Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 1

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Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen – Teil 1

In der Reihe „Die 10 größten Mythen über Kryptowährungen“ möchten wir uns die 10 meistverbreiteten Behauptungen bezüglich Kryptowährungen und deren Chancen und Risiken einmal genauer anschauen. Dabei werden wir uns täglich einen neuen Mythos vorknöpfen und diesen auf Richtigkeit prüfen.

Mythos 1: Mit Kryptowährungen werden überwiegend kriminelle Geschäfte wie beispielsweise Geldwäsche betrieben

Unser erster Mythos ist die vielverbreitete Auffassung, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen in erster Linie zur Durchführung und Verschleierung von krummen Geschäften verwendet wird. Dabei muss man zwei Arten von kriminellen Handlungen bei der Nutzung von Bitcoin unterscheiden:

Zum einen heißt es, der Bitcoin werde genutzt, um zwielichtige Geschäfte mit ihm zu betreiben. Pornographie, Terrorismus oder der internationale Drogenhandel, die Liste illegaler Aktivitäten ist lang. In diesem Zusammenhang sollen Kryptowährungen vor allem aufgrund ihrer Anonymität ein beliebtes Zahlungsmittel sein, verbotene Waren zu kaufen und zu verkaufen.

Zum anderen sollen Kryptowährungen als Mittel für illegale Finanzgeschäfte missbraucht werden. Vor allem für Geldwäscheaktivitäten, Steuerbetrug und die Verwischung von Finanzmarktgewinnen soll die Lagerung von Geldwerten in Krypto dienen.

Doch wie schlimm steht es wirklich um den Krypto-Missbrauch? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass in der Vergangenheit Bitcoin und andere Kryptowährungen dafür verwendet wurden, illegale Güter zu handeln. Ebenso sind Kryptowährungen für Geldwäscheaktivitäten oder Ähnliches verwendet worden. Allein die Tatsache, dass diese Fälle bekannt und aufgeklärt werden konnten, offenbart jedoch, dass es gar nicht so einfach sein kann, digitale Währungen für kriminelle Zwecke zu nutzen.

So mag eine Bitcoin-Transaktion auf den ersten Blick geschützt und anonym erscheinen, jedoch ist eine in der Blockchain gespeicherte Transaktion auf ewig nachvollziehbar und rückverfolgbar. Entsprechend falsch ist es daher, bei Bitcoin von Anonymität zu sprechen. Bitcoin ist pseudonym und Behörden sowie andere Akteure haben schon öfter unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sind, die Person hinter der Bitcoin-Transaktion ausfindig zu machen. Transaktionsmuster, Schnittstellen zu Börsen sowie hinterlassene Spuren auf sonstigen Plattformen lassen Bitcoin nur vermeintlich anonym erscheinen. Anders sieht es da bei den “weitestgehend” anonymen Kryptowährungen wie Monero oder ZCash aus, diese machen eine Identifizierung deutlich schwieriger, nicht aber unmöglich.

Folglich eignen sich Kryptowährungen nur bedingt besser für kriminelle Geschäfte als dies Fiatwährungen tun.

Zudem gibt es keine verlässlichen Statistiken, dass Kryptowährungen in der Tat eine höhere Frequenz an illegalen Transaktionen aufweisen als beispielsweise der Euro oder der US-Dollar. Dementsprechend kann dieser Mythos tendenziell relativiert werden: Es gibt Fälle des Missbrauchs für kriminelle Geschäfte, diese sind jedoch weder ein den Kryptowährungen exklusives Phänomen, noch sind sie die dominierende Verwendung digitaler Währungen.

Bitcoin ist längst nicht mehr nur die Währung des Darknets. Durch die zunehmende Mainstream-Adaption wird die Konnotation mit illegalen Geschäften immer weiter reduziert. Bestes Beispiel für den Sinneswandel sind die großen Zeitungen. Handelte vor einem Jahr praktisch jeder Artikel zu Bitcoin über die Nutzung von Bitcoin im Darknet, so finden sich gegenwärtig immer weniger Artikel dieser Machart. Vielmehr steht nun “auf einmal” das Kurspotential im Mittelpunkt.

BTC-ECHO

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