Coins und Diamanten – Investoren klagen wegen 30-Millionen-US-Dollar-Scam

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Scam

Quelle: Shutterstock

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Ein Betrugsfall sorgt in den Vereinigten Staaten für Aufsehen. Dabei geht es um ein Pyramidensystem mit diamantengedeckten Krypto-Coins. Zu den hereingelegten zählen sieben Männer und Frauen aus Venezuela. Auch der SEC ermittelt bereits.

Ein diamantengedeckter Krypto-Coin? Was nach einem sicheren Investment klingt, hat sich für sieben Anleger aus Venezuela als Scam herausgestellt.  Die selbstbezeichneten „Amateur-Investoren“ legten ihr Geld in den Argyle Coin an. Das Geld sahen sie allerdings nie wieder. Nun haben sie in Florida Klage eingereicht, bei dem Argyle Coin soll es sich demnach um ein Pyramidensystem handeln. Insgesamt sollen über 300 Investoren um eine Summe von 30 Millionen US-Dollar betrogen worden sein.

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Die Klage richtet sich gegen die Eagle Financial Diamond Group und das für den Coin zuständige, gleichnamige Krypto-Unternehmen Argyle Coin. Hinter dem Scam stehen ein gewisser Jose Angel Aman sowie Harold Seigel und dessen Sohn Jonathan. Harold gab sich im kanadischen Radio und in diversen Podcasts als langjähriger Diamantenexperte aus. Derart hereingelegt, investierten die Männer und Frauen aus Venezuela zwischen 5.000 und 500.000 US-Dollar. Sie erhielten weder Informationen zu ihren Investments noch Zugangsdaten für eine Krypto-Wallet. Laut den Gerichtsunterlagen sind sie in die USA geflohen, um dort ein neues Leben aufzubauen.

Auch die SEC ermittelt wegen dem Scam

Indessen hat auch die US-Amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) Ermittlungen gegen die Betrüger aufgenommen. Sie ließ die Geschäftsoperationen von Argyle Coin bereits zum 22. Mai gerichtlich anhalten. Wie das Wall Street Journal berichtete, starteten Aman und Konsorten den Scam bereits im Jahr 2014. Dafür gründete Aman zunächst das Unternehmen Natural Diamonds. Invesotren wurden mit einer Rendite von 24 Prozent angelockt. Aman versprach, das angelegte Geld für den Erwerb von Diamanten zu gebrauchen. Laut der SEC nutze Aman die Gelder stattdessen in typischer Pyramidensystem-Manier, um früheren Investoren ihre vermeintlichen Renditen auszuzahlen.

Um den Scam fortzusetzen, gründeten die Betrüger im Jahr 2015 mit der Eagel Financial Diamond Group ein weiteres Unternehmen. Auch hier zogen sie mit dem selben Versprechen Investoren ihre Gelder aus der Tasche. Im Jahr 2017 rief Aman dann den Argyle Coin ins Leben. Den Anlegern versprach er ein risikofreies Investment, schließlich seien die Coins mit Diamanten abgedeckt.

Die SEC sieht das naturgemäß etwas anders. Nach Angaben der Behörden hat es die Diamanten nie gegeben. 10 Millionen US-Dollar sollen die Angeklagten insgesamt veruntreut haben. Mit den Geldern kaufte Aman unter anderem Pferde sowie Reitunterricht für seinen Sohn.

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