Das Bitcoin-Halving und die Angst davor etwas zu verpassen

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 6 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © Konstantin Tavrov - Fotolia.com

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Akin Fernandez ist Besitzer der Bitcoin-Voucher Plattform Azteco und aktiver Technologie-Blogger, auch bekannt unter dem Namen “Beautyon”.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Derzeit werden pro Tag rund 3,600 Bitcoin (2,4 Mio US-Dollar) generiert. Diese Zahl wird sich schlagartig auf 1,800 BTC reduzieren und die Zahl wird nie wieder ansteigen.


Mit ein wenig wirtschaftlichen Verständnis sollte jeder von uns in der Lage sein zu verstehen, welchen Einfluss das Halving auf die Wahrnehmung von Bitcoin haben wird. Da die Wahrnehmung von Bitcoin aber nahezu 100% irrational ist, ist es wiederum kaum vorhersehbar wie die Leute auf das Halving reagieren werden.

Bitcoin wurde so programmiert, dass die Coins langsam und kontrolliert auf den Markt gelangen. Dies wurde gemacht um einen gewissen Sicherheitsstandard zu gewährleisten und um die Verfügbarkeit von Bitcoin für einen stetigen Wertzuwachs zu limitieren. Zudem sollte es nicht möglich sein, den Markt mit Bitcoins zu überfluten. Das hat bisher auch wunderbar geklappt und es zeigt uns wieder einmal das feinfühlige wirtschaftliche Verständnis von Satoshi Nakamoto.

Eigentlich würde sich aus einfacher Sicht mit dem Halving nichts ändern. Jeder Nutzer könnte weiterhin wie gewohnt seine Bitcoins transferieren. Niemand würde rein praktisch gesehen etwas von diesem Ereignis mitbekommen. Auch der mögliche Effekt auf den Preis hätte keinerlei Einfluss darauf, wie wir Bitcoin als Transmitter für Geld benutzen.

Wir könnten 100 Euro in Form von Bitcoin an einen Empfänger schicken und der Empfänger könnte die erhaltenen BTC entweder behalten oder aber für den gleichen Wert BTC in andere Güter eintauschen. Der Bitcoin-Kurs ist für den Nutzer irrelevant, wenn sich die Unternehmen die wahre Natur von Bitcoin als Geschäftsmodell zunutze machen würden.

Es ist auch wichtig zu bedenken, dass die endliche Natur von Bitcoin keinen Einfluss auf die langfristige Flexibilität hat. Das Protokoll kann verbessert und die Kapazität vergrößert werden. Dies alles dient zur Aufrechterhaltung der Anonymität und einer Sicherstellung der dezentralen Struktur. Dabei bleibt eine Kerneigenschaft von Bitcoin unberührt: Die Limitierung der verfügbaren Geldmittel.

Darüber hinaus ändert sich auch nicht die Menge des Geldes (Fiat-Währungen) die vor oder nach dem Halving vom Bitcoin-System aufgenommen werden kann. In das Netzwerk kann unendlich viel Geld fließen. Bitcoin könnte das gesamte sich auf der Welt befindliche Geld aufnehmen und ja, das wäre wunderbar.

Die Geschichte von Bitcoin

Jeder Bitcoin hat eine eigene Geschichte. Man kann mit Hilfe vieler schöner Tools herausfinden wo welche Bitcoins geschaffen oder transferiert wurden. Eines dieser Tools heißt OXT.

Frische Bitcoins sind Coins die gerade erst geschürft und noch nie für eine Transaktion genutzt wurden. Für diese Coins existiert zwar noch keine Historie, aber sie können genauso genutzt werden wie Bitcoins die bereits seit Jahren im Umlauf sind. Es sind sogenannte “saubere Bitcoins”.

Dennoch, der Gedanke dass es “saubere” und “schmutzige” Bitcoins gibt ist total absurd. Bitcoin sind Daten und alles andere ist Interpretationssache eines jeden Einzelnen. Es gibt auch keinen speziellen Markt für saubere Bitcoins und daher ist dieser Faktor auch irrelevant für das bevorstehende Bitcoin-Halving.

Sollte es einen Markt für “saubere” Bitcoins geben, müsste der Preis für diese Bitcoins sich eigentlich verdoppeln. Auch zukünftig wird es sehr wahrscheinlich keinen speziellen Markt für frische Bitcoins geben, da der einzige Vorteil darin liegt, dass es noch keine Historie von diesen Coins gibt.

Spekulativer Boost

Das Halving könnte einen großen Einfluss drauf haben, wie Bitcoin zukünftig wahrgenommen wird. Das Bitcoin-Halving und die damit verbundene Verknappung von Coins könnte viele Spekulantenauf den Plan rufen.

Jeder der Bitcoin als Investment nutzt wird großes Interesse am Halving haben. Hier sei nur das Prinzip des Angebotes und der Nachfrage genannt…. oder nicht; Bitcoin Börsen sind bisher noch nicht rational.

Es ist vernünftig anzunehmen, dass dieses oder andere folgende Ereignisse einen Einfluss auf die Wahrnehmung und somit auch einen Einfluss auf der Preis von Bitcoin haben könnte. Einige Leute werden beginnen zu verstehen, dass das bevorstehende Halving nur eines von vielen ist und jetzt der richtige Zeitpunkt ist um einzusteigen, bevor der Preis pro Bitcoin womöglich durch eine weitere Verknappung weiter ansteigt.

Es hängt alles davon ab, wie ein jeder einzelne von uns Bitcoin nutzt und selbst wahrnimmt.

Eines können wir aber ganz gewiss sagen; Bitcoin ist ein äußert stabiles System was unveränderbar ist. Bei den Leuten beginnt es langsam zu dämmern, dass sie sich auf Bitcoin verlassen können und Bitcoin nicht durch eine öffentliche Meinung, einer Hand voll Menschen mit einer schlauen Ideen oder den Wünschen Einzelner für bestimmte Zwecke geändert werden kann.

Bitcoin, das “C” des Geldes

Das Verlangen nach internationalen Standards besteht schon seit Jahrhunderten. Es ist nahezu unmöglich Handel zu betreiben, wenn jedes Land oder jede Institution Gebrauch von einem anderen Standard macht.

Aus diesem Grund wurde auch der Standard für einen “Meter” im Jahr 1875 festgelegt. Heute ist ein “Meter” auf der ganzen Welt eine fixe Maßeinheit für eine festgelegte Größe Egal ob in China, den USA oder in Europa; ein Meter ist ein Meter. Der Definition zufolge benötigt Licht genau 1/299 792 458 Sekunden für einen Meter. Das sind 1 Mrd. Kilometer pro Stunde. Bitcoin ist wie der Meter, ein globaler Standard, der genauso wie die Kräfte der Natur unveränderbar ist; wie die Geschwindigkeit des Lichts, “C“.

Der Meter kann für viele weitere Berechnungen genutzt werden. Wichtig dabei ist, dass der Meter ein internationaler Standard ist der durch nichts auf der Welt verändert werden kann. Genauso wenig wie Bitcoin.

Sobald die Menschen die Idee und den Einfluss eines auf der Mathematik und nicht von der Regierung abhängigen Standards verstanden haben, wird sich auch die Wahrnehmung vom Geld verändern – für immer.

Das hat weitreichende Auswirkungen auf alle wirtschaftlichen Prozesse und jeden Menschen auf der Erde.

Bis zum Erreichen der 21 Mio BTC Marke sind es noch rund 5.286.750.

Im Vergleich zu den Produkten und Dienstleistungen weltweit, ist das eine vergleichsweise kleine Hausnummer. Man muss jedoch beachten, dass Bitcoin in Millionen kleine Einzelteile aufgeteilt werden kann. Bitcoin ist gewiss das am Meisten unterbewertete und weltweit frei verfügbare System, Service, Datenbank, Anlagegut, Netzwerk oder Token.

Es wird spannend, welche Auswirkungen das Halving auf die Wahrnehmung von Bitcoin haben wird.

Save the Date – Bitcoin Block-Halving 09.07.2016

Disclaimer: Die in diesem Artikel veranschaulichten Ansichten sind die des ursprünglichen Autors und repräsentieren nicht zwangsläufig die Ansichten der BTC-ECHO Redaktion.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Akin Fernandez via CoinDesk

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