Coinbase stellt sich Vorwürfen der Staatsanwaltschaft

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: shutterstock, PR

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Die Bitcoin-Börse Coinbase steht unter dem Verdacht, einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Trades innerhalb des Personals ausgeführt zu haben. Nun äußerte sich ein Vertreter der Börse gegenüber der New Yorker Staatsanwaltschaft, um die Angelegenheit klarzustellen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Coinbase, eine Börse, auf der Bitcoin und andere Kryptowährungen gehandelt werden können, steht unter dem Verdacht, Trades im Eigeninteresse durchzuführen. Denn ein Bericht der New Yorker Staatsanwaltschaft legt offen, dass es sich bei 20 Prozent des Handelsvolumens um Aktivitäten handle, die von Mitarbeitern der Börse aus gingen. Diese bestritt nun die Vorwürfe.

Die Auseinandersetzung dreht sich um einen Auszug aus einem Bericht, für den die Börse freiwillig Daten geliefert hat. Darin heißt es:

„Coinbase legt [hiermit] offen, dass fast 20 Prozent des ausgeführten Volumens auf ihrer Plattform ihrem eigenen Trading zugeschrieben werden kann.“

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Offenbar hatte die Staatsanwaltschaft die Begriffe „own trading“ [hier übersetzt mit eigenem Trading] und „proprietary trading“ [Eigenhandel] verwechselt. Bei letzterem handelt es sich im Bankenwesen um den Kauf oder Verkauf von Waren (oder Wertpapieren), ausgeführt auf eigene Rechnung.

Begriffsverwirrung bei Coinbase

Das veranlasste die Staatsanwaltschaft letztlich dazu, stark an der Vertrauenswürdigkeit der Kryptobörse zweifeln. Deshalb sagte der Generalstaatsanwalt:

„Solche hohen Level an Eigenhandel lassen erhebliche Fragen daran aufkommen, welche Risiken Konsumenten auf solchen Plattformen eingehen.“

Um dieses Missverständnis aufzuklären, äußerte sich der CPO von Coinbase umgehend. In einem Blogpost stellt Mike Lempres anschließend fest:

„Coinbase handelt nicht zum Vorteil des Unternehmens im Sinne des Eigenhandels. Um eine einfach benutzbare Nutzererfahrung zu ermöglichen, können unsere Nutzer einen Preis angeben und die Order dann schnell auf unserer Exchange-Plattform ausfüllen. Das zieht Vorteile aus der hohen Liquidität des Coinbase-Ökosystems.“

Anders formuliert: Es handelt sich laut Chief Policy Officer Lempres bei den Vorwürfen lediglich um das Ergebnis einer Begriffsverwirrung. Anstatt zum eigenen Vorteil zu traden, stellt die Kryptobörse ihren Kunden laut eigener Angaben lediglich die nötigen Mittel zur Verfügung. Daher betont Lempres:

„Wenn Coinbase Trades ausführt, tut sie das für die Kunden von Coinbase, nicht für sich selbst.“

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