EOS: Sicherheitslücken stellen Mainnet-Launch in Frage

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: A penetrated security lock with a hole on computer circuit board background via shutterstock

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Die chinesische Sicherheitsfirma 360 hat offenbar eine Reihe von Sicherheitslücken in der EOS-Infrastruktur gefunden. In Verbindung mit der kürzlich ausgesprochenen Warnung vor Phishing-Mails sind das keine optimalen Voraussetzungen für den Launch des Mainnets.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Wie es aussieht, ist die EOS-Plattform momentan (noch) nicht ganz dicht. Das verkündete zumindest die chinesische Sicherheitsfirma 360. Auf Weibo, dem chinesischen Twitter-Äquivalent, war von „Sicherheitslücken epischen Ausmaßes“ die Rede. Diese können laut Weibo-Post dazu führen, dass man arbiträren Code auf den EOS-Nodes ausführen kann. Solche Angriffe können letztlich dazu führen, dass Angreifer alle Nodes auf EOS übernehmen könnten.

Das hätte letztlich schwerwiegende Folgen: Nicht nur Daten und Privatsphäre-Einstellungen, sondern auch die Token selbst könnten mit einem solchen Angriff entwendet werden. Der Sicherheitsfirma 360 zufolge habe ein Verantwortlicher des EOS-Netzwerkes angegeben, dass das Mainnet solange unter Verschluss bleibe, bis die Sicherheitslücken behoben worden seien.

Zweite Sicherheitslücke in kurzer Zeit

Über Sicherheitsbedenken bei EOS berichteten wir erst kürzlich. So warnte Block.one vor möglichen Phishing-Angriffen per E-Mail. Das EOS-Team hatte in der Zwischenzeit den Support eingestellt, da man vermutet hatte, dass die Angreifer über die Zendesk-Plattform Zugriff auf den E-Mail-Verteiler von EOS bekommen hatte.


Zu den aktuellen Sicherheitsbedenken gibt es zur Zeit der Veröffentlichung kein offizielles Statement. Die Sicherheitsbedenken wurden vom EOS-Team bisher also weder bestätigt noch dementiert. Die Auswirkungen auf den Launch des Mainnet bleibt damit vorerst abzuwarten.

Das EOS-Netzwerk steht für eine vertikale und horizontale Skalierung von dezentralen Anwendungen. Für die internen Abwicklungen arbeitet das Netzwerk hier mit einem ERC-20-Token auf der Ethereum-Blockchain. Der EOS-Kurs liegt derzeit bei 10,24 Euro pro Token. Damit verzeichnet der Kurs zum gestrigen Tag einen Verlust von 2,09 Prozent. Außerdem muss er einen wöchentlichen Verlust von knapp vier Prozent verkraften, bei einem monatlichen Kursverlust von knapp 41 Prozent. Das Allzeithoch des Kurses lag am 29. April bei 19,55 Euro.

BTC-ECHO


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