Der Tiger wird zahm: Erste Schritte zur Bitcoin-Akzeptanz in China

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Teilen
BTC10,461.64 $ 0.06%

Wenn man einem Schiedsbeschluss Glauben schenkt, scheint China seine Position um Bitcoin überdacht haben: Laut Bericht des Shenzhen International Court of Arbitration ist es weder verboten, Kryptowährungen zu besitzen noch zu transferieren. Ein insgesamt gutes Zeichen für die Adaption in China. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

China und Bitcoin haben eine komplizierte Geschichte. Mal wurde ein Verbot ausgesprochen, mal wieder gelockert, um schließlich wieder verschärft zu werden. Unabhängig von der Einordnung der Blockchain oder bestimmter Kryptowährungen war die Haltung Chinas bezüglich digitaler Währungen bisher ambivalent.

Die hin- und herpendelnde Beziehung zwischen China und Bitcoin schwingt aktuell wieder ins Positive: Der Shenzhen International Court of Arbitration betonte in einer Veröffentlichung vom 25. Oktober, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen der chinesischen Definition von Eigentum entsprechen. Als solches dürften Investoren Kryptowährungen besitzen und Händler diese als Zahlungsmittel akzeptieren.


Der Beschluss wurde im Rahmen eines Schiedsgerichtes gefällt, in dem es um Transaktionen von Bitcoin, Bitcoin Cash und Bitcoin Diamond ging. Derzeit hat China die regulatorischen Details bezüglich des Besitzes und des Transfers von Kryptowährungen noch nicht endgültig geklärt. Nach der derzeitigen Rechtsordnung bestätigte das Schiedsgericht jedoch die Eigentumsattribute von Kryptowährungen in Übereinstimmung mit geltendem Recht. Die genaueren Details hinter dem Gerichtsstreit hat Katherine Wu in einem Twitter-Thread genauer ausgeführt.

Versöhnt sich China mit Bitcoin?

Damit ist der Kampf um eine vollständige Akzeptanz Bitcoins seitens der chinesischen Regulierungsbehörden noch nicht ausgestanden. Der Beschluss eines Schiedsgerichts ist von einem Gesetzesentwurf zu unterscheiden. Bis die chinesischen Behörden einen endgültigen, positiven Rechtsentwurf verabschieden, ist dieser Beschluss in erster Linie ein Schiedsbeschluss zwischen zwei streitenden Parteien.

Dennoch ist dieser Beschluss im größeren Kontext zu sehen: China wird wieder wohlwollender gegenüber Bitcoin. Ende September hat eines der etablierteren Technikmagazine verkündet, dass sie Bitcoin ab 2019 als Zahlungsmittel akzeptieren. Man sieht also insgesamt zwei positive Entwicklungen. Zum einen stieg das Interesse an Bitcoin trotz der strengen Regulierung Chinas weiterhin an, zum anderen sind damit erste Schritte in Richtung einer fairen Krypto-Regulierung getan.

BTC-ECHO


Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany