Die Unternehmen sonnen und TenneT vernetzen Stromspeicher mit Blockchain-Technologie

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

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Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Das bayrische Unternehmen sonnen führt gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT ein Pilotprojekt durch, das dezentrale Batteriespeicher über eine Blockchain-Lösung in das Energieversorgungssystem einbindet.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Ziel des Pilotprojektes ist es, dass die Haushalte in Zukunft selbst zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können  und so helfen erneuerbare Energien besser zu integrieren. Netzstabilisierende Notmaßnahmen bei Überkapazitäten sollen so zukünftig vermieden werden.

Technisch stützt man sich auf eine Open Source-basierte Lösung von IBM, die mit den dezentralen Heimspeichern von  sonnen verknüpft werden. Je nach Situation sollen so die Batteriespeicher von sonnen flexibel eingesetzt werden, da sich das intelligente Lademanagement der Batteriespeicher an die jeweilige Situation im TenneT-Netz anpasst.

Allein in 2016 lagen die Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen bei über 800 Millionen Euro. Grund dafür sind die immer häufiger auftretenden Transportengpässe im Stromnetz, die vergleichbar mit einem Stau auf der Autobahn sind. Damit diese “Staus” verhindert werden können, muss in die Erzeugung der konventionellen Stromerzeugung eingegriffen werden, was entsprechend kostenintensiv ist.


So heißt es in einer Pressemitteilung von Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT GmbH:

“Die Energiewende bedeutet mehr erneuerbare Energien auf allen Netzebenen. Das stellt uns vor große Herausforderungen. Wir müssen es schaffen, die stark vom Wetter abhängige erneuerbare Stromproduktion flexibel zu steuern. Die Blockchain bietet uns hier neue Möglichkeiten, auch dezentrale verteilte Anlagen sicher und intelligent überregional aus einer Hand zu vernetzen. Das hilft uns, den Einsatz von netzstabilisierenden Maßnahmen wie die teure Abregelung von Windanlagen zu begrenzen. Zukünftig müssen wir also weniger Windstrom wegwerfen, weil wir ihn nicht transportieren können”.

Die Blockchain kann also eine Art Engpassmanagement gewährleisten, indem die dezentral vernetzten Batteriespeicher überschüssigen Strom in Sekundenschnelle aufnehmen oder abgeben können.

Die IBM-Blockchain basierend auf Hyperledger Fabric ermöglicht damit ausreichend Transparenz bei Stromtransaktionen, die die Anforderungen an Sicherheit und Genauigkeit der Daten sowie der Zugriffsrechte erfüllt.

BTC-ECHO


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