Coinbase vs. WikiLeaks: Darum geht es in dem Streit

Quelle: he website of "Wikileaks" with Julian Assange after its shutdown by the US via Shuttterstock

Coinbase vs. WikiLeaks: Darum geht es in dem Streit

Der Krypto-Handelsplatz Coinbase hat den Zugang von WikiLeaks zu seiner Plattform vollständig blockiert und somit Transaktionen an die Whistleblower-Seite unterbunden. Als Reaktion fordert WikiLeaks nun eine globale Blockade von Coinbase seitens der Krypto-Community. Wie konnte dieser Streit nur so eskalieren?

Am Freitag verkündete WikiLeaks, dass Coinbase den offiziellen WikiLeaks Shop von seiner Plattform verbannt hat. Auf Twitter postete die Seite WikiLeaks Shop das Announcement mit dem Hinweis, dass es vonseiten Coinbase keine weiteren Hinweise oder Erklärungen gegeben habe, warum die Krypto-Handelsplattform so verfahren habe.

Der Twitter-Post beinhaltete auch die offizielle Nachricht, die Wikileaks von Coinbase erhalten haben soll. Darin bestärkt die Kryptobörse ihre Autorität als eine der größten Anlaufstellen für den Handel mit Bitcoin. Coinbase ist ein reguliertes Money Service Business (MSB) und handle gemäß den Regeln von FinCEN. Demnach müsse es aus rechtlichen Gründen auch intern die Compliance-Mechanismen durchführen. In diesem Zusammenhang, so führt Coinbase an, wurde auch der WikiLeaks Shop unter die Lupe genommen.

„Nach gründlicher Prüfung glauben wir, dass Ihr Account (WikiLeaks Shop) in verbotener Weise gegen unsere Richtlinien verstoßen hat. Mit Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass wir Ihnen unsere Dienste künftig nicht mehr zur Verfügung stellen können“,

heißt es in dem Statement weiter.

Der WikiLeaks Shop handelt unter anderem mit Kleidung, Accessoires und Büchern, aber auch Krypto-Assets wie die auf der Ethereum-Blockchain laufenden Crypto Kitties. Was genau der Verstoß gegen die Richtlinien sein soll, wird in diesem ersten Statement nicht abschließend und zufriedenstellend geklärt.

WikiLeaks lässt das nicht auf sich sitzen

WikiLeaks reagierte seinerseits und forderte die Krypto-Community auf, Coinbase zukünftig zu meiden. Durch die Aktion gegen WikiLeaks Shop habe sich Coinbase als „ungeeignetes Mitglied der Krypto-Community“ offenbart, das seine Macht gegen den „total harmlosen“ WikiLeaks Shop ausnutze.

Der in der Krypto-Szene bekannte und geachtete Bitcoiner Andreas Antonopoulos fühlt sich an das allgemeine Embargo gegen WikiLeaks aus dem Jahr 2010 erinnert. Damals hatten Visa, MasterCard, PayPal und die größten Banken eine globale Zahlungsblockade gegenüber WikiLeaks geschmiedet, um den Nachrichtendienst für dessen Veröffentlichungen zu strafen. Dieser Umstand führte dazu, dass die Whistleblower-Plattform zu einem der frühesten und öffentlichsten Unterstützern von Bitcoin wurde.

Welches Interesse Coinbase an einer Blockade von WikiLeaks haben kann, ist derzeit noch unklar. Ob sich der Krypto-Broker mit dieser Entscheidung jedoch viele Freunde in der Community macht, darf bezweifelt werden.

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