Der Bitcoin-Kurs steigt – was es zu wissen gibt. Die Lage am Mittwoch

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Bitcoin-Kurs konnte endlich wieder größere Sprünge in Angriff nehmen. Doch haben wir es mit einer langfristigen Entwicklung zu tun? Oder befindet sich der gesamte Krypto-Markt in einer Bullenfalle? Wie sieht es bei Ripple, Ethereum und anderen Altcoins aus? Und welche Entwicklungen können wir für die Zukunft erwarten? Die Lage am Mittwoch. 

Am 2. April war es endlich wieder soweit. Der Bitcoin-Kurs legte große Sprünge aufs Krypto-Parkett. So durchbrach er nicht nur wichtige Resistances, sondern stürmte direkt auf die 5.000-US-Dollar-Marke zu, die er kurzfristig sogar noch knackte. Dementsprechend waren es bis zu 15 Prozent, die die Kryptowährung aller Kryptowährungen innerhalb kurzer Zeit an Stärke gewinnen konnte. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Ist diese Entwicklung nachhaltig? Oder tappt der Krypto-Markt lediglich in eine Bullenfalle?

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Doch entgegen aller Befürchtungen greifen die Bullen nun ernsthaft die 5.000 US-Dollar-Marke an. Am heutigen Mittwoch dem 3. April, bewegt sich der BTC-Kurs bei 4.900 US-Dollar, nachdem er die 5.000er Hürde am frühen Morgen abermals genommen hatte.

Auch von der Altcoin-Front gibt es durchweg positive Nachrichten. Innherhalb der Top-10 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung kann vor allem der Bitcoin-Cash-Kurs (BCH) mit einem satten Tagesplus von knappen 40 Prozent glänzen. Doch auch die Kerzen von Litecoin (LTC) und Cardano (ADA) sind noch grüner als der Rest der großen Zehn: Die Kurse der beiden sind innerhalb der letzten 24 Stunden um 20 (LTC) bzw. 15 Prozent (ADA) gestiegen. Sowohl ADA als auch BCH können auf Kursanstiege von über 100 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage zurückblicken.

Die Kursrallyes spiegeln sich in der Marktkapitalisierung des gesamten Krypto-Marktes wieder: Diese liegt bei aktuell 170 Milliarden US-Dollar und konnte damit seit gestern über acht Prozentpunkte zulegen. Noch deutlicher gestalten sich die Zuwächse auf Wochensicht: Vor sieben Tagen lag die Gesamtmarktkapitalisierung noch bei rund 144 Milliarden US-Dollar – knapp 18 Prozent unter dem heutigen Stand.

Kein schlechter Scherz: Der Bitcoin-Kurs

Zur Einordnung: Es gibt Indikatoren dafür, dass sich die Investorenstimmung langsam auf die Seite des Krypto-Markts schlägt. So spricht Steve Eisman, Portfolio Manager von Neuberger Berman, in einem Interview mit der Financial Times etwa davon, dass Banken in Kanada zunehmend unter Druck geraten. So seien sowohl der Immobilienmarkt als auch die allgemeine Wirtschaft Kanadas aktuell in einem desolaten Zustand. Als Short Seller von kanadischen Bankaktien sieht er eine Normalisierung des kanadischen Kreditwesens für notwendig, wie sie seit 20 Jahren nicht stattgefunden habe. Er erwarte dementsprechend zwar nicht so tragische Auswirkungen wie bei der Finanzkrise vor zehn Jahren. Dennoch: Die (Welt-)Wirtschaft stehe unter Druck.

Dash & Co. auf dem Vormarsch

Kein Wunder also, dass es Bewegungen am Krypto-Markt gibt. Projekte wie Dash, Monero oder auch Tezos sichern sich dabei zunehmend ihre Plätze auf der Überholspur. Und das hat nicht länger nur mit Spekulation zu tun. Denn wie man gerade letzteren Beispielen entnehmen kann, gibt es auf Seiten vieler Altcoins technologische Fortschritte zu verbuchen, die fundamentale Kursanstiege rechtfertigen.

Der Blick auf das Kaizen-Krypto-Markt-Modell kann hier aufschlussreich sein. Hier heißt es, dass wir es in Zukunft mit neuen, aber selektiveren Hype-Zyklen zu tun haben werden. Künftige Investoren werden sich also jene Projekte aussuchen, die tatsächlich Substanz haben. Keine Frage, Bitcoin-Kurs und Altcoinmarkt sind nach wie vor stark korreliert. Dennoch: Hier und da schälen sich nach und nach mehr und mehr Projekte heraus und setzen sich von der Masse ab.

Der blinde Hype ist vorbei

Eins scheint hier jedenfalls festzustehen: Die blinde Hype-Phase, die Phase des „stupid money“ scheint überstanden zu sein. Nun beginnt die Auslese: Substantielle Projekte werden bestehen bleiben. Token jedoch, die sich nur zur Zierde mit dem Namen „Blockchain“ behängen, dürften es in Zukunft deutlich schwerer haben. Denn, so heißt es im Kaizen-Krypto-Markt-Modell:

Je reifer eine Technologie ist, desto besser werden ihre Potentiale und Grenzen vom Markt verstanden. Einige Anwendungsfälle werden vollständig verworfen, da ihre Befürworter keinen tatsächlichen Wert schaffen […].

Andere wiederum finden ihren Weg in den Mainstream. Einer davon, so sieht es aktuell zumindest aus, ist der Anwendungsfall Security Token Offering. Die STOs als regulatorisch wertvollere Weiterentwicklung der ICOs befinden sich unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Tokenisierung bricht sich Bahn

Auch die damit einhergehende weitreichende Tokenisierung von Assets bricht sich derzeit Bahn. So berichteten wir erst kürzlich über eine Immobilie aus Wiesbaden. Das deutsche Funds-as-a-Service-Start-up Brickblock tokenisierte ihre Anteile mit einem Volumen von insgesamt zwei Millionen Euro. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: Durch den Erwerb der Token erhalten die InvestorInnen Anspruch auf Dividenden aus Mieteinahmen sowie auf Zinsen und Kapitalausschüttungen.

Durch solche Beispiele zeigt sich: Es reift, das Bitcoin-Ökosystem. Doch dabei kann es sich um einen längeren Prozess handeln. Keine Frage, es wird noch einige Rückschläge geben. Doch auf einem guten Weg sind Bitcoin & Co.

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