Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 6

Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 6

In der Reihe „Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen“ möchten wir uns die 10 meistverbreiteten Behauptungen bezüglich Kryptowährungen und deren Chancen und Risiken einmal genauer anschauen. Dabei werden wir uns täglich einen neuen Mythos vorknöpfen und diesen auf Richtigkeit prüfen.

Mythos 6: Kryptowährungen sind für institutionelle Anleger nicht attraktiv

Der nun folgende Text könnte Teile der Bitcoin-Community verärgern. Jedoch müssen auch die größten Krypto-Romantiker über kurz oder lang einsehen: Der Bitcoin und die anderen Kryptowährungen sind längst auch zu einer realen Investment-Option für institutionelle Anleger und Investoren geworden.

Die zentrale Grundidee des Bitcoin als dezentrale Peer-to-Peer-Währung ist es gewesen, die Abhängigkeit von Intermediären im internationalen Geldhandel zu verringern, diese in seiner formvollendeten Ausgestaltung gar gänzlich überflüssig zu machen. Diese Zielsetzung bestimmte auch die Denkweise der frühen Verfechter von Kryptowährungen als Instrumente für institutionenunabhängiges Handeln. Ziemlich schnell entwickelte sich der Bitcoin so als Symbol für die Befreiung von Institutionen und insbesondere Finanzinstituten.

Diese Grundidee spiegelte sich auch lange Zeit in der Nutzung des Bitcoin wieder. So wurde dieser zunächst partiell innerhalb einer langsam wachsenden Community als alternatives Zahlungsmittel genutzt. Als mit der Dauer der Nutzung Bitcoins als Zahlungsmittel sowie dem Aufkommen alternativer Kryptowährungen (Altcoins) die Akzeptanz dieser Zahlungsmethode zunahm, stieg auch der Tauschwert dieser Währungen an. Dies machte Kryptowährungen auch als Investment-Case interessant – zunächst wiederum vorrangig aus der Sicht der Mitglieder der Krypto-Community.

Seitdem ist jedoch einiges an Zeit vergangen. So kann inzwischen festgehalten werden, dass Kryptowährungen längst auch von institutionellen Akteuren adaptiert und für sich genutzt werden. In der Tat ist der Krypto-Markt in seiner aktuellen Ausgestaltung dem klassischen Wertpapiermarkt gar nicht mehr so unähnlich und weist in vielen Aspekten gar Vorteile diesem gegenüber auf.

So handelt es sich bei den nun im Umlauf befindlichen Token um eine gänzlich neue Anlageklasse, die als gesamte Masse ein Entwicklungspotential bietet, dass derzeit seinesgleichen noch sucht. So konnte die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen in diesem Jahr bisher verfünfzehnfacht werden – Tendenz nach wie vor steigend.

Selbstverständlich bietet ein Krypto-Invest keine Renditegarantie, geschweige denn die Sicherheit einer Vervielfachung des investierten Kapitals. Gerade gepaart in einem Asset-Mix mit traditionellen Investment-Möglichkeiten wie Wertpapieren oder Rohstoffen können Kryptowährungen im Rahmen einer Diversifikation des Portfolios zu einer Risikostreuung beitragen. Dabei machen gerade die geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen Kryptowährungen zu einem antizyklischen und robusten Invest, welches im Zweifel in der Lage sein kann, temporäre Fehlentwicklungen in anderen Bereichen auszugleichen.

Es kann also festgehalten werden, dass Kryptowährungen sich aus der anfänglichen Klientel-Ecke hinausbewegt haben und längst in der Mitte der (Investoren-)Gesellschaft angekommen sind. Auch aus der Sicht institutioneller Investoren können Kryptowährungen also als ein attraktiver Weg angesehen werden, sein Geld diversifiziert und chancenorientiert anzulegen.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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