EOS straight to the moon! Woher kommt der Kursanstieg?

EOS straight to the moon! Woher kommt der Kursanstieg?

Seit dem 11. April konnte der EOS-Kurs stark zulegen. Mit einer bis jetzt anhaltenden Rally konnte der Kurs um 53 % steigen und dabei Litecoin bezüglich Marktkapital überholen. Was können hierfür die Gründe sein?

EOS-Halter haben seit dem gestrigen Abend allen Grund zur Freude: Innerhalb von zwei Tagen eine Steigerung von bisher maximal 53 % ist selbst im Kryptomarkt etwas Besonderes. In diesem Rush konnte das Marktkapital von der mit „decentralize everything“ werbenden Kryptowährung über das von Litecoin steigen und kann damit das fünftgrößte Marktkapital für sich beanspruchen.

EOS hat zum Ziel, eine Plattform zur Entwicklung von dezentralen Anwendungen oder dApps und so eine Art dezentrales Betriebssystem zu werden. Entsprechend war das Interesse schon im letzten Jahr sehr hoch. Aber was führte zu diesem dramatischen Anstieg? Es lässt sich kein einziges Ereignis finden, welches am 10. April zu diesem Anstieg führte.

Auffällig ist, dass der Pump primär durch koreanische Exchanges zustande kommt: Das Wertepaar EOS/KRW macht in den letzten 24 Stunden 40 % des gesamten Handelsvolumens von EOS aus. Das Wertepaar EOS/KRW macht dagegen 32 % aus, während Tauschgeschäfte gegen Bitcoin weit auf dem dritten Platz liegen. Man sieht also, dass der Preisanstieg sehr stark durch Neuinvestments in das Krypto-Ökosystem und nicht durch ein Verschieben von Bitcoin zu EOS geprägt ist. Was ist jedoch der Grund für den Preisanstieg?

EOS-Anstieg – Kein Einzelereignis, aber viele mögliche Gründe

Am 6. April wurde Dawn 3.0, ein wichtiger Schritt Richtung Main Net, veröffentlicht. Dieses soll im Juni kommen. Mit Features wie einer Inter-Blockchain-Kommunikation und komprimierten Transaktionen hat dieses System viel unter der Haube. Die Möglichkeiten können viele Investoren für EOS begeistern motivieren. Problem an dieser These ist, dass keine zeitliche Korrelation ersichtlich ist. Ebenso wurde kein Übermaß an begeisterten Artikeln zu Dawn 3.0 in den letzten Tagen veröffentlicht.

Jüngst hat Upcoin neben Tron auch EOS gelistet. Sicherlich sind derartige Listings oft Grund genug für einem entsprechenden Pump. Eine derartige Entwicklung ist bei Tron jedoch nicht zu beobachten.

Am 15. April ist ein Airdrop von eosDAC geplant. Airdrops sind für viele ein Synonym für free money und entsprechend beliebt. Im Fall von eosDAC werden nur jene begünstigt, die zum Zeitpunkt des Airdrops 100 EOS-Token halten. Verschiedene Exchanges wie OKEx, Bithumb und Upbit haben schon angekündigt, dass sie EOS-Token-Holdern den Airdrop auszahlen werden. Der Airdrop könnte eine Anregung für Investoren sein, einen Stake von 100 EOS aufzubauen.

Schließlich haben ONO, ein blockchain-basiertes soziales Netzwerk aus China und der Bitcoin Mining Pool Antpool angekündigt, dass sie Block Producer werden wollen. Block Producer sind Nodes, die am Delegated Proof of Stake beteiligt sind, dem Konsenssystem von EOS. Von diesen Nodes wird es 21 geben, die die Blocks generieren. Es handelt sich also um recht zentralisierte Rollen in diesem Ökosystem, die für ihre Arbeit auch einen Reward erhalten. Vitalik Buterin hat das Block Producer System scharf kritisiert. Ob man diese Kritik teilt, sei dahin gestellt. So oder so ist jedoch die Position als Block Producer allein schon wegen der Rewards sehr wünschenswert. Entsprechend vermuten manche in der Szene, dass Antpool und andere viel Geld investiert haben.

Gerade der Airdrop scheint ein wahrscheinlicher Grund für den Anstieg, passt der Pump zeitlich gut zu den Announcements hinsichtlich einer Airdrop-Unterstützung auf den Exchanges, auf denen Trader EOS am meisten handeln. Sollte das zutreffen, wäre eine Korrektur nach dem 15. April zu erwarten. Diese muss nicht wieder zum Ursprungswert zurückfallen, steht doch mit dem Main Net das nächste große Event vor der Tür.

BTC-ECHO

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW38 – Endlich Kursanstiege bei XRP und Ethereum

Während sich erneut die vorgestellte bullishe Variante beim Ethereum-Kurs und Ripple-Kurs durchgesetzt hat, stagniert der Bitcoin-Kurs nach wie vor.  Bitcoin (BTC/USD) Der Bitcoin-Kurs hat in der vergangenen Woche den kleinen Abverkauf, Startschuss 5. September 2018, verdaut. Die 6.000-US-Dollar-Marke hält derzeit noch. Der Anstieg auf die 6.600 US-Dollar war nur ein Rücklauf in dem kurzfristigen Abverkauf. […]

Steigt der Bitcoin-Kurs jetzt aus dem Bärenmarkt? Die NVT-Ratio rät zum Abwarten

Gemäß Michael Novogratz und anderen sei der Boden des Bärenmarkts erreicht und die Zeit reif für einen Bullenmarkt. Doch gibt das der Bitcoin-Kurs aktuell her? Die NVT-Ratio kann helfen, das Ende eines Bärenmarktes abzuschätzen.  Die Stimmen zum Bitcoin-Kurs schwenken mal wieder um: Angeheizt von den Sorgen um eine neue Wirtschaftskrise haben sich einige für Bitcoin ausgesprochen, […]

Erster DLT- und Blockchain-Professor an der Uni Basel

Distributed-Ledger-Technologie mit dezentralen Transaktionssystemen kann die Finanzwelt grundlegend verändern. Um die Forschung auf diesem Gebiet entsprechend zu verstärken, hat das Rektorat der Universität Basel den Ökonomen Fabian Schär zum Assistenzprofessor ernannt. Dabei wird diese Stiftungsprofessur von der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG finanziert. Mit Fabian Schär bekommt die Universität Basel ihren ersten „Stiftungsprofessor für […]

Bitcoin: BTC-Hodler trotzen der Bärenstimmung

Mehr als 55 Prozent der Bitcoin liegen aktuell in Wallets, in denen mehr als 200 BTC gehalten werden. Ein Drittel der Bitcoins in diesen „Investoren-Wallets“ haben noch keine einzige ausgehende Transaktionen verbucht. Die große Zahl an unbewegten Coins lässt auf Hardcore-Hodler schließen – oder auf verlorene Private Keys. Die Mehrzahl der Bitcoin liegt auf den […]