Deutsche Bank Analyst: Blockchain hätte Soros Leak verhindern können

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Behörden sind nicht die einzigen, die von einem Wechsel globaler Finanztransaktionen auf ein gemeinsames Ledger profitieren würden, sagte ein Analyst der Deutschen Bank.

Investoren könnten ebenfalls von der Blockchain-Technologie profitieren.

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Ein typisches Beispiel: Im letzten Monat hat die holländische Finanzbehörde AFM unfreiwillig Aufzeichnungen über Short-Positionen der letzten vier Jahre veröffentlicht. Unter den wertvollen Daten, die zeigen wie Investoren gegen Unternehmen wetten, waren auch zahlreiche Entscheidungen des bekannten Investoren George Soros.

Hätte man all diese Daten auf eine Blockchain gespeichert, wären die Daten nicht geleaked. Zumindest erklärt es der Analytiker Jamal Simpson so.

Simpson erklärte CoinDesk:

“Das war ein Paradebeispiel … Distributed Ledger Technology oder Blockchain-Technologie hätten dieses Ereignis verhindern können.”

Das Ergebnis dieses Fehlers (der mal eben hunderte Short-Positionen offengelegt hat) war die Veröffentlichung dieser Informationen. Dies führte zu wertvollen Einsichten in die Investitionsstrategien zahlreicher Investoren, inklusive Soros.

Zwar waren die Behörden schnell dabei die Daten wieder zu löschen, doch der Schaden war bereits angerichtet. Unter den zahlreichen Shorts, waren Wetten gegen mehrere niederländische Banken und den Renaissance Technologies Medallion Fond.

Um die Brisanz von Soros Investmententscheidungen zu beleuchten, hat das Magazin Forbes geschätzt, dass der US-Investor ein Reinkapital von 25,2 Milliarden US-Dollar besitzt.

“Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn irgendjemand davon Wind bekommen hat”, sagte Simpson in einer persönlichen Einschätzung, “dann sind sie in der Lage festzustellen wer was besitzt, wer welche Anteile besitzt und so wären sie in der Lage sehr strategisch gegen diese Positionen vorzugehen.”

Das Potenzial des Übergangs zur Distributed Ledger Technology wurde von Branchen-Vertretern bereits häufig diskutiert. Man spricht sich hier für sogenannte “regulatory Nodes” (behördliche Nodes) aus, welche den Regierungsbehörden Echtzeitdaten zukommen lassen würden.

Simpsons Aussagen spiegeln aber auch einige Vorteile der Technologie für Investoren wider. Die Informationen wären effektiv mit einer Blockchain verhindert worden, indem man sie im Prozess abgefangen hätte.

Viele Institutionen haben ihre Bedenken, wenn sie darüber nachdenken ihre Finanztransaktionen auf eine Blockchain zu verlagern. Doch Simpson betont, dass der Soros-Leak auf ein tieferliegendes Problem des derzeitigen Systems hinweist.

Mehr Kontrolle

Simpson kam schnell zu der Erkenntnis, dass die erforderlichen Veröffentlichungen, die vom Gesetz her vorgeschrieben sind, automatisiert werden können. Beispielsweise hat Soros im letzten Juni eine Short-Position gegenüber der Deutschen Bank aufgestellt, als der Brexit bevorstand.

In diesem Fall war Soros Investment über der minimalen Grenze, die eine Veröffentlichung vorsieht. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Schutz für die Investoren und erforderliche Veröffentlichungen in selbst-ausführende Contracts der Blockchains programmiert werden können.

Den Skeptikern der Finance-Blockchains sagte Simpson:

“Es gibt mehr als einen Weg Informationen abzusichern, selbst wenn man nicht die Blockchain-Technolgie nutzt. Ich sage aber einfach nur, wenn man die Blockchain-Technologie nutzen will, dann ist es möglich. Es ist technisch möglich mehr Sicherheit zu erreichen.”

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Michael del Castillo via coindesk

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