Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten

Quelle: Shutterstock

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Es ist der Albtraum jedes Plattform-Benutzers: Sensible Daten wie Wohnort, Passwörter und sogar Kreditkarteninformationen stehen für Tage völlig ungeschützt im Netz. Jeder mit einem Zugang zum Internet kann problemlos darauf zugreifen. Noch haarsträubender wird es, wenn es sich bei besagter Plattform um eine Bitcoin-Börse handelt, bei der Anleger mitunter große Beträge traden. So geschehen bei der schwedischen Krypto-Exchange QuickBit.

Wie Comparitech erstmals am 22. Juli berichtete, sorgten Fehler bei der Migration einer Datenbank für ein veritables Datenleck. Dem Bericht zufolge gelangten Kundendaten mit teils sensiblem Inhalt für mindestens drei Tage ungeschützt ins Internet. Die geleakten Daten enthielten demnach Kundeninformationen zu:

  • Klarnamen
  • Adresse
  • E-Mail
  • Geburtsdatum
  • Zahlungsinformationen wie die letzten vier Ziffern der hinterlegten Kreditkarte
  • Transaktionsdetails zu Trades
  • Usernamen
  • in Einzelfällen sogar Passwörter

Gerade letzteres dürfte Kunden Kopfschmerzen bereiten. Schließlich könnten potenzielle Angreifer die Informationen nutzen, um die jeweiligen Accounts der Kunden zu übernehmen. Doch nicht nur das, denn wie Studien gezeigt haben, nutzen 52 Prozent aller Internetnutzer dieselben Passwörter für eine Vielzahl von Plattformen.

Comparitech verhindert Schlimmeres

Dank den Sicherheitsexperten von Comparitech konnte QuickBit Schadensbegrenzung betreiben. Denn diese nahmen nach Bekanntwerden des Leaks unverzüglich Kontakt zu der Bitcoin-Börse auf und konnten so möglicherweise Schlimmeres verhindern. QuickBit hat das Datenleck mittlerweile geschlossen.

Die Techniker von QuickBit haben unverzüglich Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass alle Server hinter Firewalls geschützt sind, und um die Möglichkeit ähnlicher Vorfälle zu verhindern. Wir möchten betonen, dass die Daten, auf die zugegriffen wurde, weder dem Unternehmen noch seinen Kunden Schaden zufügen können,


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des schwedischen Unternehmens. Dies steht im Widerspruch zu dem Comparitech-Bericht. Schließlich war darin die Rede von veröffentlichten Passwort-Daten, mit denen potenzielle Angreifer sehr wohl Schaden anrichten könnten.

Comparitech empfiehlt allen QuickBit-Kunden, ihre Passwörter zu ändern.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Angesagt

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.