Die USA legt gleich zwei neue Blockchain-Gesetzesentwürfe vor

Alina Ley

von Alina Ley

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Alina Ley

Alina Ley ist seit März 2017 als Autorin bei BTC-ECHO tätig. Nach ihrem BWL-Studium (Bachelor) an der Universität Trier konnte sie berufliche Erfahrungen im Controlling und Business Development sammeln. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium (Business Administration) in Köln. Im Rahmen ihrer Masterthesis („Erfolgsfaktoren von Kryptowährungen“) erlangte sie umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Krytowährungen und Blockchain-Technologie. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten sowie der gesellschaftliche Nutzen.

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Quelle: shutterstock.com-Wooden gavel and USA flag

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Die Blockchain-Technologie ist auch im Jahr 2018 weiter auf dem Vormarsch. Diesen Monat wurden bereits zwei neue Gesetzesentwürfe in den USA vorgestellt. Während es bei dem einen um den Einsatz zur Datensicherung geht, soll der andere die illegale Finanzierung von Terrorismus bekämpfen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Eine neue Gesetzesvorlage, die dem Senat von Colorado vorgestellt wurde, sieht den Einsatz der Blockchain-Technologie vor, um private Daten vor Cyberangriffen zu sichern. Der am 16. Januar vom Senat eingeführte Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Verwendung eines Distributed Ledger die Notwendigkeit von Papieraufzeichnungen und die persönliche Aktualisierung solcher Daten beseitigt. Das Blockchain-System soll anschließend die bestehenden Datensammlungs- und Aufbewahrungsprobleme des Staates lösen und einen sichereren Datensatz erstellen. Bei einer Verabschiedung des Gesetzes wäre der Colorado Chief Information Security Officer angewiesen, die Kosten und Vorteile der Verwendung von Distributed Ledgers in verschiedenen Regierungssystemen zu bewerten und die Fähigkeit von Blockchain im Umgang mit Cyberangriffen im Vergleich zu herkömmlichen Computersystemen zu bestimmen.

Im Jahr 2017 gab es laut dem Gesetzentwurf pro Tag zwischen sechs und acht Millionen versuchte Einbrüche in die digitalen Plattformen der Regierung des Bundesstaates Colorado. Viele der von der Regierung aufbewahrten Aufzeichnungen sind ungesichert und daher “wertvolle Ziele für Identitätsdiebe und Hacker mit der Absicht, Unternehmensdaten zu stehlen”. Der Gesetzesentwurf legt dar, dass es immer mehr Drohungen gibt, persönliche Daten zu stehlen.

Darüber hinaus wies der Gesetzesentwurf darauf hin, dass Colorado derzeit noch Bürger dazu verpflichtet, staatliche Stellen persönlich aufzusuchen, um ihre Informationen zu ändern. Dieser Zustand könnte mit Hilfe eines Blockchain-Systems gelöst werden.

„Blockchains bieten die Möglichkeit offen verfolgbarer Transaktionen, während die Privatsphäre jeder Person, die die Transaktionen durchführt, erhalten bleibt.“

Gesetzesentwurf gegen Terrorismusfinanzierung


Ein weiterer Gesetzesentwurf verfolgt hingegen eine andere Absicht.  Ziel ist es, den Einsatz von Kryptowährungen für den Terrorismus zu bekämpfen. Das neu vorgelegte Gesetz vom 10. Januar zielt darauf ab, den Terrorismus zu bekämpfen, indem Belohnungen für Informationen angeboten werden. Dies soll zu Verurteilungen von durch Kryptowährungen gestützten Terrorismus führen. Der Entwurf, der vom Abgeordneten Ted Budd (R-NC) des House Financial Services Committee in den Kongress eingebracht wurde, schlägt eine Independent Financial Technology Task Force vor, um die Belohnungen zu verteilen. Der Betrag dieser Belohnungen wurde jedoch weder in Dollar noch in Kryptowährung genannt.

Der zweite Abschnitt des Entwurfs lautet:

„Es ist der Zweck des Kongresses, dass die Bundesregierung der Untersuchung des terroristischen und illegalen Einsatzes neuer Finanztechnologien, einschließlich digitaler Währungen, Vorrang einräumt.“

Die FinTech Task Force wird vom Finanzminister, fünf Bundesdirektoren sowie vier Privatpersonen aus Thinktanks, gemeinnützigen Organisationen und der Bankenindustrie besetzt und geleitet. Der Gesetzesentwurf fordert auch die Schaffung eines FinTech-Leadership-in-Innovation-Fonds, um die Entwicklung von Programmen und Methoden zur Erkennung der digitalen Währungsnutzung unter Terroristen aufzudecken. Dieser Fonds könnte Universitäten, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Personen, die zur Erforschung von Anti-Terror-Tools beitragen, Zuschüsse gewähren.

Trotz der zunehmenden Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden gegenüber durch Kryptowährungen finanzierten Terrorismus wurde in einem Bericht der Europäischen Union vom Juni 2017 festgestellt, dass Terroristen immer noch Fiat gegenüber digitalen Währungen bevorzugen. Das Verfolgungspotenzial von Blockchain-Aufzeichnungen könnte eine mögliche Ursache sein.

BTC-ECHO


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