Erstes Resümee zum Grazer Blockchain-Kunstprojekt Play4Privacy

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Quelle: cloud.lab10.io

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Wie wir bereits im September berichtet hatten, hat das Kunstprojekt Play4Privacy, die Blockchain-Technologie in den öffentlichen Raum gebracht. Nun steht fest, dass bei der Aktion über 10.000 Euro in Kryptowährung eingesammelt werden konnten, die der Datenschutzorganisation von Max Schrems und epicenter.works zugute kommen. Weitere Spenden sind bis zum 15. November 2017 möglich.
Die Blockchain als Spiel verstehen

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die Blockchain als Spiel verstehen

Vom 27. September bis zum 27. Oktober verwandelte das P4P-Projektteam des Grazer Blockchain-Inkubators lab10 collective e.G. die beleuchtete Fassade des Kunsthaus Graz in ein interaktives Spielbrett.

Hunderte Interessierte aus der ganzen Welt spielten jeden Abend in zwei Teams über das Internet das Strategiespiel Go. Alle Spielzüge wurden im öffentlichen Raum sowie im Live-Stream transparent dargestellt und waren somit für die Allgemeinheit direkt nachvollziehbar. Durch dieses Kunstprojekt konnte die Grazer Genossenschaft einer breiten Öffentlichkeit die Funktionsweise der Blockchain und das damit verbundene Konzept der „transparenten Anonymität“ spielerisch näherbringen.

Denn jedes Spiel kann man sich als Aneinanderreihung von Entscheidungen vorstellen, die – einmal gesetzt – nicht mehr umkehrbar sind. Genauso ist es auch in der Blockchain. Sobald die Entscheidung getroffen ist („Konsensus“), wird sie endgültig als neuer Block in die Blockchain eingefügt und kann nie wieder verändert werden („Endgültigkeit“). So wurde für jeden, egal ob Spieler oder Zuseher, erlebbar, wie die Blockchain funktioniert – nämlich als anonymes, verteiltes Netzwerk mit einer öffentlichen Datenbank, die keiner zentralen Kontrolle unterliegt und trotzdem gegen Manipulationen abgesichert ist.

Kryptowährung für einen guten Zweck


Alle, die mithalfen, den nächsten Spielzug mitzuentscheiden, erhielten dafür als Belohnung je einen so genannten PLAY-Token der gleichnamigen Kryptowährung. In Summe wurden etwa eine halbe Million dieser ERC-20 Tokens auf der Ethereum-Blockchain erzeugt und an alle Spieler verteilt. Zusätzlich wurde für jeden Spielzug ein weiterer Token geschürft.

Dieser Pool wird nun an alle jene Unterstützer verteilt, die noch bis zum 15. November 2017 Kryptowährung für die Privacy-Organisationen epicenter.works sowie an die neue NGO von Max Schrems spenden. So konnten in den ersten 48 Stunden bereits über 38 Ether oder umgerechnet mehr als 10.000 Euro eingesammelt werden.

So heißt es von Max Schrems:

„Privatsphäre ist ein Grundrecht. Europa hat starke Datenschutzgesetze, aber es hakt oft an der Rechtsdurchsetzung. Unser neues Projekt will diese Lücke schließen und die Methoden strategischer Klagsführung zum Wohl der Privatsphäre der Menschen anwenden.“

Auf privacy.lab10.coop kann man noch bis zum 15. November ein Zeichen für Privatsphäre im Internet setzen. Es lohnt sich, denn mit einer Spende bekommt man Token der Kryptowährung „Play“.

BTC-ECHO


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