Consumers’ Research: Blockchain wird Verbraucher schützen

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 7 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Blockchain

Quelle: BTC Keychain (Bitcoin Chain IMG_9197) via flickr.com (CC)

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Mit wachsendem Interesse für die Blockchain und dem verteilten Kontosystem des Bitcoin, konzentriert sich die Industrie nun mehr darauf die Anwendung der Technologie fernab der Finanzwelt.

Dies hat nun mehr Zeit und Geld für Anwendungen im Bereich Identität und Sicherheit eingeschlossen, wenn auch nicht nur ausschließlich finanzieller Natur. Als weiterer Beweis für das wachsende Interesse an der Technologie steht eine Präsentation der Keynote 2015, welche über ein eher weniger adressiertes Gebiet der Technologie handelt – Verbraucherschutz.

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Joe Colangelo, Geschäftsführer bei Consumers’ Research, war dort um über dieses Thema zu sprechen. Die US Non-Profit-Organisation gehörte zu den ersten, die monatlich Zeitschriften herausgebracht hat, die Konsumenten bei der Kaufentscheidung unterstützen sollte.

In einem Interview eröffnete Colangelo die wachsende Arbeit der über 80 Jahre alten Organisation, im Bereich Bitcoin und Blockchain Industrie und gab an,  dass die Technologie eine grundlegende Veränderung für den Verbraucherschutz mitbringen wird.

Colangelo erklärte gegnüber CoinDesk:

“Die Verbraucher mussten bisher immer Dritten darin vertrauen wie sie ihre Finanzen nutzen sollten, selbst wenn es um Bargeld ging. Das ganze Model des Verbraucherschutz basiert auf der Annahme, dass Verbraucher nicht so einfach herausfinden können welche Quellen verlässlich sind.”

Colangelo setzt mehr auf Konsumforschung als auf die Art und Weise wie seine Organisation in den “1920ern” gearbeitet hat. Diese Drittparteien werden durch die Fähigkeit der Blockchain ersetzt, welche es ermöglicht sichere Peer-To-Peer Transaktionen durchzuführen.

Wie im The Wall Street Journal dargestellt, hat er kürzlich einen Rückzugsort bei New Hampshires bekannten Bretton Woods organisiert, welche neben Michael J Casey (MIT Media Lab) und ChangeTips Community Manager Victoria van Eyk noch andere industrielle Berühmtheiten zusammenbrachte.

Das Ziel, so Colangelo, sei es ein Dokument zu erstellen, dass Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber darüber informieren soll, welche möglichen Nutzen und Möglichkeiten diese Technologie mit sich bringt.

“Ich bin vielleicht zu der Hälfte aller großen Bitcoin Konferenzen in den letzten zwei Jahren gegangen”, erklärte Colangelo. “Wir bekommen jedes Mal eine große Ansammlung genialer Menschen zusammen, dann reden sie über was sie tun und dann gehen sie wieder.”

Neue Drittanbieter

Obwohl natürlich Bitcoin und die Blockchain-Technologie dem Nutzer die direkte Kontrolle über ihre Anlagen gibt, so interagieren viele Nutzer von digitalen Währungen mit Drittanbietern. Dies schließt gehostete Web-Wallets, Bitcoin-Tauschbörsen und Private Key Verwahrer mit ein, welche das digitale Geld der Bitcoin Nutzer schützen.

Von all diesen Entwicklungen ist Colangelo am meisten an Multi-Signatur Wallets interessiert , welche es den Nutzern erlauben die Kontrolle über ihre Anlagen zu behalten, während sie den Zugang mit anderen Institutionen teilen können und auf diese Weise ihre Anlagen schützen.

Colangelo glaubt, dass die Anwendung dieser Technologie von wachsenden Nutzen für den Verbraucher sein wird, besonders dann wenn es möglich wird, persönliche Daten ähnlich zu verwalten.

Social Engineering ist eine der Hauptmethoden mit denen [Informations-]Diebstahl begangen wird. Dies wird zunehmend schwieriger wenn man mit mehreren Parteien zu tun hat.”, sagte er. “Wenn ich eine Drittpartei habe die meine Bitcoins verwaltet und ich einen Key mit einem Partner wie Third Key Solutions habe, dann denke ich nicht, dass es zweimal, sondern sogar viermal so schwer sein wird.”

Colangelo findet, dass es eine Fähigkeit des Bitcoins ist, Nutzern programmtechnisch den Zugang zu ihrem Geld und ihren Daten zu überlassen, welche letztendlich für sie am attraktivsten ist.

“Man kann damit beginnen Regeln aufzustellen. Zum Beispiel könnte man ein Wallet so programmieren, dass es pro tag nicht mehr als 1 BTC übertragen darf. Man kann das Risiko gar auf Null mindern, wenn man das Geld so programmieren kann, dass es nur auf eine bestimmte Art und Weise transferiert werden darf.”

Colangelo sieht in Blockchain eine Chance, den Vebrauchern ihren Besitz über ihre persönlichen Daten zurückgeben. In Zukunft, so behauptet er, könnte es möglich sein, dass man Unternehmen beispielsweise nur einen temporären Zugang zu sensiblen Daten gestattet:

“Wir werden unsere Informationen nicht teilen müssen, wir können sie temporär FitBit oder Facebook oder American Airlines zuteilen und dann wieder zurücknehmen. Wir erteilen ihnen einen 24-stündigen Zugang und behalten die Information”, erklärte er.

Stärkung kleinerer Unternehmen

Colangelo gab außerdem an ein Nutzer von Bitcoin Produkten zu sein und dass er ein breites Interesse für die Technologie hegt. Zum Beispiel könnte er sich vorstellen, einen Teil seines Gehalts durch Lohnabrechnungsanbieter wie BitWage in Bitcoin zu erhalten.

Dies würde auch die redaktionelle Richtung des Unternehmens beeinflussen, sagte Colangelo, nachdem er seinen Wunsch geäußert hat einen Bitcoin-bezogenen Teil bei Consumers’ Research zu etablieren, der sich um Hardware Reviews für Produkte wie von Case, KeepKey und Ledger kümmert.

Als Miteigentümer des kalifornischen Met-Herstellers Golden Coast Mead sieht Colangelo Bitcoin und Blockchain Technologie als potenziell vorteilhaft für technikaffine Kleinunternehmen.

Colangelo sagt, er habe Colored Coins und digitale Ressourcen auf der Blockchain untersucht. Diese könnten in Zukunft dazu genutzt werden, Verträge für die Produkte seines Unternehmens abzuschließen. Dadurch wiederum könnten Pre-Order Käufe ermöglicht werden, welche Golden Coasts Haftung verringern, sollten Produkte produziert werden die nicht den Umsatzerwartungen entsprechen.

Mit Anspielung auf die Debatte über private und öffentliche Blockchains, stellt er Bitcoin als internetgleiches Werkzeug vor. Er sagt Bitcoin sei vorallem für diejenigen interessant, die keine Ressourcen haben um vielleicht besser verteilte Kontoalternativen zu entwickeln.

“Mit dem heutigen Stand der Technologie, ist es einfacher für mich einen Colored Coin für 500 Flaschen Met[Honigwein] zu erstellen, als die Blockchain Technologie von jemandem wie Eris einzusetzen”, sagte er. “Ich log mich ein um eine Blockchain zu erstellen und finde ein paar andere Computer [um das Netzwerk zu sichern]. Ich könnte dies über einige Cloud Anbieter machen, aber letztendlich kann ich es kostenlos machen.”

Diese Fähigkeit, so sagte er, wird die finanzielle Industrie erweitern und es kleineren Banken leichter machen, bessere Dienste für weniger Kosten anzubieten. Er fügte hinzu:

“JPMorgan wird wahrscheinlich private Blockchains einsetzen, aber eine Open-Source Alternative wie Bitcoin wird es einer kleinen Bank angesichts der Effizienz  ermöglichen , auf derselben Ebene mitzuhalten.”

Innovation vermarkten

In seinen Bemerkungen betont Colangelo mit Begeisterung, dass all jene die zurzeit in das Bitcoin und das Blockchain Ökosystem eingebunden sind, an einem bestimmten Punkt in der Geschichte zusammen kommen. Auf diesen Zeitpunkt soll ähnlich wie auf die Geburtsstunde des Internets zurückgeschaut werden.

“Im Jahr 1994 dachten wir, wir hätten bereits alle Fähigkeiten aus dem Internet herausgekitzelt,” fuhr er fort. “Wir konnten Uber [den Fahrdienst] damals nicht vorhersehen. Einige dieser Drittanbieter-Dienste könnten durch einen Teenager verdrängt werden, der über das Wochenende eine Open-Source Plattform entwickelt, einfach weil die Wirtschaft es hergibt.”

Dennoch glaubt er, dass es zunehmend wichtiger für Organisationen wie Consumers’ Research sein wird, die Öffentlichkeit über diese neuen Angebote zu informieren. Schlussendlich, so sagte er, können Bitcoin Unternehmen nicht erwarten, dass arbeitstätige Familien Zeit und Kraft in das Verständnis investieren, wie eine neue Welle von finanziellen Produkten wohl von Vorteil sein kann.

Schließlich betonte er, dass diese Entschlossenheit ihn ermutigt hat, diese Technologie mit seiner Marke in Einklang zu bringen:

“Selbst wenn Consumers’ Research nicht an erster Stelle bei CNBC stehen wird wenn der Bitcoin Preis explodiert. Selbst wenn wir nicht dabei sind, so können wir sagen, wir haben diese wichtige Sache gemacht als Bitcoin nur bei einem bruchteil der menschheit bekannt war.”

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk
Image Source: BTC Keychain (Bitcoin Chain IMG_9197) via flickr.com (CC)

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