Estnische Zentralbank widerlegt Blockchain-Nutzung in Estland

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Flagge von Estland

Quelle: Guillaume Speurt (Estonian flag) via flickr.com (CC)

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Die estnische Zentralbank hat Behauptungen wiederlegt, dass das Bankensystem des Landes auf der Nutzung der Blockchain beruht um Informationen zu sichern.

Eine der eher eigenartigen Beobachtungen schließt Dokumente ein, die kürzlich von der ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) veröffentlicht und von der Deutschen Bank eingereicht wurden.


Der Brief war eine Antwort zu dem Aufruf der ESMA zum Thema digitale Währungen. Er enthielt die Behauptung, dass die Blockchain bereits weitestgehend in dem Finanzsektor des Landes genutzt wird. Die Behauptung wurde von der Deutschen Bank als Beispiel dafür angeführt, wie die Blockchain Technologie genutzt werden kann um komplexe Probleme auf den Weltfinanzmärkten zu lösen.

Nachdem Piret Putko, Repräsentant der estnischen Zentralbank “Eesti Pank“, um eine Stellungnahme gebeten wurde, erklärte er CoinDesk, dass es zwar Aktivitäten gäbe Produkte zu entwickeln die auf dieser Technologie basieren, jedoch gäbe es landesweit keine Bemühungen Banking- und Blockchain-Technologie weitgehend zu integrieren.

Putko erklärte:

“Ich denke wir können damit rechnen, dass die Blockchain demnächst in Estland eingesetzt wird, da eine unserer Banken dabei ist neue Produkte zu entwickeln die auf der Blockchain basieren. Aber natürlich gibt uns das nicht das Recht zu sagen, dass die estnische Banking Infrastruktur durch eine Blockchain gesichert ist.”

 

Er fügte außerdem hinzu, dass die Deutsche Bank möglicherweise ein bestehendes Kartensicherheitssystem mit dem Blockchain Konzept verwechselt hat.

Putkos Referenz bezieht sich auf laufende Projekte der LHV Bank, eines großen inländischen Kreditinstituts das bisher Experimente mit Bitcoin durchgeführt und Anfang des Jahres ein Wallet Produkt für die digitale Währung entwickelt hat.

Nachdem der Bankrepräsentant Priit Rum um Stellungnahme gebeten wurde, wiederholte er den Gedanken, dass diese beiden Systeme wohl verwechselt worden seien.

“Obwohl wir zum Beispiel bei der LHV Bank mit der Blockchain experimentiert haben, wird diese Infrastruktur hier in Estland (noch) nicht wirklich verbreitet genutzt”, sagte er.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk.com
Image Source: Guillaume Speurt (Estonian flag) via flickr.com (CC)

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