ConnectionChain: Die Brücke zwischen Blockchains?

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Wellington, New Zealand - Feb. 11, 2017: Fujitsu Ltd. in Wellington. Headquartered in Tokyo, Japan, Fujitsu Ltd. is a Japanese multinational information technology equipment and services company. via shutterstock

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Fujitsu hat gestern die Entwicklung von ConnectionChain bekannt gegeben. Das Unternehmen will damit eine Software entwickeln, die blockchain-übergreifend den Austausch von Kryptowährungen über Plattformen hinweg ermöglicht.

Der japanische Technologiekonzern hat eine Erweiterung von Smart Contracts entwickelt, die verschiedene Blockchains miteinander verbinden kann. Sie überträgt verschiedene Transaktionen von unterschiedlichen Blockchains auf einen Knotenpunkt mit dem Ziel, diese zu synchronisieren. Die verschiedenen Prozesse verwandelt ConnectionChain dann in eine einzelne Transaktion, die wiederum automatisch ausgeführt werden kann.

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Außerdem will Fujitsu eine Möglichkeit gefunden haben, die Zeit der Ausführung der Transaktionen auf den verschiedenen Chains zu synchronisieren, so die Pressemitteilung.

Es soll dahingehend also eine Art Haupt-Blockchain geben, die die Datenspuren der einzelnen Blockchains sammelt. Damit wird es laut Entwicklern einfacher, Zahlungen in verschiedenen Währungen durchzuführen.

ConnectionChain arbeitet mit erweiterten Smart Contracts

Mit Hilfe erweiterter Smart Contracts soll die Synchronisation verschiedener Transaktionen nun möglich werden. Diese erweiterten Smart Contracts bilden dann, wenn man so will, Brücken zwischen verschiedenen Blockchains. Auf diesen Brücken bilden die erweiterten Smart Contracts zusätzliche Knotenpunkte. Diese sammeln schließlich Daten aus den verschiedenen Blöcken der Chains, die sie miteinander in neuen Knotenpunkten verknüpft.

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Damit speichert man die Transaktionen, die auf verschiedenen Blockchains ablaufen, in einem Block. Von dort aus kann man letztlich wieder jede einzelne Transaktion synchronisieren, da ein neuer – in diesem Sinne übergeordneter – Smart Contract entsteht. Die ConnectionChain sammelt also Infos aus bestehenden Smart Contracts in Knotenpunkten. Da diese nach demselben Prinzip funktionieren, jedoch alle Informationen beinhalten, kann ConnectionChain schließlich jede einzelne Transaktion synchron steuern.

Mehr Kontrolle durch ConnectionChain?

Die Entwickler wollen in diesen erweiterten Verträgen eine Art Depot verankern, die den Transfer der Daten nicht nur synchronisieren, sondern auch anhalten kann. Somit kann man das Timing der Übertragung auf allen verschiedenen Chains kontrollieren. Bis zur beidseitigen Bestätigung der Datenübertragung (ob es sich jetzt um Währungen, Verträge oder Sonstiges handelt, ist in diesem Fall egal) können die Transaktionspartner die Übertragung anhalten. Die Kontrolle der dezentralen Technologie, so scheint es, geht ein Stück weit zurück zu den Nutzern.

Transaktionsrelevante Daten wie die ID der Transaktion, die Menge der übertragenen Daten und die Ergebnisse der Übertragung werden auf einem einzelnen Knotenpunkt als einzelne Transaktion auf ConnectionChain gespeichert. Falls die Transaktion dann fehlschlagen sollte, ist es durch die ID und den Timestamp möglich, das Ganze rückgängig zu machen. Die jeweiligen Nutzer enthalten ihre gesendeten Daten oder Währungen zurück.

Damit wird es z. B. für Betreiber von Onlineshops, die verschiedene (Krypto-)Währungen akzeptieren, einfacher werden, diese zu synchronisieren und zu kontrollieren. Indem die jeweiligen Betreiber die ConnectionChain mit den nötigen Informationen füttert, könnten sie auch bspw. den Kurs für die jeweiligen Währungstransaktionen bestimmen.

In Zukunft soll das System auf den Austausch hochsensibler Daten zwischen Unternehmen ausgeweitet werden. Außerdem plant Fujitsu Anwendungsmöglichkeiten von ConnectionChain in der Vertragsautomatisierung, ein kommerzieller Vertrieb des Systems ist für 2018 geplant.

Der Vorstoss der Japaner ist nicht der erste in Richtung Cross-Blockchain. Erst kürzlich wurde mit Metronome eine Kryptowährung vorgestellt, die auch blockchain-übergreifend funktionieren soll. Bereits letzten Monat hatte Fujitsu außerdem den Test der Blockchain-Anwendung angekündigt.

BTC-ECHO

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