Digital Asset Holdings: Neue Blockchain-Anwendungen für Börsen?

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Stock Market Data

Quelle: © James Thew - Fotolia.com

Teilen
BTC19,671.48 $ 8.45%

Ein Bericht über die Suche des Digital Asset Holdings und des Australian Security Exchanges nach Blockchain-basierten Lösungen.

Seit vier Monaten hat Digital Asset Holdings, ein New Yorker Softwareunternehmen mit Fokus auf Distributed Ledger Technology, Informationen auf dem Australian Security Exchange (ASX) gesammelt. Ziel ist die Implementierung der dort benötigten Prozesse unter Nutzung der Blockchain-Technologie.


Inzwischen zeigt sich, dass natürlich alles komplizierter als gedacht ist und dass Stakeholder einen gewissen Unmut verspüren. Man ist jedoch davon überzeugt, dass diese Schwierigkeiten zum Lernprozess gehören.

Das “Stakeholder Engagement Program” wurde im August mit einem Ziel gestartet: Man wollte von den unterschiedlichen Nutzern der australischen Wertpapierbörse hören, was es für einen Blockchain-basierten Ersatz des aktuellen Cash Equity Market braucht. Ziel ist nicht nur ein Ersatz für das bestehende System, sondern eine Verbesserung, die alle Stakeholder, sowohl die direkt am Markt agierenden als auch die indirekt Beteiligten, berücksichtigt.

Der CEO von Digital Asset Holdings, Blythe Masters sagte dazu:

“Das Stakeholder Engagement ist noch nicht abgeschlossen. Eines der wichtigsten Ziele der geplanten DLT-Plattform ist, die Betriebskosten zu reduzieren und die Nutzererfahrungen zu verbessern.”

DLT – Fortschritte mit Hindernissen

Auch wenn seitens der Industrie verstanden wird, dass Smart Contracs auf einem Distributed Ledger zu effizienteren Prozessen führen kann, scheinen viele ASX Stakeholder ihre Sorgen bezüglich der Realisierbarkeit geäußert.

Das stimmt bedenklich, handelt es sich doch bei dem Australian Securities Exchange um einen der profitabelsten Exchanges weltweit. Vor kurzem hat Accenture einen Bericht veröffenticht, der aufzeigte, dass die Blockchain den Banken zu einer Ersparnis von 12 Milliarden Dollar verhelfen kann. Der Australian Security Exchange macht jedoch schon jetzt mehr Profit als vierzehn andere Exchanges, mit denen ein Vergleich durchgeführt wurde.

“Unter den Stakeholdern machen sich viele Sorgen, dass Dominic Stevens, der CEO des Australian Securities Exchange, zum Erhalt der bisherigen Margen bei den Technologieinvestments schludern würde.”

Der Australian Security Exchange hat im letzten Geschäftsjahr 38.5 Millionen Dollar für Technologieentwicklung ausgegeben. Zumindest ein Teil davon ist in Digital Asset Holdings geflossen.

Die nächsten Schritte

Trotz der kritischen Wirte sollen die Mühen, eine Blockchain-basierte Lösung für einen Cash Equities Exchange zu implementieren, nur der erste Schritt sein.

Im Rahmen verschiedener Workshops hat der Australian Securities Exchange eine Reihe Workshops veranstaltet, in denen interessierte Stakeholder lernen sollten, wie man Smart Contracts in der von Digital Asset Holdings entwickelten Skriptsprache Digital Asset Modeling Language oder kurz DAML entwickeln kann.

Neben dem Stakeholder Engagement Program hat das so genannte Code of Practice Business Comittee vom Australian Securities Exchange ein weiteres Komitee gebildet, dass darauf fokussieren will, eine Messaging-Plattform für Banken zu entwickeln, die auf Swifts ISO 20022 messaging Standard aufbaut. Swift selbst experimentiert mit Möglichkeiten einer Blockchain-basierten Implementation ihres Standards.

Im August wurde seitens des Australian Security Exchange ein Prototyp fertiggestellt, der Zahlungen auf der Basis der Distributed Ledger Technologie verwalten soll. Ob dieser Prototyp in die Marktreife überführt wird oder nicht soll bis Ende des Jahres entschieden werden.

“Seitens der Stakeholder gibt es eine Menge an Interesse und Engagement. Wir müssen nur zuhören und auf die Anforderungen des Marktes hören”, wie ein Vertreter des Exchanges optimistisch verlautbaren ließ.

Was bringt die Zukunft?

Wie man sieht, gibt es trotz aller geäußerten Bedenken sehr proaktives Engagement seitens der Stakeholder. Der Australian Securities Exchanges möchte das in einem Halbjahresbericht darstellen, in dem der Fortschritt, den man gemeinsam mit Digital Assets Holdings bezüglich der Implementation verschiedener Prozesse mithilfe von Blockchain-basierten Technologien erreicht hat, aufgezeigt wird. Am 17. Februar soll dieser Bericht verfügbar sein.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Michael del Castillo via CoinDesk

Anzeige

Bitcoin, Aktien, Gold und ETFs in einer App handeln!

Zuverlässig, Einfach, Innovativ - Deutschlands beliebteste Finanzinstrumente einfach und sicher handeln.

Die Vorteile:
☑ Kostenloses 40.0000 EUR Demokonto
☑ Registrierung in nur wenigen Minuten
☑ PayPal Ein-/Auszahlung möglich
☑ 24/7 verfügbar + mobiler Handel

Zum Anbieter

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter [Anzeige].


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Das Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 50 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert: Inkl. gratis Prämie im Abo

Gratis Ledger Nano S, 30€ Amazon Gutschein oder 24 Karat vergoldete Bitcoin Münze

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter