Die vierte Hard Fork für Ethereum – Entwickler optimistisch

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © johnsroad7 - Fotolia.com

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Bisher bezeichnen die Entwickler “Spurious Dragon” als Erfolg.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Ethereums neuster Hard Fork passierte gestern bei Block 2.675.00. Der Code ist nun bereits seit einigen Tagen getestet worden und gilt als weiterführende Lösung für Netzwerkprobleme. Neben weiteren Änderungen gibt diese Fork den Entwicklern die Möglichkeit leere Accounts eines Angreifers zu löschen, der damit effektiv das Netzwerk überfluten wollte.

Zwar wird diese Form des Upgrades als relativ gefährlich gesehen (das Blockchain-Netzwerk könnte gespalten werden, falls nicht alle Teilnehmer für dieselben Änderungen sind), aber Ethereum Entwickler haben Hard Forks bisher als normales Mittel zur Behebung von technischen Problemen genutzt. Dies ist Ethereums dritte Hard Fork innerhalb der letzten vier Monate.

Die zweite Fork des Ethereum Netzwerks resultierte in zwei miteinander inkompatiblen Netzwerken. Die zwei letzten Forks hingegen beschäftigten sich mit den andauernden Angriffen auf das Netzwerk, welche Transaktionen und Smart Contracts verlangsamten.


Die gestrige Hard Fork kümmert sich noch mehr um den Feinschliff. Die Preise einiger Befehle müssen angepasst werden, da der Angreifer diese missbraucht hat, um das Netzwerk mit Transaktionen, Contracts und Accounts zu überfluten. Jeder Node musste diese bearbeiten.

Die Chain “entrümpeln”

Das Upgrade bietet keinen direkten Weg, um die leeren Accounts des Hackers zu löschen. Andersherum bietet es jedoch einen Weg an, um die Blockchain zu “entrümpeln”.

“In diesem EIP werden ‘leere’ Accounts gelöscht, sobald sie durch eine Transaktion ‘berührt’ worden sind”, konnte man in der Erklärung zur Fork lesen.

Zwar soll dieser Schritt Angriffe auf Ethereum erschweren, es bleibt aber immer noch unklar ob zukünftige Angriffe Ethereum Nutzer beeinflussen werden.

“Jetzt schauen wir mal ob der Angreifer noch mehr Tricks aus seinem Ärmel ziehen kann”, so ein Social Media Post, der ungefähr die Allgemeinheit repräsentiert.

Es bleibt jedoch zu betonen, dass sich die Angriffe in den letzten Wochen verringert haben. Seit der jährlichen Entwickler-Konferenz im September gingen sie zeitweise ganz zurück.

Anhaltende Wirkung

Bisher scheinen die Auswirkungen minimal.

ShapeShift und Kraken haben während der Zeit des Hard Fork den Handel mit Ether eingeschränkt. Interessant ist dabei auch noch, dass Ethereum letzte Woche möglicherweise unbeabsichtigt geforked hat.

Da die Blocknummer für den Hard Fork zwischenzeitlich geändert wurde, könnte Parity (ein ethereum client) noch die alte Blocknummer enthalten haben. Dies bedeutet, dass Nodes die bisher nicht geupdatet wurden, sich temporär geforked haben (da nicht jeder die letzte Version geupgradet hat).

Dieser Entwicklungsfall zeigt, dass es schwer ist Hard Forks vernünftig umzusetzen, und dass gewissermaßen jede erstmal experimentell bleibt.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Alyssa Hertig via coindesk


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