Deaktivierte Konten: Was ist los mit der Krypto-Börse Bittrex?

Die Krypto-Börse Bittrex hat sich nun zu den Vorwürfen geäußert, dass Kundenkonten stillgelegt worden seien.

In den sozialen Medien haben einige Nutzer aufgewühlt davon berichtet, dass sie nicht mehr an ihre Accounts bei Bittrex kämen. Auch uns erreichten Anfragen von Lesern, die uns dieses Problem geschildert haben. Seitens Bittrex gab es allerdings bis vor wenigen Stunden noch kein Statement zu den Vorwürfen.

Nun hat sich die Krypto-Börse auf ihrer Hompage endlich zu Wort gemeldet, um die Situation aufzuklären bzw. aufgebrachte Kunden zu beruhigen. So heißt es:

“Wir führen regelmäßig Compliance-Checks durch und arbeiten wachsam, um unseren Service und unsere Kunden vor Schäden zu bewahren. Als Teil eines solchen Compliance-Checks haben wir einige Accounts zeitweise während der Überprüfungsphase deaktiviert. Die Gesamtanzahl der deaktivierten oder gesperrten Accounts ist allerdings sehr begrenzt: Weniger als 0,1 % der Accounts bei Bittrex sind betroffen. Mehr als 99,9 % aller Accounts bei Bittrex sind von den Maßnahmen unberührt.”

Auch wenn angeblich nur wenige Accounts von den Sperrmaßnahmen betroffen waren oder noch sind, stellt sich die Frage, warum Bittrex diese nicht kontaktiert hat bzw. kein öffentliches Statement, rechtzeitig versteht sich, veröffentlicht hat. Schließlich ist es nicht gerade verwunderlich, wenn es bei solchen Maßnahmen zu Panik unter den Nutzern kommt.

Solche Vorfälle schaden dem Image der Krypto-Börse massiv. Nicht wenige werden die Tage daher sicherlich über einen Umzug zu einer anderen Börse, wie beispielswiese Poloniex, nachdenken. An diesem Vorfall zeigt sich, wie wichtig ein guter Kundensupport für das Geschäftsmodell ist. Ein Aspekt, den sicherlich einige Unternehmen aus dem Blockchain-Sektor besser berücksichtigen sollten.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Politik und Wirtschaft in Münster studiert und verschiedene berufliche Stationen, etwa in einer der führenden Unternehmensberatungen und im Bundeswirtschaftsministerium, absolviert. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Speaker, zuletzt etwa auf dem St. Petersburg International Economic Forum 2017, referiert er über das makroökonomische Potential der Blockchain.