Das Meinungs-ECHO KW 44: Bitcoin muss sich legitimieren

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Dem Investmentgiganten BlackRock ist Bitcoin noch nicht koscher genug, um einen BTC ETF aufzulegen. Reggie Browne verweist auf fehlende Märkte und Daten, die der Zulassung eines BTC ETF im Wege stehen. Ron Paul will indes lieber die Fed regulieren, während eine Mehrheit der US-Amerikaner sich für Wahlkampfspenden in Kryptowährungen ausspricht. Das Meinungs-ECHO der Kalenderwoche 44.
BlackRock: Bitcoin-Markt muss sich „legitimieren“

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

BlackRock: Bitcoin-Markt muss sich „legitimieren“

Der größte Vermögensverwalter der Welt, BlackRock, schließt die Auflage eines börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) nach wie vor nicht aus. Allerdings muss der Krypto-Markt zunächst noch an „Legitimität“ gewinnen. Dabei ist vor allem die vermeintliche Anonymität von Bitcoin ein Dorn im Auge des BlackRock-Chefs Larry Fink. Dieser sagte laut CNBC auf der New York Times Dealbook Conference:

„Ich sehe durchaus einen Tag, an dem wir elektronischen Handel mit einer Währung betreiben könnten, die ein Vermögensspeicher sein könnte. Aber im Moment braucht die Welt keinen solchen Vermögensspeicher, es sei denn, für Dinge, die man nicht tun sollte.“

Fink spielt damit auf Finanzkriminalität wie Steuerhinterziehung und Geldwäsche an, ein Thema, das den Bitcoin seit seiner Entstehung vor nunmehr zehn Jahren verfolgt. BlackRock setzt sich seit Juli intensiv mit Bitcoin & Co. auseinander. Die bisherige Haltung des Multi-Billionen-US-Dollar-Konzerns lässt sich mit „Blockchain ja, Bitcoin: gegebenenfalls ja“ zusammenfassen. Letzteres gilt auch in Bezug auf BTC ETF.

Skepsis bei ETF-Guru


Zumindest in absehbarer Zeit sieht auch der US-amerikanische „ETF-Guru“ Reggie Browne keine Zulassung seines Bitcoin ETF durch die SEC. Als Grund dafür sieht der Chef des ETF-Tradings bei Cantor Fitzgerald eine mangelhafte Datenlage:

„Es fällt der SEC sehr schwer, eine Zulassung [eines Bitcoin-ETF] zu erwägen, weil es keine Daten gibt – die Märkte fehlen einfach noch,“

begründete Browne seine Bitcoin-Skepsis laut dem Wirtschaftsmagazin Business Insider in einem Vortrag auf der Financial Markets Quality Conference in Washington D.C.

Ron Paul vs. Federal Reserve

Die Regulierungsbehörden sollten von Bitcoin & Co. am besten ganz die Finger lassen, meint hingegen Ex-US-Kongressmitglied Ron Paul. Stattdessen solle man lieber die US-amerikanische Federal Reserve Bank einem Audit unterziehen. Ein Gesetzesvorschlag namens „Audit the Fed“ beinhaltet unter anderem die Steuerfreiheit für Transaktionen mit alternativen Währungen und Edelmetallen.

Es sei an der Zeit, die Dominanz der Zentralbank in Fragen der Geldpolitik zu brechen:

„Das Vertrauen in die Federal Reserve, dauerhaften Wohlstand anstelle eines Boom-and-Bust Zyklus zu produzieren, ist ein Lehrbuchbeispiel für eine populäre Definition von Wahnsinn, die die gleiche Aktion wiederholt, in der Hoffnung, unterschiedliche Ergebnisse zu erzielen,“

stänkerte Paul am 29. Oktober in seinem Blog gegen die Fed. Pauls Worte dürften bei Teilen der Bitcoin-Community auf fruchtbaren Boden fallen.

World Wire vs. xRapid

Gestänkert wird auch bei IBM und zwar gegen die xRapid-Plattform der Firma Ripple. Im Gegensatz zu xRapid verfüge das Konkurrenzprodukt von IBM, World Wire, über einen „offenen Ansatz“, so Jesse Lund, Blockchain-Chefin bei IBM. Wenn man dem Bericht ohne Quellenangabe auf ambcrypto Glauben schenkt, zollt Lund Ripple jedoch für das Design ihrer Infrastruktur Respekt.

Bitcoin im US-Wahlkampf

Indes hat sich ein überraschend großer Teil der wahlberechtigten US-Amerikaner Kryptowährungen gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Angesichts der am Dienstag, dem 6. November, anstehenden Zwischenwahlen in den USA wurden über eintausend Wahlberechtigte von Clovr zum Thema Kryptowährungen und Wahlkampffinanzierung befragt. Dabei sprachen sich 60 Prozent der Befragten dafür aus, Wahlkampfspenden in Bitcoin & Co. zu erlauben. Allerdings hält ein ebenso großer Teil der Befragten Krypto-Spenden auch für eine Möglichkeit der ausländischen Einflussnahme auf den Wahlprozess.

BTC-ECHO


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