsvorschläge, zu testen sind, verkürzen häufigere Updates langwierige Test- und Beobachtungsphasen.

Zweifel an Durchführbarkeit und Sicherheit

Ein Entwickler merkte im Meeting an, dass es ohne weitere Automatisierung schwierig werden kann, eine Hard Fork in so kurzer Zeit zu programmieren.

Zudem ist die Sicherheitsüberprüfung unter dem Zeitdruck möglicherweise nicht gewährleistet. Auch können Bugs in der Hard Fork unbemerkt in die nächste Hard Fork übergehen, weil den Nutzern und Programmierern nicht genug Zeit bleibt, diese aufzuspüren.

Unter einer Hard Fork versteht man ein irreversibles Update der Konsensregeln einer Blockchain. Die letzte Ethereum Hard Fork fand unter dem Namen Constantinople im Februar 2019 statt. Aufgrund einer kurzfristig entdeckten Sicherheitslücke erfolgte sie mit zweimonatiger Verspätung.

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Reddit AMA zu Ethereum 2.0: Unmut über hohe Staking-Barrieren
Reddit AMA zu Ethereum 2.0: Unmut über hohe Staking-Barrieren
Ethereum

Vitalik Buterin, Cral Beekhuizen und Justin Drake, ihres Zeichens Entwickler und Forscher zu Ethereum 2.0, stellen sich in einem so genannten AMA den Fragen der Community. Der ging es vor allem um ungeklärte Fragen technischer Art und natürlich um Verdienstmöglichkeiten mittels Coin Staking im Zuge von Proof of Stake.

Vitalik Buterin: Fremdgehen mit der BCH Blockchain
Vitalik Buterin: Fremdgehen mit der BCH Blockchain
Ethereum

Der Gründer von Ethereum, Vitalik Buterin, bezieht erneut Stellung in der Skalierungsdebatte. Er macht den Vorschlag, auf die Bitcoin Cash Blockchain auszuweichen. Vorteile dieser Lösung lägen besonders in der sofortigen Implementierbarkeit. Es wäre aber dennoch nur eine Übergangslösung bis zum Release von Ethereum 2.0.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

Angesagt

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

WEX: Ex-CEO von Bitcoin-Börse festgenommen
Szene

In dieser Akte stecken eine Menge Fragezeichen. Im Fall um Alexander Vinnik und btc-e.com ist nach über zwei Jahren zwar noch lange kein Ende in Sicht. Nun wurde außerdem der mutmaßliche Nachfolger Vinniks, Dmitry Vasiliev, in Italien gefasst. Unklar ist, ob er die Börse überhaupt übernommen hat. Die zuständigen Behörden halten sich (noch) bedeckt.

AS Rom bekommt eigenen Fan-Token
Altcoins

Die Fans des AS Rom bekommen einen eigenen Token. Hierfür ist der italienische Klub eine Kooperation mit der Blockchain-Plattform Socios eingegangen. Künftig können die Unterstützer des Klubs über die Sportplattform mit dem Verein interagieren und erhalten dabei für die Token ein exklusives Mitspracherecht an Klubentscheidungen. Mit der Marketing-Initiative will der Klub seine Unterstützer noch enger an sich binden.

To the moon – Diana will Mondoberfläche tokenisieren
Altcoins

Zum Jahrestag der ersten Mondlandung hat sich das südkoreanische Start-up Diana ein ehrgeiziges Ziel auf die Fahne geschrieben. Das Unternehmen will die Oberfläche des Mondes in einem digitalen Grundbuch erfassen und es Menschen so ermöglichen, ein Stück des Erdsatelliten zu besitzen. Am vergangenen Wochenende ist nun der Startschuss für das Projekt gefallen. Dieses steht jedoch von rechtlicher Warte auf wackeligen Füßen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: