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Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 7

Quelle: Financial Regulation via Shutterstock

Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 7

In der Reihe „Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen“ möchten wir uns die 10 meistverbreiteten Behauptungen bezüglich Kryptowährungen und deren Chancen und Risiken einmal genauer anschauen. Dabei werden wir uns täglich einen neuen Mythos vorknöpfen und diesen auf Richtigkeit prüfen.

Mythos 7: Ein regulierter Handel mit Kryptowährungen ist nicht möglich

Die Regulierung von Kryptowährungen hat sich vor allem im Laufe des letzten halben Jahres zu einem der zentralen, wenn nicht dem zentralen Thema im Bereich Blockchain entwickelt. Als eine Reaktion auf die steigende Beliebtheit alter Kryptowährungen auf der einen sowie die durch zahllose ICOs neu entstehenden Kryptowährungen auf der anderen Seite sehen sich aktuell mehr und mehr Staaten rund um den Globus dazu angehalten, über regulatorische Maßnahmen nachzudenken und Rahmenbedingungen für diesen wachsenden Sektor zu schaffen.

Eine Kryptowährung als nicht-physische, dezentral organisierte digitale Währung stellt Zentralbanken und Finanzmarktregulierer überall auf der Welt naturgemäß vor Herausforderungen. Speziell unter vielen rechtlichen Aspekten werden durch das Aufkommen von Kryptowährungen Präzedenzfälle geschaffen, die sich nicht so ohne Weiteres in den bestehenden Rechtsrahmen einordnen lassen.

Über die verschiedenen Handhabungen der Regulierung von Kryptowährungen wurde schon im zweiten Teil dieser Reihe geschrieben. Wenn man von radikalen Maßnahmen der Krypto-Regulierung, allen voran praktiziert in China, absieht, lassen sich tatsächlich mehrheitlich konstruktive Ansätze von staatlicher Seite ausmachen.

Als eines der glänzendsten Beispiele kann an dieser Stelle etwa Japan genannt werden. Dort wurde zum Anfang des Monats Oktober in einer breit angelegten Regulierungsaktion Maßnahmen zur Durchsetzung eines Gesetzes zur Regulierung von digitalen Währungsbörsen geschaffen. Dabei wurden Regeln erlassen, die verhindern sollen, dass Kryptowährungen und deren Handel an Börsen zur Geldwäsche missbraucht und somit in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Darüber hinaus wurde mit dem Know-Your-Customer-Grundsatz (KYC) ein Standard gesetzt, der eine jährlich abzuhaltenden Prüfung nach sich zieht. Dasselbe Gesetz hatte damals auch Bitcoin in Japan offiziell zum legalen Zahlungsmittel erklärt.

Im Zuge dessen wurde zwar ein Teil der in Japan agierenden Krypto-Börsen geschlossen. Jene Anbieter, die die von der japanischen Regierung verlangten Voraussetzungen jedoch erfüllen konnten, wurden mit offiziellen staatlichen Lizenzen ausgestattet. Eine solche regulatorische Lösung kann langfristig einen entscheidenden Effekt für die Akzeptanz von Kryptowährungen haben und – trotz partieller Einschränkung – sogar zu ihrem weiteren Wachstum beitragen. Ein klar definiertes Regelwerk, das einen Rahmen für den Handel mit Kryptowährungen setzt, ist eine Grundvoraussetzung für die Mainstream-Adaption. Ohne die nötige Rechtssicherheit und den Verbraucherschutz wird es schwierig werden, breite Teile der Gesellschaft und traditionelle Unternehmen von Kryptowährungen zu überzeugen.

So bleibt festzuhalten, dass ein regulierter Handel mit Kryptowährungen möglich ist – in Japan geschieht er bereits. Die dortigen Erfolge geben dem System Recht: Japan ist (nach dem Verbot von Krypto-Börsen in China) zum weltweit größten Markt für den Handel mit Kryptowährungen aufgestiegen. Angesichts dieser Entwicklung scheint es nur eine Frage der Zeit, bis ähnliche Gesetze auch in Europa Anwendung finden.

BTC-ECHO

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