Die 3 größten Bitcoin Challenges der Zukunft

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Max Kops

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Quelle: © WoGi - Fotolia.com

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Der Bitcoin ist eine Währung, die polarisiert: Während die eine Seite gänzlich vom Konzept der Kryptowährungen überzeugt ist, sehen Skeptiker in der digitalen Währung eine ungewisse Zukunft. Nach sieben Jahren Bitcoin bestehen nach wie vor einige Kernfragen, die beantwortet werden müssen. Vor allem aber ergeben sich weitere Herausforderungen aus dem Wachstum, die den Bitcoin am großen Boom hindern könnten. Etwas provokanter formuliert:

Woran könnte der Bitcoin scheitern?

Nachlass und Vererbung

Bitcoin sind von Natur aus nur mathematisch existent. Wer den passenden privaten Schlüssel zum öffentlichen Schlüssel besitzt, hat Zugriff auf die Bitcoins. Wer ihn nicht besitzt, hat keine andere Möglichkeit, an die Bestände zu gelangen. Ergo: Jeder Nutzer muss sicherstellen, dass er Zugriff auf die Schlüssel hat.


Wie sieht diese Aufgabe aber aus, wenn es um den Nachlass geht, im Falle eines Todes? Außerhalb der digitalen Währungen gibt es rechtliche Parteien, die Ansprüche auf geerbtes Vermögen erhalten. Im Zweifelsfall bestimmt das Gesetz über die Verteilung.

Der Bitcoin hingegen ist nicht übertragbar, wenn man den privaten Schlüssel nicht zur Hand hat. Somit liegt die Verantwortung, seinen Nachlass sicherzustellen, vollständig beim Nutzer. Möchte er sein (Bitcoin-) Vermögen vererben, muss er auch sicherstellen, dass seine Nachfahren den Zugriff auf private Schlüssel hat.


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Das Problem für den Bitcoin als Währung besteht darin, dass immer größere Teile der insgesamt verfügbaren Bitcoins wegfallen und sich die Menge kontinuierlich reduziert. Praktisch ein weiterer deflationärer Effekt, der nicht für alle Teilnehmer schlecht ist. In einem ewigen Zeithorizont würden die Bitcoins aber so gesehen „aussterben“, weil die Menge nach oben hin (21 Millionen) begrenzt ist, also ab einem gewissen Zeitpunkt keine weiteren Bitcoins mehr produziert werden können.

Transaktionsdauer

Für den ganz großen Boom ist das Bitcoin Netzwerk noch nicht gewappnet. Bei einem größeren Boom könnte die Transaktionszeit sich stark verlängern, da jede Transaktion nach wie vor von Minern bestätigt werden muss. Zwar kann auch dies an die Transaktionsvolumina angepasst werden, sodass die Miner mehr Bestätigungen durchführen können, allerdings ist auch dort in realistischen Zahlenbereichen schnell ein Limit erreicht.

Blockchain (das Unternehmen) stellte kürzlich ein Thunder Network vor, das mithilfe sogenannter off chain Transaktionen dafür sorgt, dass Transaktionen schneller und teilweise außerhalb der „offiziellen“ Blockchain durchgeführt werden. Andernfalls offenbart sich dem Bitcoin ein großes Wachstumsproblem, sollte ein weiterer Boom eintreten oder die Zahl der Bitcoin Nutzer über einen längeren Zeitraum stetig wachsen.

Die Blocksize

Eine Debatte, die seit langer Zeit besteht und von manchen Profis als „konstruktionstechnischer Fehler“ des Bitcoin bezeichnet wird: Die Blocksize bestimmt, wie groß ein sogenannter Block ist und damit auch, wie viele Transaktionen pro Block bestätigt werden können. Schließlich bestätigen Miner die Transaktionen immer Blockweise, das heißt die Miner rechnen so lange an einem Block, bis das passende Ergebnis bestimmt wurde. Anschließend werden die im Block enthaltenen Transaktionen freigesetzt.

Ein weiteres, schwer abzuschätzendes, Problem besteht in der Größe der Blockchain. Da es keinen Kontostand gibt, der zu einem festen Stichtag ein Guthaben verbucht, sondern nur das ewige Transaktionsbuch (die Blockchain), wächst die Blockchain Tag für Tag. Möchte ein Nutzer neu in das System einsteigen, muss er die gesamte Blockchain herunterladen, indem alle seit 2009 bestätigten Transaktionen enthalten sind. Darüber hinaus müssen die Daten selbstverständlich auch aktuell gehalten werden. Das kann zum Problem werden, wenn täglich mehr und mehr Transaktionen stattfinden.

Meinung des Autors (Max):

Wie schwer sind die Probleme? Ist die Frage, die man sich nach dem Lesen dieses Artikels vermutlich stellt und so habe auch ich mich gefragt, inwiefern die Probleme lösbar sind oder den Bitcoin zukünftig an seinem Wachstum hindern.

Hinzuzurechnen ist bei der ganzen Betrachtung, dass auch der technische Fortschritt außerhalb des Bitcoin nicht ausbleibt: Hardware, Speichermedien und Miner werden sich weiterentwickeln, um mit den wachsenden Aufgaben zurechtzukommen. Insbesondere wenn es um das ständige Updaten der Blockchain geht, die es über eine Wallet ermöglicht, den aktuellen Bitcoin Bestand von Adressen einzusehen, wird mit der Weiterentwicklung von Internetverbindungen entgegengewirkt.

Zusammenfassend gibt es durchaus einige Probleme, denen sich die Bitcoin Gemeinschaft und auch die Konsortien widmen müssen. Vor allem organisatorische und regulatorische Fragen, die in üblichen Geldsystemen einfach zu beantworten sind (wie Vermächtnisse), sind aufgrund der Struktur von Bitcoins eine besondere Herausforderung. Die technischen Herausforderungen hingegen werden durch den technischen Fortschritt (teilweise) gelöst. Es bleibt spannend!

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