Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken

Quelle: shutterstock

Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken

Bitcoin war angetreten, um etwas Aufwind in das verstaubte Finanzsystem zu bringen. Dafür war jenes mehr als bereit: Die Pleite der Lehman Brothers, Misstrauen in das Bankensystem und das Platzen der Immobilienblase war der ideale Nährboden für eine dezentrale Kryptowährung. Nun, knapp neun Jahre später, sieht die Lage wieder etwas anders aus. Von Bitcoin, Banken und der Suche nach Dezentralisierung.

ong>afür war jenes mehr als bereit: Die Pleite der Lehman Brothers, Misstrauen in das Bankensystem und das Platzen der Immobilienblase war der ideale Nährboden für eine dezentrale Kryptowährung. Nun, knapp neun Jahre später, sieht die Lage wieder etwas anders aus. Von Bitcoin, Banken und der Suche nach Dezentralisierung.

Es scheint, als ob derzeit überall Brücken gebaut werden. Sie alle sind dem Versuch geschuldet, das so oft als „traditionell“ bezeichnete Finanzysystem mit jenem „neuen“ Krypto-Ökosystem zu verkuppeln. Da verbindet sich der Gedanke der Dezentralität mit der Idee einer zentralen Steuerung von Währungen und findet nicht so recht zusammen. Die Lage am Mittwoch.

Die neuen Bitcoin-Brücken

Bitwala sorgte in der vergangenen Woche für Wirbel in der Krypto-Community. Mit ihrer Bitwala Card und dem dazugehörigen Bankkonto konnten sie zum Launch ihrer Aktion 30.000 Kunden in der Voranmeldung überzeugen. Diese können ihr Konto folglich nutzen, um zwischen Kryptowährungen und Fiatwährungen zu wechseln, ohne Umwege über Drittanbieter gehen zu müssen.


Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Ein ganz ähnliches Vorhaben geht derzeit von schweizerischem Boden aus. Hier ist es das Unternehmen SEBA, das insgesamt 103 Millionen Euro einsammeln konnte. Das Ziel ist hier ein ganz ähnliches wie bei Bitwala: Zahlungstransfers anbieten, die Kryptowährungen mit Fiat verbinden.

Damit wagen beide den Spagat zwischen Krypto und Fiat und nehmen dabei den umständlichen Weg auf sich, die Regulierungsbehörden von ihrem Vorhaben zu überzeugen. Doch die Dimensionen sind damit noch lange nicht ausgereizt.

Goldman Sachs & Ripple: Zahlungsraum transformieren

Auch Bankenriese Goldman Sachs erkennt sie, jene Zeichen der Zeit: Als Unterstützer der Veem-Plattform will man hier nichts Geringeres als den SWIFT-Standard abschaffen. Mit 80.000 Unternehmen in insgesamt 96 Ländern hat das Vorhaben jedenfalls eine breite Basis an Kunden, mit der sie dem etablierten Zahlungstransfer den Kampf ansagen. Damit stehen sie jedoch bei Weitem nicht allein auf weiter Flur.

Denn bei den Schlagworten „SWIFT-Standard abschaffen“ und der damit einhergehenden Transformation des globalen Zahlungsraumes dürfte bei einigen Kennern der Krypto-Szene etwas klingeln. So ist es doch jener altbekannte „Bankencoin“, Ripples XRP, der sich eben dieses Vorhaben auf die Fahnen geschrieben hat. Mit dem kürzlich gegebenen Startschuss für xRapid scheint dieses Ziel in etwas greifbarere Nähe gerückt zu sein.

Unterstützer gibt es hinter Galleonsfigur Brad Garlinghouse viele. Doch es gibt auch einige, die sich abwenden und nach dezentrale(re)n Alternativen Ausschau halten. Allen voran Ripple-Mitgründer Jed McCaleb, der momentan dabei ist, einen Großteil seiner gesammelten XRP zu veräußern.

StellarX: Die dezentrale Konkurrenz

Ebenjener JedMcCaleb ist es auch, der seinerzeit daran beteiligt war, Stellar ins Leben zu rufen. Mit StellarX, der neuen GUI des Projektes, bekommt Ripple momentan hochkarätige Konkurrenz von dezentraler Seite. Mit diesem Projekt schafft sich die Stellar-Community nicht nur einen Use Case für die plattformeigene Kryptowährung. Denn schaut man genau hin, kann man hier auch einen Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von Bitcoin einerseits und Ripple andererseits erkennen.

Schafft es StellarX, sein Projekt durchzusetzen, stehen die Chancen jedenfalls gut, sich gegenüber der zentralisierten Konkurrenz seitens Ripple durchzusetzen.

Dezentralisierung vs. Zentralisierung

Das ist (nach wie vor) die derzeitige Lage im Bitcoin-Ökosystem. Auf der einen Seite haben wir zentralisierte Unternehmen, die versuchen, jene Bitcoin-Brücken zu basteln. Es sind „Big Player“ wie Goldman Sachs oder Ripple, die versuchen, den SWIFT-Standard abzuschaffen und den „internationalen Zahlungsverkehr“ zu revolutionieren.

Auf der anderen Seite haben wir Ansätze, die (zumindest dem Anschein nach) die Grundidee der Dezentralität verfolgen. Keine Frage, auch diese Vorhaben sind nicht von reinstem Idealismus geleitet. Doch sind sie, zumindest im Sinne einer Dezentralisierung des globalen Finanzsystems, deutlich näher an der Idee hinter Satoshi Nakamotos Bitcoin.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
Digitales Wettrüsten: Kann die EU noch aufholen?
Kommentar

Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine Stellungnahme zu Stable Coins herausgegeben. Darin kommt er auch auf eine mögliche Regulierung von Bitcoin & Co. zu sprechen. Dabei wird deutlich: Die EU muss sich sputen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
65 Prozent der Hash Rate steht in China – kein Grund zur Panik
Bitcoin

CoinShares verortet 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate in China – davon 54 Prozent alleine in der Provinz Sichuan. Wieso das kein Grund zur Sorge ist.

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
„govdigital“ will den öffentlichen Sektor auf Blockchain stellen
Unternehmen

Über die neu gegründete Genossenschaft govdigital wollen IT-Dienstleister gemeinsam mit Vertretern aus der Politik die Blockchain-Technologie nutzen, um öffentliche IT-Infrastrukturen für Behörden zu entwickeln. Das Netzwerk könnte der Umsetzung blockchainbasierter Anwendungen im öffentlichen Sektor neue Impulse verleihen.

Dezentralisierung, Die Lage am Mittwoch: Bitcoin und der Kampf gegen Banken
White Paper zu David Chaums Projekt veröffentlicht
Altcoins

Krypto-Koryphäe David Chaum will mit dem xx Coin und dem Praxxis-Netzwerk eine quantensichere Kryptowährung schaffen. Nun sind Details zum geplanten Token Sale bekannt.

Angesagt

Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence
Regulierung

Die Geschäftslizenz für Kryptowährungen – die BitLicence – wurde seit der Einführung 2015 nicht mehr von der New Yorker Finanzaufsicht überarbeitet. Das soll sich nun ändern. Insbesondere die Richtlinien für Listings werden aktualisiert.

Bitcoin-Börse sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber
Sicherheit

Eine der beliebtesten Krypto-Handelsplattformen, BitMEX, und ihr Gründer Arthur Hayes machen eine schwere Zeit durch. Denn Investoren der Krypto-Börse haben eine Klage über 300 Millionen US-Dollar eingereicht. Angeblich soll Hayes die Anleger mit falschen Informationen getäuscht haben. Ein harter Schlag nach regulatorischen Schwierigkeiten und einem Datenleck in diesem Jahr.

Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Sicherheit

Das Bundeswirtschaftsministerium sucht Lösungen für die technische Realisierung digitaler Identitäten. Dafür wurde ein Innovationswettbewerb ins Leben gerufen, der Projekte zur Umsetzung bestimmter Identifikationsanwendungen finanziell fördert.

Krypto-Bank SEBA erweitert Geschäftsfeld und erreicht Deutschland
Unternehmen

Die SEBA Bank erweitert ihr Geschäftsfeld auf neun weitere Jurisdiktionen. Die von der schweizerischen Aufsichtsbehörde FINMA lizensierte Bank für traditionelle und digitale Vermögenswerte bietet Dienstleistungen im Kryptoverwahrgeschäft künftig auch in Deutschland an.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: