Die Lage am Mittwoch: Bitcoin à la carte

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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TenX lanciert die Krypto-VISA-Karte, während Konkurrent MasterCard ein Patent für einen Bitcoin-Tumbler anmeldet. Unterdessen steigt das Tempo, in dem sich die Abkehr der Schweden vom Bargeld vollzieht – und schon ist die Rede von einer staatlichen Kryptowährung. Ripple und R3 haben die Friedenspfeife ausgepackt und eine Kooperation beschlossen. Ethereum knallt durch die 100 US-Dollar, konnte aber durch die Ankündigung der Constantinople Hard Fork zumindest etwas wieder an Boden gutmachen. Die Lage am Mittwoch.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Seine Debitkarte mit Bitcoin aufladen und an allen VISA-Akzeptanzstellen mit Kryptowährungen zahlen – für TenX-Kunden in Singapur soll das bis Weihnachten Realität werden. Am 11. Dezember verkündete TenX-Co-Founder Julian Hosp den Beginn der KYC-Prozeduren für die ersten Empfänger der hauseigenen Krypto-Prepaid-Karte. Bis Weihnachten sollen dann die ersten Karten ausgeliefert werden. Vielleicht reicht es dem einen oder anderen ja noch für die Weihnachtseinkäufe? Europäische Kunden müssen sich indes noch gedulden. Die Krypto-Kreditkarte soll erst im Laufe des kommenden Jahres auf den europäischen Markt gelangen.

MasterCard möchte Bitcoin mixen

Die Konkurrenz schläft derweil nicht – wobei, sie könnte auch schlafwandeln: Denn es wirkt schon befremdlich, dass ausgerechnet MasterCard ein Patent auf eine Art Bitcoin Tumbler angemeldet hat. Bitcoin Tumbler oder Mixer dienen der Herstellung von Fungibilität einzelner Bitcoin-Einheiten. Ein Schelm indes, wer MasterCard hier einen juristischen Winkelzug unterstellt.

Bargeld in Schweden vom Aussterben bedroht


MasterCard, TenX Card, Bitwala Card – Hauptsache Karte, denkt man sich unterdessen in Schweden. Die Skandinavier entwickeln sich nach und nach zu einer bargeldlosen Gesellschaft. Dabei übertrafen die Kreditkartenzahlungen pro Kopf 2018 erstmals die Zahlen in den USA. Um dem wachsenden Desinteresse der Bevölkerung an Bargeld zu begegnen, ist auch die Einführung der e-krona im Gespräch. Bei der e-krona handelt es sich um eine staatliche Kryptowährung, die von der schwedischen Zentralbank ausgegeben würde.

Kooperation unter Bankenfreunden

Auch bei Ripple und R3 beschnuppern sich Krypto- und Traditionsbanking gegenseitig. Nun soll XRP die erste Kryptowährung werden, die der Corda Settler des Bankenkonsortiums R3 unterstützt. Die Kooperation erfolgt nach einem jahrelangen Rechtsstreit, den die Unternehmen nun offenbar nicht nur juristisch ad acta gelegt haben.

Coinbase enthüllt Listing-Anwärter

Zudem befindet sich XRP nach wie vor auch auf dem Radar der Bitcoin-Börse Coinbase. Die Exchange hat am 7. Dezember die anstehenden Listing-Kandidaten verkündet. Für einige der 31 Anwärter ist es bereits der zweite Anlauf. Neben Stellar Lumens XLM gilt das auch für den Banken-Coin XRP. Als Bewertungsgrundlage dient dabei das Digital Asset Framework der Krypto-Börse. Coinbase betont dabei, dass es keine Garantie auf eine Listung der aufgeführten Token gibt.

Ethereum reißt die 100 US-Dollar – Kann Constantinople helfen?

Unterdessen hatte ETH, den Ripple als zweitgrößte Kryptowährung vom Sockel stieß, vergangene Woche mit rund 83 US-Dollar den Jahrestiefstand erreicht. Ein vorläufiger Tiefpunkt für den Abwärtstrend, den (bzw. der) Ethereum 2018 verfolgt. Immerhin: In Folge der Ankündigung der Constantinople Hard Fork stieg der Ether-Kurs leicht an und arbeitet sich nun an der 90-US-Dollar-Marke ab. Constantinople soll unter anderem den Weg zur Konsensfindung per Proof of Stake ebnen.

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