Vorbereitung einer Bitcoin Hard-Fork

Quelle: © Gudellaphoto - Fotolia.com

Vorbereitung einer Bitcoin Hard-Fork

Die Durchführung einer Hard-Fork im Bitcoin-Netzwerk wäre denkbar möglich und auch die Core Entwickler machen sich bereits jetzt ihre Gedanken drüber.

Auch wenn eine Hard-Fork derzeit nicht unmittelbar bevorsteht, so untersuchen die Bitcoin-Core Entwickler, wie ein solches Szenario aussehen könnte.

Der proaktive Schritt seitens der Entwickler zeigt, wie verantwortungsbewusst sich das anfänglich nur aus freiwilligen Entwicklern bestehende Team gegenüber seinen Sponsoren und Interessenvertretern zeigt.

Bitcoin  ist die heute wohl bekannteste digitale Währung. Ins Leben gerufen durch einen unbekannten „Entwickler“, der unter dem Namen Satoshi Nakamoto bekannt ist, glauben heute viele Menschen daran, dass Bitcoin das bisherige Verhalten und viele Gewohnheiten unserer heutigen Gesellschaft grundlegend verändern kann.


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Das Bitcoin-Core Entwicklerteam ist sich ihrere Verantwortung eines solchen Projektes bewusst und geht daher auch mit großer Vorsicht und viel Respekt an die Sache heran.

Damit nähern sich die Core Entwickler zu ersten Mal wieder dem Gedanken einer Hard-Fork. Zuvor hat dieser Gedanke innerhalb der Blocksize-Debatte für große Aufregung gesorgt. Nicht zuletzt weil ein solches Unterfangen das Netzwerk spalten würde und große Risiken in sich birgt.

Bitcoin-Core Langzeitentwickler Matt Corallo sagte in einem Intervie mit CoinDesk:

„Bisher hat es noch niemand geschafft erfolgreich eine Hard-Fork durchzusetzten. Eine gewisse Anzahl Bitcoin-Core Entwickler ist der Meinung wir zumindest für eine mögliche Hard-Fork vorbereitet sein sollten.“

Wie wichtig die Vorbereitungen sind haben wir am jüngsten Beispiel der Ethereum Blockchain hautnah miterleben dürfen. Hier ging die Durchführung einer Hard-Fork leider gehörig schief.

Nachdem eines der größten Ethereum Projekte Opfer eines gigantischen Diebstahls wurde, griffen die Entwickler zur Rettung der gestohlenen Ether Bestände tausender Investoren zur Hard-Fork. Dies war die einzigste Möglichkeit den DAO Diebstahl “rückgängig” zu machen und das Netzwerk zu spalten.

Mit der Hard-Fork waren allen Miner, Händler und Nutzer dazu angehalten ihre Nodes zu aktualisieren. Diejenigen die ein Update durchgeführt haben, waren fortan Nutzer dern neuen Blockchain. All diejenigen die sich gegen das Update entschieden haben, blieben fortan auf der alten Blockchain.

Übrig blieben zwei Ethereum Blockchains: Ethereum Classc und Ethereum. Beide Blockchains beanspruchen bis heute den Titel des „Original“ für sich.

Die Skalierung von Bitcoin

Das Thema der Bitcoin-Skalierung hat in der Vergangenheit für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Dabei war die Durchsetzung einer Hard-Fork im Bitcoin Protokoll nicht der einzig im Raum stehende Lösungsweg.

Sogenannte Soft Forks sind anders als Hard Forks rückwärts kompatibel und sie korrigieren sich selbst. Hier muss nur ein kleiner Teil der Miner eine Aktualisierung durchführen. Alte Nodes sehen die neuen Nodes dann ebenfalls als valide und erkennen ihre Gültigkeit im Netzwerk an. Aber auch zu diesem Thema gibt es viele unterschiedliche Meinungen.

Eine der wohl bekanntesten Soft Fork Methoden ist Segregated Wittness – eine ursprünglich zur Vorbeugung von Transaktionsverfälschungen entwickelte Lösung.

Seit der ersten Bekanntgabe von SegWit im Dezember letzten Jahres ist die Blocksize-Debatte ein wenig abgeflaut. Nicht zuletzt auch, weil man in der Weiterentwicklung des Netzwerks bereits große Fortschritte vorweisen konnte.

“Vor sechs Monaten befand sich das Netz noch in einer Rohfassung und das Netzwerk war sehr langsam. Wir haben fast überall Verbesserungen durchgeführt und das macht für viele Leute einen großen Unterschied zu damals,” so Corallo.

Eine Hard-Fork ist derzeit nicht nötig um der Skalierung Herr zu werden. Die Bitcoin Core Entwickler haben es geschafft das Netzwerk durch das Fast Internet Bitcoin Relay Network (FIBRE) und der Limitierung der Mempool Größe zu optimieren.

 

Dennoch gibt es noch viele Stimmen die eine harte Skalierung als einzigen Lösungsweg für das langfristige Wachstum des Bitcoin-Ökosystems sehen. Updates und Verbesserungen löschen hier vielleicht nur das im Kern noch weiter brodelnde Feuer.

Peter Todd vom Bitcoin Core Team sieht derzeit keinen Grund eine Hard Fork durchzusetzen – in ein paar Jahren so sagt er, könnte er es sich aber dennoch vorstellen. Deshalb wird auch hier bereits jetzt im Stillen an einer Lösung gearbeitet.

Peter Todd:

“Du brauchst einen verdammt guten Grund um eine Hard Fork in der Bitcoin Blockchain durchzusetzen; derzeit sehen wir dazu noch keine Veranlassung.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Bailey Reutzel via CoinDesk

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Kurs im Golden Cross: So stehen die Chancen für eine neue Rallye
Bitcoin-Kurs im Golden Cross: So stehen die Chancen für eine neue Rallye
Bitcoin

Bitcoin-Bullen frohlocken angesichts dieser Konstellation: Das Golden Cross hat dem Bitcoin-Kurs in 60 Prozent der Fälle eine Rallye beschert. Dennoch gibt es noch keinen Grund, den Lambo-Lieferservice anzurufen. Ein Blick auf das Kreuz mit dem Golden Cross.

Neuer Token bringt Bitcoin auf die Ethereum Blockchain
Neuer Token bringt Bitcoin auf die Ethereum Blockchain
Bitcoin

Mit tBTC erblickt ein Token das Licht der Krypto-Welt, der Bitcoin in die Ethereum Blockchain einbettet. Der ERC-20 Token ist für DeFi-Anwendungen konzipiert und soll künftig eine Brücke zwischen den Krypto-Ökosystemen schlagen.   

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Wird die Mammutaufgabe jemals gelingen?
Wird die Mammutaufgabe jemals gelingen?
Regulierung

Das Krypto-Unternehmen Wilshire Phoenix plant bereits seit Längerem, einen Bitcoin Exchange Traded Funds (ETF) herauszugeben. Doch die US-Börsenaufsicht hält bislang nichts von der Idee.

Diese Altcoins stellen Bitcoin in den Schatten
Diese Altcoins stellen Bitcoin in den Schatten
Märkte

Während Bitcoin und andere Kryptowährungen in bearishen Gewässern schwimmen, gibt es einige Altcoins, die den Abverkäufen trotzen. Die 5 Top-Performer weisen eine Gemeinsamkeit auf.

Kann sich der Bitcoin-Kurs bald erholen?
Kann sich der Bitcoin-Kurs bald erholen?
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei 8.822 US-Dollar. Die Talfahrt am Krypto-Markt reißt die Altcoins in die Tiefe. IOTA-Kurs, Ethereum-Kurs (ETH) und Ripple-Kurs (XRP) treffen die Abverkäufe ebenfalls. 

STO-Plattform Cashlink und CashOnLedger bringen Wertpapiere auf die Blockchain
STO-Plattform Cashlink und CashOnLedger bringen Wertpapiere auf die Blockchain
Krypto

CashLink und CashOnLedger bringen Wertpapiere auf die Blockchain. Ab sofort können Trader digitale Wertapiere dezentral handeln – dank Blockchain-Technologie, Smart Contracts und E-Geld-Lizenz.

Angesagt

IOTA steckt in einer Sinnkrise
Altcoins

IOTA wird in jüngster Zeit durch negative Schlagzeilen überschattet. Öffentlich ausgetragene Streitgespräche, in der Entwicklungsphase verharrende Pilotprojekte und der jüngste Tiefpunkt: Die Stillegung des Tangles durch den abgeschalteten Coordinator – IOTA steckt in einer Sinnkrise. Um das Vertrauen in das Projekt wiederherzustellen, muss sich die Foundation auf wesentliche Tugenden besinnen.

Ethereum: Flash Loans unter der Lupe
Ethereum

Nach den zwei Exploits des DeFi-Projekts bZx sind Flash Loans in aller Munde. Doch was sind eigentlich Flash Loans? Was bedeuten sie für Ethereum, was für Schaden können sie anrichten und wie funktionieren sie?

Bank of Canada arbeitet an Digitalwährung (CBDC)
Regierungen

Die Bank of Canada will sich auf die zukünftige Herausgabe einer eigenen Digitalwährung vorbereiten. Mithilfe dieser will die Notenbank ihr Geldmonopol wahren, sollte der Stellenwert des analogen Dollars auch künftig weiter sinken und private Währungsalternativen wie Facebooks Libra an Bedeutung gewinnen. Derweil muss die chinesische Zentralbank gegenüber ihren Währungsplänen leichte Rückschläge verkraften. Im Reich der Mitte verzögert das Coronavirus die Forschung am digitalen Yuan.

Bitcoin drängt Altcoins an den Rand
Kursanalyse

Die Marktkapitalisierung fällt weiter zurück und dürfte in den kommenden Tagen wichtige Unterstützungsniveaus antesten. Die Gefahr eines Rückfalls in den Bitcoin-Bärenmarkt darf daher nicht gänzlich ausgeblendet werden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: