Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Die Deutsche Bundesbank hat sich in ihrem Juli-Monatsbericht unter anderem mit dem Thema Kryptowährungen auseinandergesetzt. Neben der Eignung von Bitcoin und Krypto-Token für den Zahlungsverkehr beleuchtet die Zentralbank die Herausforderungen, die Stable Coins wie der Facebook-Coin Libra bedeuten.

Bitcoin: Ein „spekulatives Nischenprodukt“


Die Deutsche Bundesbank sieht für Kryptowährungen wie Bitcoin keine Zukunft als praktikables Zahlungsmittel. Zu hoch seien die Kursschwankungen sowie das Bedürfnis nach einem verantwortlichen Herausgeber der Währung.

Vor allem aufgrund starker Preisschwankungen […] sowie fehlender Stabilisierungsmechanismen durch einen Emittenten […] werden sie in der Breite nicht als Zahlungsmittel verwendet.

Ferner verweist die Bundesbank auf die relativ geringe Marktkapitalisierung von Kryptowährungen, verglichen mit jener des Euros:

Die meisten genannten Krypto-Token sind wertmäßig kaum von Bedeutung […]. Selbst das enge Geldmengenaggregat des Euroraums, M1 (Bargeldumlauf plus Sichteinlagen von Nichtbanken), liegt bei mehr als dem 25-Fachen des Wertes aller Krypto-Token.

Die Volatilität der Kurse disqualifiziere Bitcoin & Co. ferner als Wertspeicher. Damit seien Kryptowährungen und Krypto-Token ein „Nischenprodukt, das überwiegend spekulativ orientierte Anleger nutzen.

Libra: Deutsche Bundesbank wartet ab

Neue Vorstöße wie der Facebook-Coin Libra könnten indes der Verwendung von digitalen Währungen einen Akzeptanzschub verleihen.

Mit zunehmender Entwicklung und Verwendung von vergleichsweise wertstabilen Stable Coins entstehen allerdings Krypto- Token, die Potenzial zur stärkeren Verwendung im Transaktionsgeschäft aufweisen. Dazu gehören auch die unlängst veröffentlichten Pläne eines Konsortiums von großen Plattformanbietern wie Facebook sowie internationalen Zahlungsdienstleistern unter dem Namen „Libra“.

Sollte Libra sich indes rasch als alternative Zahlungsmöglichkeit zu Fiatgeld etablieren, könnte sich dies „nachhaltig und spürbar auf das Finanzsystem und die Notenbanken auswirken“.

Aufgrund zahlreicher technischer und regulatorischer Fragen bezüglich Libra sei es jedoch noch zu früh, weitergehende Schlussfolgerungen hinsichtlich Libra zu ziehen.

Auch bezüglich der Herausgabe einer eigenen Kryptowährung sieht die Deutsche Bundesbank bislang noch keinen Handlungsbedarf.

Tokenisierung als Innovationstreiber

Während die Deutsche Bundesbank ihre Bitcoin-skeptische Haltung untermauert, gibt sie sich hinsichtlich der Innovationskraft der Distributed-Ledger-Technologie überzeugt. Vor allem die Tokenisierung, also die digitale Verbriefung von Vermögenswerten in Form von Security Token, biete Chancen für einen effizienteren Wertpapiermarkt.

Mittels Tokenisierung könnten Teilnehmer über Länder- und Währungsräume hinweg auf einer einheitlichen Basis Werte und Wertpapiere austauschen. Durch die Verwendung in digitalen grenzüberschreitenden Netzwerken könnten Prozesse automatisiert und effizienter gestaltet werden, die bislang teilweise manuelle Eingriffe erfordern.

Abschließend mahnt die Bundesbank eine Regulierung nach Augenmaß an. Danach soll der Wettbewerb im europäischen Zahlungsmarkt gewährleistet bleiben, ohne dabei die Finanzmarktstabilität und Sicherheit des Zahlungsverkehrs zu gefährden.

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