Das Meinungs-ECHO: Schrödingers Bitcoin

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Bitcoin ist tot, meint die Süddeutsche Zeitung. Au contraire, meint hingegen BTC-ECHO. Derweil sucht Morgan Creeks Digital Capital nach einem Dummen, der auf ihre Eine-Million-US-Dollar-Wette eingeht. Das Meinungs-ECHO KW50.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Bitcoin ist so tot wie seine Hodler verblendet sind, meint Victor Gojdka von der SZ in einem als Kommentar getarnten BTC-Rant. Der Mutter aller Kryptowährungen, der Gojdka im November noch zum zehnten Geburtstag gratulierte, sei die Einlösung ihrer zahlreichen Heilsversprechen nicht gelungen. Anstatt diese Realität endlich anzuerkennen und aus dem Traum, im Lambo die Mondlanschaft zu erkunden, zu erwachen, sei die Bitcoin-Community um keine Ausrede zum Weiterhodln verlegen:

 „Irgendeine Ausrede für das Siechtum des Bitcoin findet sie immer: Einmal habe ein amerikanischer Starbanker gegen Bitcoin gewettert und so Panik verursacht. Kürzlich, so hieß es, habe der Kampf zweier Größen im Kryptogeschäft die Anleger verunsichert.“

In der Tat halten viele das Debakel um Bitcoin ABC und Bitcoin SV für einen der Gründe, warum der Krypto-Markt am kränkeln ist. So titelte etwa ein gewisser Victor Gojdka am 22. November im Zürcher Tagesanzeiger:

„Zwei Bitcoin-Größen sabotieren ihr Werk – Seit Jahresbeginn hat Bitcoin fast 70 Prozent seines Werts eingebüßt. Auch ein Machtkampf im Reich der Kryptowährungen hat die Unsicherheit ausgelöst.“


Immerhin: Gojdka räumt ein, dass „die eine oder andere Kryptowährung“ Überlebenschancen habe; zumindest, „sofern sie im Alltag Nutzen stiftet.“ Bitcoin indes werde es als eine der ersten Ausprägungen einer neuen Technologie so ergehen wie Netscape, dem vergessenen Webbrowser des damals noch jungen Internet. Demnach ist die Krypto-Gemeinde in etwa so verblendet wie die ersten Geeks, die das Internet für die nächste große technologische Revolution hielten.

Dass BTC trotz der Bärenprügel noch quicklebendig ist, hat Phillip Horch hier erörtert.

Bitcoin sackt S&P 500 ein, wetten?

Unterdessen setzt auch Morgan Creek Digital Assets weiterhin auf BTC – buchstäblich. Die Investment-Firma wettet eine Million US-Dollar darauf, dass ihr Krypto-Index (77,4 Prozent Bitcoin, 11,1 Prozent Ethereum, der Rest auf acht Altcoins verteilt) in den nächsten zehn Jahren den S&P 500 schlagen wird.

Inspiriert ist die Idee von Warren Buffet, der 2007 wettete, dass der S&P 500 in zehn Jahren besser abschneidet als eine Auswahl von Hedgefonds von Protégé Partners – und recht behielt. Morgan Creek suchen derweil noch nach einem Gegenspieler. Dieser sollte sich angesichts der zahlreichen wohlbetuchten Krypto-Skeptiker wohl nicht allzu schwer finden lassen, oder?

Anthony Pompliano, Co-Founder von Morgan Creek Digital Assets, erklärte gegenüber CNBC:

„Viele Leute mögen sich das ansehen und denken, dass wir bei Krypto bullish sind – aber man muss sich ansehen, mit welchem Vermögen wir es zu tun haben. Auch öffentliche Aktien sind nicht gerade auf ihren Allzeithöchstständen.“

Pompliano wettet nicht nur auf BTC, er prophezeit zudem, dass die Killer-App für Krypto ausgerechnet von Facebook kommen wird:

„Ich wette, Facebook entwickelt das meistbenutzte Krypto-Produkt“,

twitterte Pompliano in Reaktion auf einen zynischen Post von The-Block-Gründer Mike Dudas. Dieser hat eine Blockchain-Stellenausschreibung von Facebook mit den zynischen Worten bedacht:

„Ein fantastischer Job für berufliches Prestige, ohne das Risiko, etwas liefern zu müssen.“

https://twitter.com/mdudas/status/1070495232825929729

BTC-ECHO


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