Diverse Fake-Webseiten bieten Telegram Coins an

Diverse Fake-Webseiten bieten Telegram Coins an

Am erfolgreichen ICO der Gebrüder Pavel und Nikolai Durov von Telegram versuchen derzeit die Betreiber von einigen Fake-Webseiten teilzuhaben. Bislang ist es nur gelungen, die Betrugsseite eines einzigen Anbieters vom Netz zu nehmen. Die restlichen Seiten sind noch online und sehen alle täuschend echt aus.



Die Gebrüder Durov sind für ihre Internet-Projekte bekannt. Sie haben im Jahr 2006 das russische Pendant zu Facebook vk.com gegründet. Später verkauften sie dieses soziale Netzwerk an die Unternehmensgruppe von Mail.ru. Die Popularität des Messengers und der erfolgreiche ICO von Telegram animierte diverse Betrüger, ihrerseits nachgemachte Betrugsseiten aufzubauen. Diese geben vor, die zweite und somit öffentliche Finanzierungsrunde bis zum Ende dieses Wochenendes durchzuführen.

Die Cyberkriminellen haben ihren Scam gut vertuscht. Die Seiten haben zumeist seriös aussehende Domain-Einträge mit Registraren in Russland. Neben Profilfotos der Mitarbeiter von Telegram, die angeblich auch an diesem neuen Projekt mitarbeiten sollen, wurde sogar das White Paper von Pavel Durov geklaut, um es allen Interessenten als Download anzubieten. Auch das echte YouTube-Video mit der Ankündigung des Initial Coin Offerings wurde vielfach eingebunden.

Telegram gab zweite Finanzierungsrunde nicht bekannt

Die zweite Finanzierungsrunde wurde noch nicht von Telegram bekannt gegeben. Finger weg von den „Angeboten“ von tonico.info, gram-token.com, toncoin.tech, gram-token.org, gram.vc, ico-gram.net, gramm.tel, mailingserver2.com, telegram.tokyo. Dies betrifft auch das mittlerweile geschlossene Portal der angeblichen Telegram Foundation, die in Wahrheit nie gegründet wurde.

Ob die Betreiber des Messaging-Dienstes juristisch gegen die Betrüger vorgehen wollen, ist nicht bekannt. In der Videobeschreibung warnt man vor Nachahmern. Zudem wird darauf hingewiesen, dass man sehr vorsichtig bei allen Informationen sein soll, die nicht von der offiziellen Website stammen.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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