Ex Coinbase-Managerin: Alte Stolpersteine bremsen Bitcoin

Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Digitales Gold, dezentralisierte Konten, internationale Währung – Es ist nicht einfach, den Bitcoin in einer Alltagssituation zu erklären, abgesehen von Regulatoren und Richtern.

So schwer es heute auch ist, wie schwer muss es 2013 gewesen sein? Zu der Zeit trat Martine Niejadlik als CCO (Chief Compliance Officer) an, um diese Aufgabe zu übernehmen. Als ehemalige eBay und Paypal Direktorin der Betrugsprävention gab Niejadlik zu, selbst Schwierigkeiten mit der Technik gehabt zu haben:


“Ehrlich gesagt dachte ich, Brian Armstrong wäre verrückt, als er mich das erste Mal anrief und mir von Coinbase und Bitcoins erzählte”, erinnert sie sich. “Es dauerte einen Moment, bis ich verstand, warum diese Technologie so zerstörerisch werden könnte”, sagt sie als selbst über ihre erste Berührung zu Kryptowelt als damalige Managerin der Betrugsprävention.

Niejadlik übernahm die Rolle der Aufseherin für die Regeleinhaltung und Compliance des Unternehmens während der explosionsartigen Expansion, als Coinbase Kundenstamm von 650.000 Usern im Dezmber 2013 auf 2 Millionen im Januar 2015 anstieg. Sie verließ das Unternehmen nun, um nun den “schönsten Job der Welt” als Vollzeitmutter auszuführen.

Probleme mit Compliance und Vertrauen

Compliance. Der Begriff klingt erstmal sehr professionell. Gemeint damit sind alle Umstände im Unternehmen, die sich um Gesetzestreue, Regeleinhaltung und Verfolgung der eigenen Unternehmensrichtlinien/-ziele drehen. Genau damit beschäftigte sich die Managerin lange Zeit und stellte fest, dass der Bitcoin zahlreiche Probleme bereitet:

Es gehöre zum Tagesgeschäft, sich ständig mit Firmen wie Versicherungsgesellschaften auseinanderzusetzen und sich darum zu kümmern, Rückversicherungen für Verträge mit anderen Firmen abzuschließen.

“Die ‘Big Four’ [die vier wichtigsten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften] unterschreiben ungerne wenn es darum geht, ob ein Unternehmen wirklich die Bitcoins besitzt, die es zu Besitzen vorgibt (Denken sie an Mt. Gox) und für solche Fälle zu haften.

“Es ist nicht einfach, eine Technologie zu entwickeln, die [aus der Sicht von Coinbase] erkennt, ob ein Mensch gut oder böse ist und ob es sich um einen Mitarbeiter des Amts für Kontrolle von Auslandsvermögen handelt, oder eine fremde Person zufällig den selben Namen eines dieser Mitarbeiter hat.”

Diese Probleme zwischen Mensch & Technik, jemanden genau zu identifizieren, sieht sie als zukünftige Herausforderung, der sich vor allem Startups stellen müssten.

Druck der Medien

Ein weiterer Faktor, der den Bitcoin nach wie von dem Durchbruch enthält, seien die Medien. Vorfälle wie Silk Road, Mt. Gox und viele Festnahmen seien in den Medien umschweifend diskutiert worden. Das habe einen schlechten Einfluss auf Regulatoren, Politiker und Entscheidungsträger zur Folge, die von diesen Berichten maßgeblich geprägt werden. Das Maß sei falsch gewählt, dass Medien auch über negative Ereignisse berichten, hält Niejadlik dennoch für sinnvoll:

” Ich denke, dass die Aufmerksamkeit der Medien für Einige der negativen Ereignisse trotzdem unerlässlich ist, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass man private Schlüssel nicht in einem Unternehmen aufbewahrt, dass dazu erschaffen wurde, um Transaktionsdaten zu sammeln. “

Die Balance halten

Besonders die Balance zwischen Compliance (damit auch die Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber) und Nutzerfreundlichkeit sei schwierig zu halten, wenn es nach Niejadlik geht.

Einerseits wolle man nicht gegen die Regulatoren arbeiten und volle Anonymität ermöglichen, andererseits müsse man dem Nutzer die Privatsphäre lassen. Druck entsteht vor allem durch die New Yorker BitLicense und die Banken, die immer mehr Daten sammeln wollten.

Alte Geschichten und bekannte Probleme

In ihren ersten Tagen bei Amazon habe sich Niejadlik damit beschäftigt, betrugsmßige Kreditkartenzahlungen zu verhindern. Bei eBay hingegen kümmerte sie sich um Regelverletzungen der Nutzer, die verbotene Artikel einstellten. Im Bitcoin Unsiversum hingegen, sagt Niejadlik, drehe es sich nun um die selben Fragen, denen sie sich bereits vor einiger Zeit widmete:

“Unternehmen in der Bitcoin Welt ringen sich um die selben Fragen wie Paypal es damals tat und heute versucht, eine Balance zwischen Nutzerfreundlichkeit, Compliance und Betrugsrisiken zu finden”.

Fazit

Niejadli’s Standpunkt ist wohl ein außergewöhnlicher. Als Managerin aus diversen Unternehmen kann sie durchaus aus Erfahrung sprechen und aus verschiedenen Perspektiven berichten. Wir merken jedoch: Es sind tatsächlich viele der Probleme, die aus der  Geburtsstunde des Bitcoin stammen und sich ausgeweitet haben: Mangelndes Verständnis, Einseitige Berichterstattung in Massemedien, Regulatoren und, wie Niejadlikso schön sagte, “der richtigen Balance”.

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BTC-Echo

Englische Originalfassung von via CoinDesk

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