Cybersicherheit und Blockchain gefragter in 2017

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Person touching shield with lock, concept about security, cybersecurity

Quelle: © NicoElNino - Fotolia.com

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Das neue Jahr 2017 startete mit einem Knall. Der Bitcoin Preis übertraf sein vorheriges Hoch und berührte die 1100 US-Dollar-Marke. Doch im Hype des Erfolgs hat man die bedrohte Cybersicherheit digitaler Währungen in den letzten Jahren nicht vergessen.

Die zugrundeliegende Blockchain-Technologie und seine Anwendungen in FinTech und anderen Bereichen, sollen in diesem Jahr ihren bisherigen Höhepunkt erreichen.


Während Bitcoin und Blockchain neue Höhen erreichen, geraten Angriffe wie der Bitfinex Hack, Ransomware-Angriffe und andere Sicherheitsvorfälle nicht in Vergessenheit. Selbst der größte DDoS-Angriff aller Zeiten mag noch im Gedächtnis mancher Nutzer sein. Nach einem ereignisreichen Jahr wollen sich Bitcoin-Unternehmen, Finanzinstitute, Regierungen und andere Betriebe mehr der IT-Sicherheit widmen.

Laut neuen Berichten, könnten durch die steigende Priorität der Cybersicherheit bis zu 1 Million neue Jobs geschaffen werden. Neben neu geschaffenen Stellen, sollen bestehende Arbeitnehmer in grundlegenden Verhaltensweisen für die Cybersicherheit geschult werden. Auch die Möglichkeit IoT (Internet of Things Geräte, wie Kühlschränke mit Internetzugang) zu hacken und in einen DDoS-Angriff einzubinden, brachte Sicherheitsfirmen dazu Gegenmaßnahmen für einen solchen Fall zu entwickeln.

Während Cybersicherheit im Allgemeinen an Bekanntheit gewinnt, wird die Blockchain-Technologie zur Verbesserung der IT-Infrastruktur in Betracht gezogen. Neben den bereits bekannten Szenarien der Authentifizierung, der Zugangsverwaltung und der Buchhaltung, sollen dezentralisierte Internet-Plattformen dazu führen, dass die Nutzer von möglichen Angriffen verschont bleiben.

Ein aktueller Pressebericht von Frost and Sullivan kündigt einen Anstieg der kompromittierten Unternehmens-Emails (BEC) [Anm. d. Red. Erklärungen zu diesen Angriffen am Ende dieses Artikels] an. Im Jahr 2017 sollen kompromittierte E-Mails den bekannten Ransomware-Angriffen und dem Advanced Persistent Threat (APT) den Rang ablaufen. Krypto-Plattformen sind seither immer unter Angriffen gewesen. Der steigende Bitcoin-Preis soll für mehr Hacking-Versuche auf Bitcoin Börsen und Wallet-Diensten in diesem Jahr sorgen.

Die derzeitigen Trends und die Orientierung zu bestimmten Sicherheitsfirmen ist kein Zufall. Es ist wichtig, dass die Industrie der digitalen Währungen folgt und nicht nur Lösungen anbietet, sondern auch implementiert. In Anbetracht dieser Entwicklungen, hoffen wir auf ein ruhiges Jahr 2017.

Kurzbeschreibung der Angriffe von Danny de Boer:

*Business E-Mail Compromise (BEC): Die Übernahme von geschäftlichen E-Mail-Konten und die damit einhergehende Sicherheitslücke. Ein Hacker überzeugte einen Buchhalter in Amerika zur gegenstandslosen Übertragung von 480.000 US-Dollar an eine chinesische Bank.

Ransomware-Angriff: Durch Trojaner eingeleitetes “Zwangsverschlüsseln” eines Laufwerks. Der Angreifer hinterlässt meist nur eine Nachricht, die zur Zahlung eines Lösegelds auffordert, um den Schlüssel zur Entschlüsselung des Laufwerks zu bekommen. Deutsche Gemeindeverwaltungen waren im Jahr 2016 stark davon betroffen.

Advanced Persistent Threat (APT): Anhaltender Angriff auf eine IT-Infrastruktur. Dieser Angriff zeichnet sich durch dauerhaften Eingriff in die Infrastruktur des Opfers aus. Dadurch soll eine anhaltende Sionage ermöglicht werden.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Gautham via newsbtc

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