Coinbase-Bericht: Krypto-Interesse an Elite-Unis steigt

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Coinbase Bericht: Krypto-Interesse an Elite-Unis steigt

Quelle: shutterstock

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Dass Kryptowährungen und Blockchain die Unternehmenswelt erobern, lesen wir jeden Tag. Wie steht es aber um Universitäten und Hochschulen? Erprobt der Nachwuchs hier schon einmal den Umgang mit einer der Schlüsseltechnologien von morgen? Ein Bericht der Bitcoin-Börse Coinbase gibt nun Antwort.

Die Bitcoin-Börse Coinbase hat ihren zweiten Bericht zum Status von Blockchain und Kryptowährungen an Elitehochschulen veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass das Interesse an Krypto-Themen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zunahm. Demnach gaben dieses Jahr doppelt so viele Studierende an, einen Kurs zu Kryptowährungen oder Blockchain besucht zu haben als noch im Jahr 2018.

Coinbase veröffentlichte die Ergebnisse in einem Blogpost. Wie daraus hervorgeht, beschränkte sich die Untersuchung auf die Top-50-Universitäten aus der Rangliste von US News and World Report. Von diesen Elite-Unis bieten 56 Prozent nun Kurse zu Blockchain- und Krypto-Themen an. Im Jahr 2018 waren es hingegen lediglich 42 Prozent.

Für die Untersuchung kooperierte Coinbase mit der Analysefirma Qriously. Die beiden Unternehmen erstellten für den Bericht ein eigenes Ranking der führenden Bildungseinrichtungen im Krypto-Bereich. Auf Platz 1 landete dieses Mal die US-amerikanische Cornell University. Daneben finden sich in der Top 10  jedoch auch einige europäische Hochschulen. Neben der Universität Kopenhagen sind die Schweizer ETH Zürich sowie die École Polytechnique Fédérale de Lausanne gelistet.

Krypto-Themen auch jenseits der Informatik relevant


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Für den Bericht werteten Coinbase und Qriously die Kursangebote der Universitäten aus. Zudem befragten sie Dozenten und Studierende. Die Studie fand heraus: 70 Prozent der Kurse zu Krypto und Blockchain werden jenseits der Informatikfakultäten angeboten. Sie finden sich in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in Jura und der Soziologie. Dawn Song, Informatikprofessorin an der University of California, Berkeley, erklärte diesen Umstand durch die besondere Beschaffenheit des Forschungsgegenstandes:

Die interdisziplinäre Natur der Blockchain-Domäne unterscheidet sie sehr stark von jedem traditionellen Bereich.

Eine ähnlich interdisziplinäre Ausrichtung ist laut Bericht auch für universitäre Krypto-Clubs bezeichnend. Derartige Zusatzangebote erfreuen sich im Übrigen einer wachsenden Beliebtheit. 41 der 50 untersuchten Universitäten verfügen über mindestens einen solchen von Studierenden geleiteten Club.

Krypto-Enthusiasten wollen die Welt verändern

Der Bericht gewährt schließlich auch Einblick in die Motivation der Studierenden. Viele von ihnen beschäftigen sich demnach mit Bitcoin & Co., da sie dem traditionellen Finanzsystem misstrauen. Gleichzeitig steigt auch das Interesse an sozialer Gerechtigkeit, denn 20 Prozent der Befragten gaben an, sich deswegen mit Blockchain & Co. zu befassen.

Für viele scheint außerdem die Möglichkeit verlockend, in einer noch jungen Branche in eine Führungsposition aufzusteigen und so aktiv Veränderungen herbeizuführen. Die Verfasser des Berichts zitieren hierzu Joseph Ferrera, den Mitbegründer des Cornell Blockchain Clubs: „Es gibt eine Menge Potenzial für die Studierenden, in diese Branche einzusteigen und die Kontrolle darüber zu übernehmen. Wenn du zu einer großen Bank oder einem etablierten Beratungsunternehmen gehst, weißt du irgendwie, was du bekommst. Mit Krypto kannst du das Feld gestalten und zum Marktführer werden.“

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