Deutsch-Französischer Ansatz zur Krypto-Regulierung

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: French President Emmanuel Macron, German Chancellor Angela Merkel at the European G20 Preparatorty Summit in the Chanclery in Berlin via Shutterstock

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Die Finanzminister von Deutschland und Frankreich sind bei einem Treffen in Paris am gestrigen Donnerstag darüber übereingekommen, an einer gemeinsamen Krypto-Regulierung zu arbeiten. Ein Grund für diese Agenda wird der in den letzten Monaten gestiegene Relevanz von Bitcoin & Co. geschuldet sein. Ihren Vorschlag wollen sie im März beim G20-Gipfel vorbringen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die Bewegung, die es nicht nur in dieser Woche auf dem Krypto-Markt gegeben hat, scheint auch auf oberster staatlicher Ebene nicht unbemerkt geblieben zu sein. So spielte das Thema Kryptowährungen auch beim Treffen der Finanzminister am gestrigen Donnerstag in Paris eine Rolle. Dahingehend verständigten sich der derzeit geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmeier (CDU) mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire (LREM) darauf, sich dieser Frage künftig gemeinsam zu widmen.

So wollen Deutschland und Frankreich in den nächsten beiden Monaten eine gemeinsame Strategie entwickeln, den Krypto-Handel in beiden Landern stärker in geordnete Bahnen zu lenken. Bruno Le Maire teilte mit, dass bis zum G20-Gipfel im März in Argentinien ein konkreter Vorschlag vorliegen soll, der im Rahmen des dortigen Treffens der Finanzminister präsentiert werden soll. Diese Initiative geht vom französischen Finanzministerium aus und wird von den deutschen Kollegen unterstützt.

Das Bundesfinanzministerium spricht sich in diesem Zusammenhang klar für eine transnationale Regulierung von Kryptowährungen aus. Insbesondere innerhalb der Eurozone müsse ein einheitlicher Rahmen gelten. Zeitgleich zum gemeinsamen Vorstoß zu einer Krypto-Regulierung soll es zudem auch bald in der Frage der Reform der Eurozone vorangehen, allem voran in der Frage einer Banken- und Kapitalmarktunion. Bisher werden entscheidende Schritte jedoch noch durch die schleppende deutsche Regierungsbildung erschwert.


Eine baldige deutsch-französisch geführte europäische Initiative zur weiteren Regulierung des Krypto-Handels ist indes zu begrüßen. Im Gegensatz zu einer restriktiven Gesetzgebung, wie sie derzeit beispielsweise in China oder Südkorea praktiziert wird, zielt ein europäischer Ansatz darauf ab, die Risiken für Verbraucher zu minimieren, ohne Kryptowährungen dabei jedoch ihren Möglichkeiten zu berauben. Eine solche nachhaltig gedachte Regulierung ist vor allem nötig, um Kryptowährungen zu einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz zu verhelfen und diese somit wahrhaft massentauglich zu machen.

BTC-ECHO


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