Die Lage am Mittwoch: Bitcoin braucht fruchtbaren Boden

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitcoin braucht Regulierung – das sagen einige Krypto-Start-ups in Deutschland. Die uneindeutige rechtliche Lage gibt ihnen Recht – der Boden ist nicht gerade der fruchtbarste. Die Lage am Mittwoch.

In München steht ein Bitcoin-Automat, doch vermutlich nicht mehr lange. Zumindest wenn es nach der BaFin geht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat Kryptowährungen nämlich als Rechnungseinheiten definiert. Dadurch braucht man entsprechende Genehmigungen. Laut dem Kammergericht Berlin hingegen hat die BaFin keine Befugnis, das zu sagen. Sie meint – zumindest in einem bestimmten Fall –, dass der Handel mit Bitcoin soweit legal ist. Eine entsprechende Regulierung gibt es jedoch nicht.

Blockchain-Start-ups fordern Regulierung


Und das stört die deutsche Blockchain-Start-up-Community gewaltig. Daher haben sowohl Bitwala als auch Neufund in unterschiedlichen Formen zum Protest aufgerufen. Schließlich haben sie beide berechtigtes Interesse daran, sich nicht länger in jenem rechtlich unklaren Raum zu bewegen, indem sie das momentan tun. Verglichen mit anderen Ländern sieht deshalb alles danach aus, dass Deutschland schon wieder dabei ist, eine technologische Revolution zu verschlafen.

Selbstregulierung: Die bessere Alternative?

Japan wagt hier zum Beispiel den Schritt und überlässt die Krypto-Industrie sich selbst. Jedoch nicht ohne vorher Regeln dazu aufzustellen – an die muss sich die japanische Krypto-Community nun halten und darf sich selbst regulieren. Damit ziehen sich die japanischen Behörden zwar aus der Verantwortung, doch versäumen sie es nicht, klare Regelungen aufzustellen.

Deutschlands unfruchtbarer Bitcoin-Boden

Dass sich Deutschland hier als unwirtlichen Boden herausstellt, ist denkbar ungünstig. Denn hier wird viel Kapital verschenkt – sowohl geistiges als auch ökonomisches. Früher oder später werden die Unternehmen – so motiviert sie auch sein mögen – abwandern und sich eine neue Heimat suchen. Doch das gilt auch in die entgegengesetzte Richtung.

Das zeigte zuletzt der Fall Poloniex. Die Börse stellte neue Nutzungsvereinbarungen vor und schrieb darin fest, deutsche Nutzer künftig von ihrem Geschäft auszuschließen. Die Begründung: bestimmte Anwendungsfälle von Kryptowährungen seien in Deutschland untersagt oder zumindest regulatorisch kompliziert.

Wie kann eine Regulierung aussehen?

Um solchen Vorfällen künftig entgegenzuwirken, helfen letztlich nur klare Richtlinien. Am sinnvollsten wäre es sicher, sich am grenzüberschreitenden Charakter von Kryptowährungen zu orientieren und eine einheitliche Regelung auf supranationaler Ebene anstreben.

Der Blick geht hier sicherlich zunächst nach Buenos Aires. Dort treffen sich nämlich vom 30. November bis zum 1. Dezember die G20-Mitglieder zum Austausch über Probleme des Wirtschafts- und Finanzsystems. Beim letzten Treffen war man sich hier noch einig: Kryptowährungen haben nicht das Zeug dazu, als souveräne Währungen zu gelten. Allerdings räumte man im Infoblatt schon damals ein:

„Technologische Innovationen, einschließlich jener, die Kryptowährungen zugrunde liegen, können erhebliche Vorteile für das Finanzsystem und die Wirtschaft im weiteren Sinne mit sich bringen.“

Und diese Vorteile sollte man nutzen. Schließlich gibt es Bitcoin nicht erst seit gestern – die Veröffentlichung des Bitcoin White Papers jährt sich am heutigen Tage zum zehnten Mal. Zwar befindet sich der Kryptomarkt momentan nach wie vor in den Pranken der Bären, doch das kann sich bekanntermaßen schnell ändern. Außerdem wird sich der technologische Fortschritt ungeachtet der aktuellen Kurslage durchsetzen. Dahingehend erkennt Joseph Lubin:

„Digitale Währungen stehen nicht am Rande eines Kollapses. Wir haben in den letzten fast zehn Jahren viele Booms und Pleiten in unserem Ökosystem gesehen, und unser Ökosystem war nie stärker als heute. Ich messe das an der Anzahl der Projekte, der Anzahl der Menschen, die in den Raum gezogen wurden, Unternehmer, Entwickler. Seine Größenordnung ist größer als früher, und die grundlegende Struktur wird aufgebaut.“

Und diese grundlegende Struktur braucht einen fruchtbaren Boden – den gilt es vorzubereiten, bevor er sich an anderer Stelle ausbreitet.

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