DDoSCoin: Den Coin, den man sich für DDoS Angriffe verdient

Max Kops

von Max Kops

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Theatermasken auf schwarzem Untergrund

Quelle: © psdesign1 - Fotolia.com

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DDoSCoin soll die digitale Währung heißen, die das Mining auf eine etwas ungewöhnliche Art ermöglicht: Teilnehmer werden belohnt, wenn sie sich an einem Hackerangriff, genauer gesagt einer DDoS Attacke, beteiligen.
DDoS als digitale Gemeinschaft

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

DDoS als digitale Gemeinschaft

Es könnte ein Alptraum aller IT-Sicherheitsexperten sein: Mit der Kryptowährung ließen sich große Teilnehmerzahlen erreichen, indem man die Unterstützer des Angriffs gemäß dem Mining Prinzip mit neuen Coins entlohnt. DDoS Attacken, die darauf abzielen, einen Server durch massenhafte, gleichzeitige Zugriffe zu kompromittieren, könnten damit im großen Stil organisiert werden. Eine übliche DDoS Attacke besteht meist aus vielen Rechnern, die selbst zuvor Opfer von Viren geworden sind, und anschließend (unbemerkt) dazu genutzt werden, um am Angriff teilzunehmen. Mit einer passenden Kryptowährung würden Menschen sogar bewusst und freiwillig mit Aussicht auf entsprechende Vergütung an Hackerangriffen teilnehmen.

Wissenschaftler entwickelten Proof-Of-Work Konzept

Entstanden ist die Idee des DDoSCoin in einem Paper von zwei Forschern, die sich mit alternativen Proof-Of-Work Konzepten auseinandergesetzt hatten und Möglichkeiten fanden, die Teilnahme an einem DDoS Angriff nachzuweisen, damit ein entsprechender “Miner” im Anschluss vergütet werden kann. Das Paper der University of Colorado Boulder und der University of Michiganist ist unter dem Titel  DDoSCoin: Cryptocurrency with a Malicious Proof-of-Work online verfügbar. Wie im Paper zu lesen ist, erreicht man den Proof-Of-Work durch kryptografische Nachrichten, die durch eine große Anzahl an TLS-Verbindungen zum anzugreifenden Server aufgebaut werden.

Warum entwickeln Wissenschaftler eine weitere Grundlage für Cyberkriminalität?

Eine berechtigte Frage, die man sich bei diesem Thema stellen dürfte, ist die Motivation hinter der Erforschung dieses Themenbereichs. Obwohl es sich hierbei um ein Vorgehen handelt, dessen einziger Zweck Anwendung in der Cyberkriminalität findet, scheinen die Forscher sich weiter für das Feld der Proof-Of-Work Konzepte interessiert zu haben. In einem Technikmagazin antwortete man auf Nachfrage mit einem locker gemeinten “¯_(ツ)_/¯”.  Auf weitere Nachfrage erklärte Wustrow:

Andere Forscher haben bereits alternative Proof-Of-Work Systeme untersucht, aber wir glauben, dass es nach wie vor viele Einsatzmöglichkeiten für andere Zwecke gibt. […]

Einen Proof-Of-DDoS zu entwickeln ist nicht das Hauptziel, aber wir denken, dass es eine gute Möglichkeit ist, um Menschen zum Nachdenken über diese Konzepte anzuregen.


So scheint der DDoSCoin eine interessante Idee zu sein, die beweist, dass es im Hinblick auf Kryptowährungen schier unbegrenzte Möglichkeiten gibt. Auch wenn der DDoSCoin nie mit den “üblichen” Kryptowährungen vergleichbar sein wird, so kann er durchaus einen Beitrag dazu leisten, neue oder alternative Proof-Of-Work Konzepte zu entwerfen, um sie in einem anderen (Mining-)Kontext zu verwenden.

Das Paper kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

BTC-ECHO

Originalbeitrag For the Lulz! DDoSCoin that Pays for Taking Part in DDoS Attacks via newsBTC


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