„Entwicklung mit Hochdruck“ – Volkswagen bekräftigt Blockchain-Engagement

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

Quelle: shutterstock

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Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen bekräftigt sein Engagement im Kryptobereich und bekennt sich zur Blockchain. Man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, die Technologie für Kunden erlebbar zu machen, heißt es im jüngsten Blog-Post des Konzerns. Aktuell stecke der Konzern in der Entwicklung dreier konkreter Anwendungsmöglichkeiten von Distributed-Ledger-Technologien.

Die Potentiale der Blockchain liegen weit über den Möglichkeiten von Kryptowährungen. Nun will man diese nutzen und „die Blockchain auf die Straße bringen“.  Dies ist die Botschaft, die der deutsche Automobilriese Volkswagen (VW) kürzlich auf seiner Website verkündet.


Im Juni hatten die Wolfsburger bereits auf der CEBIT erste Schritte im Kryptobereich präsentiert und ein Pilotprojekt mit dem Berliner Unternehmen IOTA vorgestellt. Dieses soll die Übertragung von PKW-Software auf sichere Füße stellen.

Nun bekräftigt VW sein Engagement im Blockchain-Bereich. Auf der Website des Konzerns heißt es, man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, die Technologien „für Kunden erlebbar zu machen“.

Entsprechend fände man von der PKW-Wartung, der Konzernlogistik und bis hin zu spezialisierten Problemlösungen immer mehr Nutzungspotentiale der Blockchain. Abteilungsübergreifend wären mehr als 300 Mitarbeiter mit neuen Anwendungsmöglichkeiten beschäftigt.

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Besonders aber beim Thema autonomes Fahren halte man die Blockchain weiterhin für „chancenreich“, so Nicolai Bartkowiak aus der IT-Abteilung des Konzerns.

„[Die Blockchain] kann das Auto besser als andere Technologien vor Hackern schützen oder dabei helfen, dass es selbstständig beim Tanken oder in der Waschanlage bezahlen kann“,

erklärt der Entwickler. Dabei gelangen den Wolfsburgern bislang die größten Fortschritte. Aus diesem Grund hatte VW im Juni gemeinsam mit Bosch, Nvidia und anderen Partner im Tech-Bereich die Allianz für Autonome Fahrzeuge gegründet. Ihr Ziel ist es, künftig das Geschäft mit den selbstfahrenden Autos zu bestimmen.

VW: Wollen „Blockchain auf die Straße bringen“

Nun wollen die Wolfsburger ihre Initiative im Kryptosektor erweitern. Insbesondere für neue Geschäftsbereiche biete die Blockchain-Technologie „enormes Potential“. Daher erprobe die Volkswagen AG gemeinsam mit seinen Tochterfirmen mögliche Technologieanwendungen in drei konkreten Fällen.

So entwickle man derzeit einen automatisierten Kilometerzähler, der gefahrene Kilometer auf einer Blockchain sichere und so Manipulationen erschwere. Ein solches Blockchain-Tachometer könne vor allem den Gebrauchtwagenmarkt transparenter machen, heißt es.

Weiterhin arbeite Konzernsparte Porsche, wie BTC-ECHO bereits im Februar berichtete, derweil an einem blockchainbasierten virtuellen Verschlüsselungssystem für Fahrzeuge. Dies soll nicht nur vor Hackern schützen, sondern auch unabhängig vom traditionellen Schlüssel machen.

Zuletzt erprobe die Konzerntochter Volkswagen Financial Services in Großbritannien eine Blockchain-Lösung für Ladesäulen. So könnten Tankstellen leichter mit Elektroautobesitzern ins Geschäft zu kommen.

Darüber hinaus seien die Wolfsburger offen, weitere Kooperationen einzugehen und dabei unterschiedliche Plattformen zu nutzen – unabhängig aus welchem Hause die Technologie stamme, schließt der Blog-Post ab.

IOTA und die deutsche Wirtschaft

Neben der Partnerschaft mit VW ist es dem Berliner Start-up IOTA mit Blick auf das vergangene Jahr gelungen, einen gewaltigen Fuß in den Tore deutscher Konzerne zu bekommen. Daher will neben Elektrohersteller Bosch auch VW-Tochter Audi auf die Technologie der Berliner setzen und mögliche Anwendungsfelder erproben.

Vonseiten IOTAs gibt man sich optimistisch. Bis Ende 2018 hoffe man nun, erste Strategien für eine Markteinführung der Tangle-Systeme präsentieren zu können.

BTC-ECHO


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