Dublin: US-Stadt plant blockchainbasiertes Identitätssystem samt Belohnungsfunktion

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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In Hightech-Zeiten ist es nur folgerichtig, wenn auch die eigene Identität auf digitalem Wege nachgewiesen werden kann. Wie in allen Fällen, bei denen es um Datensicherheit geht, bietet es sich hier an, auf die Blockchain zurückzugreifen. Auch die US-Stadt Dublin hat einen derartigen Weg eingeschlagen. Neben dem unbedenklichen Identitätssystem versucht sich die Stadt jedoch auch an einem beunruhigenden Belohnungsmechanismus.

Die Kleinstadt Dublin im US-Bundesstaat Ohio arbeitet an einem blockchainbasierten System für digitale Identitäten. Die neue Lösung soll den Bürgern die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben und gleichzeitig administrative Aufgaben erleichtern. Darüber hinaus plant die 40.000 Einwohner zählende Stadt jedoch auch ein Punktesystem für ein den „Gemeinschaftswerten“ entsprechendes Verhalten. Ein genauer Starttermin für die Identitätslösung ist noch nicht bekannt, allerdings soll bald schon eine Beta-Phase starten.


Doug McCollough, der Chief Information Officer der Stadt, sprach mit der Newsseite Columbusunderground über die Gründe für das technologische Update:

Die Prozesse, mit denen eine Stadt misst, was ihre Bewohner wollen, könnten eine Verbesserung vertragen. Diese Mechanismen sind nicht immer eine genaue Darstellung der Mehrheitsmeinung. Eine sichere, anonyme und verantwortliche Umfragefunktion wird es uns ermöglichen, bis auf die Nachbarschaftsebene Feedback zu Themen zu erhalten, an denen wir interessiert sein könnten, wie z. B. eine Richtlinie oder Entscheidung oder ein Design, das wir in Betracht ziehen.

Privatsphäre soll gewährleistet sein

Neben der von McCollough beschriebenen Umfragefunktion bietet das geplante System noch eine Reihe weiterer Funktionen, die den Kontakt zwischen Bürgern und Behörden erleichtern sollen. So sollen die Bürger Dublins das System auch für Wahlen oder Beschwerdemeldungen nutzen können. Zudem können auch Anträge über das System ausgefüllt werden, der lästige Behördengang bliebe somit erspart.

Das von einem regionalen IT-Unternehmen aus der Region entwickelte System soll die Privatsphäre der Bürger berücksichtigen. Jeder Dubliner bekommt einen anonymen Schlüssel zugeteilt, auch die Entscheidung darüber, welche Daten er preisgeben will, liegt gänzlich bei ihm. Um die Authentizität von Umfrage- oder Abstimmungsdaten zu gewährleisten, sollen alle Informationen zudem noch auf einer separaten Blockchain gespeichert werden, auf die Dublins Stadtverwaltung keinen Zugriff hat.

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Punktesystem in Dublin mit „Geschmäckle“

Das ebenfalls angekündigte Punktesystem scheint derartigen Versprechen von Privatsphäre jedoch entgegenzustehen. Denn Dublin plant, ein umweltbewusstes oder sonst wie engagiertes Handeln seiner Bürger durch einen Punktemechanismus zu entlohnen. Diese „Dublin Points“ könnten dann etwa für Stadt-Merchandise eingelöst werden. McCollough könnte sich außerdem vorstellen, dass lokale Unternehmen sich etwa durch Rabattaktionen am Punktesystem beteiligen. Dies alles mag zunächst nach einem harmlosen Mechanismus klingen, um Anreize für sozialverträgliches Verhalten zu schaffen. Die Dublin Points könnten sich allerdings durchaus auch als problematisches Kontrollinstrument entpuppen. Es empfiehlt sich daher, derartige Entwicklungen genau im Auge zu behalten.

Blockchainbasierte Identitätslösungen auf dem Vormarsch

Indessen schreitet die Entwicklung von blockchainbasierten digitalen Identitäten auch andernorts voran. So arbeitet die spanische Provinz Katalonien mit IdentiCat ebenfalls an einer Identitätslösung auf Basis der Blockchain. Ähnlich wie in Dublin steht auch hierbei ein Ermächtigungsgedanke im Vordergrund. Die Bürger sollen mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten und mithilfe des Systems auch digitale Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Die Katalonier wollen IdentiCat bereits im Jahr 2020 einführen. Darüber hinaus arbeitet etwa auch Swisscom Blockchain und NEO in der Schweiz an einer dezentralisierten Ausweislösung. Diese soll den Namen Seraph-ID tragen, die Blockchain bildet auch hier das Fundament.


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