Ethereum: ConsenSys will unrentable Projekte einstellen

Quelle: Shutterstock

Ethereum: ConsenSys will unrentable Projekte einstellen

Der Bärenmarkt fordert weitere Opfer. Mit ConsenSys muss sich nun auch eines der erfolgreichsten Blockchain-Start-ups einer Umstrukturierung unterziehen. Unrentablen Ethereum-Projekten droht nun die Auflösung. 

Eigentlich kann sich die Geschichte von ConsenSys durchaus sehen lassen. Alleine innerhalb der letzten 18 Monate hat sich die Zahl der Mitarbeiter von 150 auf über 1.100 vergrößert. Das Unternehmen um Ethereum-Mitbegründer Joseph Lubin hat in und nach dem phänomenalen Krypto-Jahr 2017 ordentlich hochskaliert. Womit man vermutlich nicht rechnete, war der dramatische Kursverfall, der im laufenden Jahr den meisten Kryptowährungen widerfahren ist.

Den Ether-Kurs hat der Bärenmarkt indes besonders schwer getroffen. Von seinem Allzeithoch bei knapp 1.400 US-Dollar setzte Ether zu einem Sinkflug an, der das ganze Jahr andauern sollte. Aktuell gleitet der Kurs knapp über der 100-US-Dollar-Marke. Das hat der ConsenSys-Gründer Lubin zu spüren bekommen. Schließlich gilt Lubin als einer der größten, wenn nicht sogar der größte Ethereum-Hodler.

In einem Rundbrief an alle ConsenSys-Projekte, der BREAKER vorliegt, verkündete Lubin vor Kurzem den Eintritt des Unternehmens in eine neue Phase. Angesichts der Marktlage und wachsender Konkurrenz im Bereich der Blockchain-Entwicklung, möchte ConsenSys nun ein strengeres Maß für die Förderung von Ethereum-Projekten anlegen.

„Wir werden in Bezug auf Meilensteine und Zeitpläne viel strenger werden“,

so Lubin gegenüber BREAKER.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Das bedeute auch, dass ConsenSys Projekte auflöst, die bei denen sich „frühere Annahmen als falsch erwiesen haben“. Mitarbeiter von gescheiterten Projekten sollen nach Möglichkeit bei anderen Projekten unterkommen. Allerdings schließt Lubin Entlassungen nicht aus. Welche der über 50 Projekte abgesägt werden, darüber hat Lubin noch keine Auskunft gegeben.

„Blockchain ist mehr als nur ein Markt“

Die Zeichen stehen jedoch gut für die ConsenSys-Flaggschiffe Metamask, Truffle und Infura. Diese führte Lubin am 1. Dezember als Belege dafür an, dass die umstrittene Marktkapitalisierung keinen geeigneten Indikator für die Entwickleraktivitäten innerhalb eines Blockchain-Ökosystems liefert. Jeweils über eine Million Metamask- und Truffle-Downloads sowie mittlerweile 51 Millionen Ethereum-Adressen seien Belege dafür, dass „Blockchain mehr ist als ein Markt. Es ist eine Bewegung.“ Mit diesen Worten leitete Lubin einen Tweetstorm ein, in dem er auf zahlreiche Ethereum-Projekte verweist, die bereits in der Realwelt zum Einsatz kommen.

Auch die blockchainbasierte Journalismus-Plattform CIVIL gehört zu den von ConsenSys geförderten Projekten. Lubin verzichtet jedoch darauf, es als beispielhaften Use Case anzuführen. Möglicherweise genügt CIVIL nicht den neuen Ansprüchen von „ConsenSys 2.0“, die neben dem technischen und gesellschaftlichen Mehrweit eines Projekts auch seiner Rentabilität größere Bedeutung beimessen. Gerade in letztem Punkt konnte CIVIL durch das Scheitern des ICO – trotz namhafter Kooperationspartner – nicht gerade glänzen.

Auch wenn Lubin in seinem Tweetstorm einen anderen Eindruck vermitteln möchte – das Ethereum-Ökosystem selbst ist nur bedingt repräsentativ für eine wachsende Aktivität der Blockchain-Entwickler. So führt derzeit Konkurrent EOS in Sachen Blockchain-Aktivität – mit immensem Abstand zum Rest des Feldes.

Die Daten von blocktivity.info zeigen außerdem die mangelnde Skalierbarkeit  von Ethereum und Bitcoin. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist die Ethereum-Blockchain zu 100 Prozent ausgelastet; über 100.000 Transaktionen warten noch auf ihre Bestätigung. Deshalb tut es Not, dass Lösungsansätze wie das Lightning Network bei Bitcoin und Sharding bzw. Plasma bzw. Casper mit erhöhtem Tempo verfolgt werden.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Altcoins

Benoît Cœuré, Mitglied der Geschäftsleitung der Europäischen Zentralbank (EZB), gab in einer Rede jüngst Einsichten, inwiefern Facebooks geplante Kryptowährung Libra die Banken- und Finanzwelt beeinflussen könnte. Darin kam auch zur Sprache, warum Bitcoin als Währung keine Chance habe.

IOTA: „Chronicle“ soll das Tangle durchsuchbar machen
IOTA: „Chronicle“ soll das Tangle durchsuchbar machen
Altcoins

IOTA hat einen neuen Baustein für sein Tangle-Netzwerk vorgestellt. „Chronicles“ soll es den Betreibern von Netzwerkknoten im Tangle ermöglichen, die Transaktionshistorie des Netzwerks mithilfe sogenannter „Permanodes“ über einen beliebig langen Zeitraum zu speichern.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
ICO

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) versucht Ordnung in die manchmal chaotische Krypto-Welt hineinzubringen. Manch einen mag dieser Regulierungseifer stören, doch oftmals erscheint er auch gerechtfertigt. So auch in diesem Fall.

Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Politik

Nach Venezuela, Russland und dem Iran will sich nun auch Nordkorea von US-Sanktionen freimachen. Über den blutigen Krieg und warum eine eigene Kryptowährung dabei helfen kann.

Kaffee transparenter produzieren mit Blockchain
Kaffee transparenter produzieren mit Blockchain
Blockchain

Das Blockchain-Start-up Farmer Connect stattet Kaffee-Produzenten und Händler mit der Blockchain-Technologie aus. Über den IBM Food Trust wird die Lieferkette von international produzierten Lebensmitteln in Zukunft nachvollziehbarer und kontrollierter. Dies ist insbesondere im Fall von Kaffee auch dringend nötig – denn der Kaffee-Weltmarkt ist höchst undurchsichtig. Mit dabei ist auch die Mutterfirma von Jacobs Kaffee und Senseo.

Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Altcoins

Benoît Cœuré, Mitglied der Geschäftsleitung der Europäischen Zentralbank (EZB), gab in einer Rede jüngst Einsichten, inwiefern Facebooks geplante Kryptowährung Libra die Banken- und Finanzwelt beeinflussen könnte. Darin kam auch zur Sprache, warum Bitcoin als Währung keine Chance habe.

Angesagt

Deutschland on Chain: Nationale Blockchain-Strategie veröffentlicht – Ein Überblick
Blockchain

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht ihre Blockchain-Strategie. Zeit, Stellung zu nehmen. Ein Kommentar von Dr. Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance.

IOTA: „Chronicle“ soll das Tangle durchsuchbar machen
Altcoins

IOTA hat einen neuen Baustein für sein Tangle-Netzwerk vorgestellt. „Chronicles“ soll es den Betreibern von Netzwerkknoten im Tangle ermöglichen, die Transaktionshistorie des Netzwerks mithilfe sogenannter „Permanodes“ über einen beliebig langen Zeitraum zu speichern.

LINE: Japanischer Messaging-Riese startet Bitcoin-Börse
Märkte

In Japan geht eine weitere Bitcoin-Börse an die Startlinie. Sie stammt dieses Mal vom Messaging-Anbieter LINE. Der Konzern integrierte die Börse in die eigene App. Sind derartige Geschäftsmodelle richtungsweisend?

Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW38 – Nur Bitcoin ist langweilig
Kursanalyse

Letzte Woche noch deklariert als „Die Ruhe vor dem Sturm?“, kommen die Altcoins nun richtig in Fahrt. Der „Verlierer“ der Woche heißt Bitcoin. Hier gibt es aber immerhin eine interessante Chartformation, die sich bald auflösen kann.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: