Coinbase: Finanzierung bald über Abomodell?

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Coinbase: Finanzierung bald über Abomodell?

Die US-amerikanische Krypto-Börse Coinbase plant offenbar ein neues Finanzierungsmodell. Künftig könnte es für Nutzer nötig sein, ein Abonnement für den Handel mit Kryptowährungen abzuschließen. Eine Umfrage soll zunächst Klarheit über Kundenmeinungen bringen. 

Wenn Unternehmen neue Produkte oder Geschäftsmodelle in Betracht ziehen, befragen sie oft ihre treuesten und aktivsten Kunden nach ihrer Meinung. Auf diese Weise kann man schon vor der Markteinführung eine Prognose über den Erfolg der Neuerung erstellen. Am Ende sollen es schließlich die Kunden sein, die die Unternehmensentscheidung finanzieren werden. Wie Newsbtc berichtete, hat auch Coinbase kürzlich eine solche Kundenumfrage in Umlauf gebracht. Dabei ging es vor allem um eine neue Möglichkeit der Finanzierung.

Neues Gebührenmodell

Wer Bitcoin & Co. über Krypto-Börsen kauft und verkauft, zahlt für die Transaktionen immer auch eine Gebühr an die Exchange. Dieses Geschäftsmodell könnte sich für die Kunden von Coinbase bald ändern. Wie eine Benutzerumfrage der Exchange vermuten lässt, lotet die in San Francisco ansässige Krypto-Börse derzeit neue Finanzierungsmöglichkeiten aus. Auch ein Abonnementmodell scheint möglich. Eine neue Gebührenstruktur scheint in der sich stetig verändernden Krypto-Welt plausibel. Schließlich erfordert es etwas Einfallsreichtum, um wettbewerbsfähig bleiben zu können.

In der Umfrage verglich Coinbase ihr Gebührenmodell mit anderen Börsen wie Binance, Huobi Pro und Gemini und forderte die Befragten dazu auf, die einzelnen Modelle zu bewerten. Ein weiterer Abschnitt in der Umfrage stellte ein Abonnementmodell vor. Dieses könne dazu dienen, die Gebühren für die Abonnenten langfristig zu reduzieren. Wer also monatlich oder jährlich eine „bescheidene Abonnementgebühr“ entrichtet, könnte von reduzierten Transaktionsgebühren profitieren.

Ob diese Idee tatsächlich umgesetzt wird, ist bislang offen. Es bleibt daher abzuwarten, welches Ergebnis die Umfrage zutage fördert.

Ein Bericht, der im August vom Blockchain Transparency Institute veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Coinbase täglich die meisten aktiven Benutzer vorweisen konnte – und zwar über 100.000 mehr als Binance. Dennoch rangierte Coinbase nach Transaktionsvolumen von den vier größten Börsen mit über 100.000 aktiven Benutzern täglich – Binance, Huobi, OKEx und eben Coinbase – am niedrigsten. Ein attraktiveres Gebührenmodell könnte hier eventuell Abhilfe schaffen.

Ungebrochener Innovationsdrang

Trotz des anhaltenden Bärenmarkts zeigt sich Coinbase weiterhin innovationsfreudig. In einem offenen Brief an seine Mitarbeiter Ende letzten Jahres ließ Coinbase-CEO Brian Armstrong das vierte Quartal 2018 Revue passieren und betonte, dass die Krypto-Börse weiterhin wächst und gedeiht. Durch diesen Erfolg kam es im vergangenen Jahr zu einer Reihe von Neueinstellungen. Diese haben aber auch Schwierigkeiten in der Kommunikation und Entscheidungsfindung mit sich gebracht, sodass ein Hauptfokus im neuen Jahr darauf liegen soll, das neue Team enger zusammenzubringen.

Außerdem kam es gerade im letzten Quartal 2018 zu zahlreichen Innovationen. So ist es beispielsweise mit dem neuen Feature Convert auf der Krypto-Börse möglich, Krypto-zu-Krypto-Transaktionen durchzuführen. Hilfreich für diese Neuerungen war die im Oktober abgeschlossene Finanzierungsrunde, die der Exchange sage und schreibe 300 Millionen US- Dollar einbrachte.

Auch die Sicherheit auf Coinbase rückte Armstrong in seinem Brief in den Vordergrund. Erst im Dezember bewegte die Krypto-Börse fünf Milliarden US-Dollar in Bitcoin, Ethereum und Litecoin. Was zu heftigen Spekulationen über Bitcoin-Wale führte, war allerdings Teil eines neuen Sicherheitssystems.

Auch 2019 soll ein ereignisreiches Jahr für die Krypto-Börse werden. So prophezeite Zeeshan Feroz, der Chef der Coinbase-Niederlassung in Großbritannien:

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„Ich denke, Sie können in den kommenden Monaten mit einem aggressiveren Ansatz rechnen, indem wir in weitere Länder expandieren werden. Vieles, was wir hier tun, ist von den Kundenbedürfnissen und dem, was wir auf dem Markt sehen, getrieben.“

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