CryptoCompare veröffentlicht Studie zur Bitcoin-Landschaft

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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CryptoCompare wartet mit einer neuen Studie über die Krypto-Landschaft auf. Das am 16. Oktober veröffentliche Papier betrachtet verschiedene Möglichkeiten zur Gruppierung von über 200 verschiedenen Krypto-Assets.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Andre Winterberg

CryptoCompare bezeichnet sich selbst als das „Tor zur Welt der Kryptowährungen“. In ihrem kürzlich veröffentlichten Cryptoasset Taxonomy Report unternimmt die Londoner Firma den Versuch einer Klassifizierung der verschiedenen Arten von Krypto-Assets. Die Autoren der Studie untersuchen die Token anhand von vier möglichen Gruppierungen:

  1. Was ist der Use Case des Assets?
  2. Ist das Design geeignet, die Werterhaltung zu garantieren?
  3. Wird der Token zentral kontrolliert?
  4. Wieso sollte jemand das jeweilige Asset halten?

Durch diese Kategorien möchte CryptoCompare eine hinlänglich genaue Taxonomie der untersuchten Vermögenswerte erreichen. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

Dezentralisierung


Großen Fokus legt die Untersuchung auf den Status quo der Dezentralisierung. Das überraschende Ergebnis: Nur 16 Prozent der untersuchten Krypto-Assets können als gänzlich dezentral bezeichnet werden. Dabei bewerten die Autoren 30 Prozent als „semi-dezentral“ und mit satten 55 Prozent werden mehr als die Hälfte der untersuchten Assets als zentralisiert eingestuft.

Unterschiedliche Grundgedanken

Weiterhin untersuchen die Autoren grundsätzliche Kalküle der Investoren, die in die Kaufentscheidungen einfließen können. Oder in den Worten der Autoren: „Was ist der hervorstechende Grund, ein Krypto-Asset zu halten?“ Da sich die Liste der Kalküle nicht abschließend taxieren lässt, beschränken sich die Autoren auf sechs Möglichkeiten der Klassifizierung, mit folgenden Ergebnissen:

  1. Zugang zu Services – 39,5 Prozent (darunter ETH)
  2. Belohnungspotenzial – 35,5 Prozent (darunter GNO)
  3. Gewinne durch Hard Fork – 4,5 Prozent (darunter LTC)
  4. Off-Chain Cash Flow – 3 Prozent (darunter PAY)
  5. Wertspeicher – 1,5 Prozent (alle Stable Coins)
  6. Zahlungsmittel – 16 Prozent (darunter BTC)

Verteilung der verschiedenen DLT

Ferner zeigt die Studie die Verteilung der verschiedenen Distributed-Ledger-Technologien (DLT) auf. Bei der überwiegenden Mehrheit handelt es sich dabei um klassische Blockchain-Technologie à la Bitcoin (48 Prozent der untersuchten Assets). Zusammen mit den ERC-20-Token ergibt sich ein Anteil von 92 Prozent. Den nächstgrößeren Anteil mit drei Prozent stellt die Directed-Acyclic-Graph-Technologie (DAG), die auch bei IOTA Anwendung findet.

Vermögensverteilung

Die Vermögensverteilung untersuchen die Autoren beispielhaft anhand von acht prominenten Kryptowährungen:

  1. BTC
  2. BCH
  3. ETH
  4. LTC
  5. NEM
  6. EOS
  7. TRX
  8. VERI

Das Ergebnis: Die etablierten Kryptowährungen wie BTC, BCH und ETH weisen eine geringere Konzentration innerhalb der Top-100-Wallets auf als die weniger verbreiteten Token wie EOS oder NEM.

Fazit

CryptoCompare bestätigt seinen Ruf als verlässliche Quelle für Datenmaterial rund um das Krypto-Ökosystem. Die Datensätze wirken seriös recherchiert und sind mit über 40 Abbildungen größtenteils anschaulich aufbereitet.

Hier und da schleichen sich allerdings ein paar Ungenauigkeiten ein. So werden bestimmte Definitionen nicht über die gesamte Länge des Papers eingehalten oder nur unzureichend erläutert. Die Einteilung in die verschiedenen Grundgedanken für den Kauf der Token wirkt überdies beliebig und hätte ebenso gut anders vorgenommen werden können. Es lohnt sich wie immer, genau hinzusehen.

Den vollständigen Cryptoasset Taxonomy Report findet ihr hier.


BTC-ECHO

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