Die Lage am Mittwoch: Stehen die Bitcoin-Bullen vor der Tür?

Die Lage am Mittwoch: Stehen die Bitcoin-Bullen vor der Tür?

Bitcoin bewegt sich seit Wochen seitwärts, ganz ähnlich sieht es bei der Kryptowährung Nummer zwei aus. Auch Ethereum ist im Gegensatz zum letzten Jahr äußerst ruhig, auch wenn es an Entwicklerfront ganz anders aussieht. Ausreißer unter den Top 3 ist ganz klar XRP von Ripple. Da fragt man sich: (Wo) stehen die Bullen vor der Tür?

Wenn die Bullen vor der Tür stehen, muss das nicht immer ein gutes Zeichen sein. Man könnte die richtige Gelegenheit verpasst haben, noch schnell einzukaufen, bevor es losgeht und ganz schnell auf den gefürchteten FOMO-Zug aufspringen, nachdem man die FUD-Attacken endgültig überstanden hat.

Manchmal ist es auch nur das Aufpoppen der nächsten Blase, die den Markt plötzlich überflutet. Wie dem auch sei: Im (Krypto-)Anlegemarkt sind die Bullen gern gesehene Gäste. Ihre Anwesenheit kann man nicht immer treffsicher voraussagen, doch es gibt einige Punkte, an denen man sich festhalten kann – so auch in der vergangenen Woche.

Aufwind am Altcoinmarkt

Da geisterte zunächst die Frage durch den Raum: Ist Ripple besser als Bitcoin? Wenn es nach Cory Johnson, dem Chefmarketingstrategen bei Ripple, geht: sicher. Wir prüften seine Aussage auf Herz und Nieren und fanden heraus: So richtig vergleichen kann man die beiden Hochkaräter eigentlich nicht. Wenn man es aber wirklich darauf ankommen lässt, wird Bitcoin höchstwahrscheinlich gewinnen.

Ripple schießt in die Höhe

Dessen ungeachtet entwickelte sich der Altcoin-Markt rasant weiter. Dort war es vor allem Ripple, das sich durch neue Partnerschaften und weitläufige Fortschritte bei xRapid hervortat. Dass sich technischer Fortschritt bisweilen auszahlt, machte sich umgehend bemerkbar – in der Nacht vom 5. auf den 6. November konnte der Ripple-Kurs (XRP) kurzzeitig auf über 20 Prozent ansteigen. Dabei bestätigte sich etwas anderes: Altcoins werden mit ihrer Entwicklung zunehmend unabhängiger und entwickeln ihr Eigenleben.

Altcoins entwickeln Eigenleben

Denn während die Korrelation zwischen dem Kursverlauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in der Vergangenheit bisweilen dazu führte, Manipulation zu wittern, entkoppelt sich das Geschehen am Markt mehr und mehr. In diesem Zusammenhang stellten Datensammler der Firma Santiment auch fest, dass sich ERC20-Token zunehmend von ihrer Mutterwährung Ethereum entkoppeln. Und dabei ihre eigene Bullenrallye veranstalten.

Ethereum wächst weiter

Doch auch, wenn sich die Altcoins langsam von Ethereum loslösen, heißt das noch lange nicht, dass das Tokenflagschiff stillsteht. Vitalik Buterin gründete nämlich auf der letzten Devcon an, dass uns mit der neuen Ethereum-Version eine gehörige Portion Innovation erwarte. Ethereum 2.0., so der Erfinder der Plattform, werde besser, schneller und günstiger. Auch, wenn es sich bisher nicht im Ether-Kurs niederschlagen sollte: Den Zeichen nach sind wir hier auf einem guten Weg.

Bitcoin-News: bullish

Und auch bei der Mutter aller Kryptowährungen ist die Newslage im Rückblick recht gut. Auch wenn Bitcoin nach wie vor im Zusammenhang mit Verbrechen genannt wird: Der technologische Fortschritt wächst mit jedem Tag ein bisschen mehr. Seit kurzem gibt es beispielsweise ein Excel-Plugin für das Lightning Network. Auch wenn sich das zunächst nach einer Kleinigkeit anhören mag, sorgt das Plugin doch dafür, dass Bitcoin mainstreamtauglicher wird.

Tatsächlich hat man auch im Umfeld von Bankenriese Goldman Sachs vermeldet, dass es erste Kunden für die Bitcoin Futures gibt. Von Produkt und Herausgeber mag man halten was man will, doch die Nachrichten sprechen in jedem Fall eine positive Sprache.

Ebenso handele es sich laut Morgan Stanley bei Bitcoin um eine neue institutionelle Anlageklasse. Ihrem Bericht zufolge durchlebe die Kryptowährung aktuell eine rapide Verwandlung und mache sich für den Ansturm der “Großen” bereit. Momentan seien es aber nach wie vor die unklare Rechtslage und die technischen Komplikationen, die das große Geld bisher zurückhielten.

Da war doch was…

Um genau diese beiden Punkte in den Griff zu bekommen, steht nach wie vor die Entscheidung der SEC zu den Bitcoin ETF ins Haus. Die Anlageklasse würde die Investition in Bitcoin für ein größeres Publikum öffnen. Laut Gabor Gurbacs sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese genehmigt werden, denn er sieht alle Bedingungen für eine Zulassung durchaus erfüllt. Die Öffentlichkeit hatte bis zum 5. November Zeit, Kommentare zu der anstehenden Entscheidung abzugeben. Nun liegt es an der SEC, über eine Zulassung oder Ablehnung der Bitcoin ETF zu beratschlagen.

Ein Rundumblick über die Krypto-Welt zeigt: Die Bullen stehen vor der Tür, doch sind sie lang nicht mehr so berechenbar wie zuvor. Die einzelnen Token entkoppeln sich voneinander und machen sich – auch wenn nach wie vor eine hohe Dominanz besteht – zunehmend unabhängiger von Bitcoin. Während die Zeichen bei Ripple und BAT beispielsweise deutlich auf GO stehen, bleibt bei Bitcoin wohl noch etwas abzuwarten.

BTC-ECHO

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